Grandioser Tanz in den Mai mit The Wishmen

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Ein grandioser Tanz in den Mai mit The Wishmen (von links): Harry Schneck, Albert Mayer-Mikosch, Katrin Haug, Harry Wester, Gigu
Ein grandioser Tanz in den Mai mit The Wishmen (von links): Harry Schneck, Albert Mayer-Mikosch, Katrin Haug, Harry Wester, Gigu Neutsch und Freddy Wonder. (Foto: Mechtild Kniele)
Mechtild Kniele

Bereits zum vierten Male in Folge  entführt eine Formation unter dem Namen „The Wishmen“ ein begeistertes Publikum im Ridlinger Lichtspielhaus in den Mai. Ein Abend, an dem viel und fast pausenlos getanzt wurde.

In Riedlingen waren auch die beiden Ur-Wishmen dabei, die als 14-Jährige die Band gegründet hatten: Albert Mayer-Mikosch, aufgewachsen in Mundingen bei Ehingen, und Friedrich Weber, noch besser bekannt unter seinem Künstlernamen „Freddy Wonder“, der ebenfalls aus Ehingen stammt und heute in Heidelberg seinen Lebensmittelpunkt hat. Aus beiden sind Profimusiker geworden und sie haben ihre Virtuosität an der Gitarre auch in Riedlingen unter Beweis gestellt.

Mitgebracht haben sie in diesem Jahr wieder Bassist Gigu Neutsch, der sich schon beinahe als wahrer „Wishmen“ ausgeben kann, so viele Jahre ist er in Riedlingen dabei. Er singt und ist ein Bassist im Hintergrund, aber nicht nur. Hinter den Drums sitzt Harry Wester, dem es in Riedlingen jedes Jahr wieder gut gefällt und der kraftvolle Soli zeigte. Am Keyboard war Harry Schneck, wie Gigu und Freddy von der „Freddy Wonder Combo“.

Ein Knaller war der „Special Guest“ in diesem Jahr: Albert Mayer-Mikosch hatte die Idee Katrin Haug, die alten Musik Fans bekannt ist durch ihre Auftritte mit „Matter of Taste“ zu überreden, mit nach Riedlingen zu kommen. Und ihre Stimme sowie ihre Bühnenpräsenz waren einfach nur super: Egal ob sie Beatles-Songs performte, ob sie Julie Driscoll sang oder Proud Mary – jede ihre Nummern sorgte für extragute Stimmung und für viel Szenenapplaus. Sie gefiel dem Publikum und ihr hat Riedlingen und die gute Laune des Publikums gefallen.

In drei langen Sets haben die „Wishmen“ Erinnerungen wachgerufen an Größen wie Beatles, Stones, Otis Reding, CCR, Elvis Presley, Janis Joplin und Chuck Berry, um nur einige aufzuführen.

Als idealer Auftrittsort hat sich einmal wieder das Riedlinger Lichtspielhaus gezeigt: Es vermittelt Club-Atmosphäre, der Sound ist auch in der oberen Etage gut, wo man bequem Platz nehmen kann, wenn man nicht tanzen, jedoch trotzdem alles sehen möchte. Und wer sich nur unterhalten und alte Freunde treffen möchte, kann draußen an den Tischen oder an der Bar Platz nehmen.

So sind die Fans auch aus dem Raum Ehingen und Munderkingen gerne nach Riedlingen geströmt, um einen Musikabend der Extraklasse mit Freunden zu genießen und einmal wieder ihre Freunde zu treffen, nämlich den Fizze (Freddy Wonder) und den Albe (Albert Mayer-Mikosch).

Unter den rund 230 Zuschauern, bzw. Tänzern im Riedlinger Lichtspielhaus waren viele Fans aus damaliger Zeit – also die Generation Ü65, aber es sind auch viele „Junge gekommen“, freute sich Freddy Wonder, „das ist eigentlich nicht deren Musik, und uns kennen sie auch nicht von damals“. Aber es scheint sich herumzusprechen, dass an diesem Abend richtig gute Live-Musik gemacht wird und die Musik der 60er Jahre wieder zum Leben erweckt und neu interpretiert wird.

Enger Kontakt zum Publikum

Freddy Wonder, seine Mitspieler und Sängerin Katrin Haug schafften es auch, zum Publikum einen ganz engen und guten Kontakt aufzubauen: schon beim ersten Lied war die Tanzfläche gefüllt und die Frage „Geht’s euch gut?“ kommt ernsthaft rüber und Sprüche wie „Rock’n’Roll never dies“ und eine sehr eigene Bescheidenheit des Frontmanns begeistern: „Ich bin der Freddy“.

Und dieser Freddy sucht in den Pausen und nach dem Auftritt auch gerne den direkten Kontakt zu allen bekannten und unbekannten Fans und man kann mit ihm völlig ungezwungen plaudern. Besonders viel Freude machte sein Versprechen „Wir kommen wieder“, sodass man sich auch 2020 auf einen wunderbaren Tanz in den Mai im Lichtspielhaus freuen darf.

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