Gedenken an einen Märtyrer

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 Pater Landelin Fuß (Orgel) (von links), Erich Fensterle (Ertingen, Nachlassverwalter des Klosters Heiligkreuztal von Frieder So
Pater Landelin Fuß (Orgel) (von links), Erich Fensterle (Ertingen, Nachlassverwalter des Klosters Heiligkreuztal von Frieder Sorger), Gerda Sorger, Pater Severin Stenkamp, Prior Sebastian Haas-Sigel. (Foto: Radulescu)
Schwäbische Zeitung

Am 15. November 1950 ist Pater Gregor Sorger in Folge der Haftbedingungen in Korea, wo er in kommunistische Gefangenschaft geriet, gestorben. Am Sonntag wurde in der Abteikirche in Beuron des Benediktinermönchs gedacht, der selig gesprochen werden soll. 2008 wurde der Seligsprechunsgprozess eröffnet.

Im Mittelpunkt der Eucharistiefeier standen die Person und das Leben des 1950 in Nordkorea als Märtyrer umgekommenen Beuroner Mönches. Der Pater stammt aus Spaichingen, hat aber auch Beziehungen nach Riedlingen, weil sein Bruder hier lebte.

Pater Severin Stenkamp – der zuständige Pater – leitete die Gedenkfeier am Sonntag. Unterstützt wurde er dabei von Erzabt Tutilo Burger, Prior Pater Sebastian Haas-Sigel und Pater Landelin Fuß (Orgel). Unter den vielen Gläubigen die sich in der Basilika einfanden, waren auch Gäste aus Riedlingen und Umgebung. Darunter die Riedlinger Künstlerin und Verwandte Gerda Sorger. Aus dem Kloster Heligkreuztal gedachte auch Erich Fensterle der Märtyrer. Auch aus dem Geburtsort Spaichingen kamen Vertreter zu Ehren von Pater Gregor Sorger.

Eingeläutet –im wahrsten Sinne des Wortes – wurde die Feier durch Pater Severin, der hinter einem Schlagzeug sitzend sphärische Klänge ertönen ließ. Zu der von den Patern vorgetragenen Leidensgeschichte der Märtyrer sowie der namentlichen Nennung der Märtyrer erklangen stets beeindruckende Töne, die Pater Severin dem Schlagzeug entlockte.

Als im Jahre 1950 der Leichnam des Paters Gregor Sorger gefunden wurde, hatte er ein Lächeln im Gesicht, wusste eine Ordensschwester damals in Korea zu berichten. Er war überzeugt, dass er nach dem Tode zum Herrn käme, gemäß den Worten: Das Beste kommt erst noch.

Aus den zahlreichen Fürbittebüchern, die in der Gedenkecke der Basilika seit dem Seligsprechungsprozess ausliegen, wurden einige Fürbitten von Gläubigen vorgetragen. Mit einem Dank, dem Segen und abschließender Stille endete die Gedenkfeier an Pater Gregor Sorger und die Märtyrer von Tokwon.

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