Gitarrenquintett zeigt frohes Musizieren

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Anje Behm, Elena Unger, MelanieTremp, Christina Hudjera und Heidi Schiller musizierten als Gitarrenquintett der Conrad Graf-Mus
Anje Behm, Elena Unger, MelanieTremp, Christina Hudjera und Heidi Schiller musizierten als Gitarrenquintett der Conrad Graf-Musikschule Riedlingen. (Foto: Kurt Zieger)

Vom ersten öffentlichen Vorspiel bis zum anspruchsvollen Musizieren im Quintett wurde beim musikalischen Bogen erkennbar, der das Vorspiel der Gitarrenklasse Heidi Schiller von der Conrad Graf-Musikschule Riedlingen prägte. Jeder der Gitarristen erntete viel Lob für seinen Vortrag.

Mit mittelalterlichen Klängen zusammen mit ihrer Lehrerin Heidi Schiller begann Antje Behm als versierte Gitarristin die heiter gestimmte Vorspielstunde. Auch bei einer Scheidler-Sonatine spürte man die Ergebnisse jahrelanger Beschäftigung mit dem Instrument. Zwischen perlenden Allegro-Läufen erklang eine feinsinnige Romanze als Ziel anspruchsvollen Musizierens.

Mutig und mit klaren Tönen wagte sich Lina Kristen zum ersten Mal an ein öffentliches Vorspiel. Mit einem Elefant als Freund ging sie dabei in die Disco. Mit Können und Zuversicht begab sich danach Johann Blersch auf die „Dangerous Crossroads“, gefolgt von Lorenz Emhart, der im Land des großen Bären auch dort in Melodie und Begleitung eine saubere Trennung beherrschte. Mit Gespür für transparent melodisches Musizieren stellte Chi Khang Tach ein Wiegenlied für Lucca vor, worauf es Tilman Kuch an den „Little River“ zog. Mit fließenden Bewegungen in verschiedenen Höhenlagen schilderte er seine Eindrücke, die er mit diesem Gewässer verband. Sauber in Melodie, auch bei vielen Halbtönen, stellte Jasmin Wolf daraufhin ihren „Tango nuovo“ vor. Zusammen mit Theresa Diesch zeigte sie sich als gut aufeinander eingespieltes Duo. „Can you feeel the love tonight““ und Lennons „Lady Madonna“ passten zu vorgegebener rhythmischer Begleitung gut zusammen.

Viele Themen in verschiedenem Tempo, stets klar herausgearbeitet in der Melodie zu angenehmer Begleitung, aufgebaut auf gebrochenen Akkorden prägte Politis „ Preludio“, das Zeugnis langjähriger Verbundenheit von Christina Hudjera mit ihrer Gitarre wiederspiegelte.

Den Abschluss der Vorspielstunde gestalteten Antje Behm, Elena Unger, Melanie Tremp, Christina Hudjera und Heidi Schiller als Quintett, das auf hohem Niveau agierte. Auf das bedächtige „O Waly, Waly“ im traditionellen Stil folgte heiter fließend „ A circle of Season“ und das aus Schottland stammende amüsant anregende „ Mary´s Wedding“. Das abschließende Vivaldi-Konzert begann im ersten Allegro mit barocker Lebensfreude mit einheitlich ungehindert fließenden Passagen im Quintett. Wunderbare Ruhe strahlte das Largo aus, ungehindert hüpfend das abschließende zweite Allegro als Beispiel, wieviel Freude das Musizieren in einem Gitarrenensemble bereiten kann.

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