Führungskräfte weiter dringend gesucht

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Stefan Schmid
Stefan Schmid (Foto: Verein/Archiv)
Schwäbische Zeitung

Der langjährige Vorsitzende des SV Daugendorf hat sich nochmals breitschlagen lassen: Stefan Schmid stellte sich bei der Hauptversammlung „notgedrungen“ nochmals für ein Jahr zur Verfügung. Denn es konnten zwar einige junge Kräfte zur Mitarbeit in den Vereinsausschuss gewonnen werden. Allerdings machten diese ihre Kandidatur davon abhängig, dass die Position des Vorsitzenden besetzt wird oder bleibt.

Als sich dafür niemand fand, ließ sich Schmid nochmals für ein Jahr wählen, um den neu Gewählten zur Seite zu stehen. Alle „Neuen“ ließen sich jedoch nur für ein Jahr wählen, um den Mitgliedern des Vereins deutlich zu signalisieren, dass im Laufe dieses Jahres weitere Personen gefunden werden müssen, die sich bei der nächsten Mitgliederversammlung in ein Führungsamt wählen lassen.

In der Existenz gefährdet

Sollte hierfür keine Bereitschaft erkennbar sein, könnte der Verein durch den angekündigten Rücktritt aller Vorstandsmitglieder in eine prekäre Situation geraten und wäre in seiner Existenz – da führungslos – gefährdet. Gerade die Generation zwischen Mitte 30 bis Ende 40 seien in den Reihen des SVD kaum vertreten, so die Kritik in manchen Wortbeiträgen.

Dass der SVD ein lebendiger Verein ist wurde in den Berichten deutlich. Schriftführer Gerhard Fischer gab einen Einblick über die organisatorische Arbeit, über Veranstaltungen und teilweise den sportlichen Bereich, inklusive Schiedsrichterwesen. Erfreulich sei, dass seit drei Jahren ein Mitgliederzuwachs zu verzeichnen ist und der Verein momentan 470 Mitglieder beheimatet.

Der Bericht der Freizeitsportabteilung, vorgetragen von Elke Walz in Vertretung von Uschi Hebeisen, zeigte das vielfältige Sportangebote für alle Altersstufen durch gut qualifiziertes Übungsleiter auf. Die erneute Verleihung des Prädikats „Pluspunkt Gesundheit“ ist ein Indiz dafür. Den Part Juniorenfußball übernahm Jugendleiter Armin Bauschatz, der ebenfalls für Mithilfe in der Jugendbetreuung, vor allem von Elternseite, warb.

Der scheidende Spielleiter der aktiven Fußballer Maxi Hebeisen ging neben dem verpassten Aufstieg vor allem auf die neu gegründete Spielgemeinschaft mit der TSG Zwiefalten ein, die zur Winterpause mit der 1. Mannschaft und der Reserve die Tabelle jeweils anführt und auch gewillt ist, den Sprung zurück in die Kreisliga A zu schaffen.Dass der Verein sehr solide wirtschaftet und ebenso dasteht, wurde im ersten Kassenbericht von Kassier Felix Fritschle deutlich. Dass die Kasse ordnungsgemäß und mit viel Sorgfalt geführt wird, bestätigten die Kassenprüfer Karl Knab und Dietmar Schaible.

Der Vorsitzende Stefan Schmid dankte in seinem Bericht der Gemeinde, den ausführenden Handwerkern sowie den Planern für die gelungen Generalsanierung der Dusch- und Umkleide in der Gemeindehalle. Weiterer Dank galt allen ehrenamtlich Tätigen im Verein. Ortsvorsteher Armin Lenz nahm die Entlastung der Vorstandschaft vor, die einstimmig erteilt wurde. Auch er ermunterte die Mitglieder dazu, ein Ehrenamt zu übernehmen.

Die Leitung der Wahlen übernahm zunächst Stadtrat Franz-Martin Fiesel. Neu im Vorstand ist Tobias Butscher, der für den scheidenden Dieter Hebeisen zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde. Johannes Rueß wurde als weiterer Stellvertreter bestätigt und übernimmt von Maxi Hebeisen zusätzlich die Funktion des Spielleiters der Aktiven. Schriftführer Gerhard Fischer wurde einstimmig wiedergewählt. Neu in den Gesamtausschuss wurden Tobias Münst, Jonas Butscher und Michael Schmid bestellt. In ihren Ämtern bestätigt wurden Jugendleiter Armin Bauschatz, Platzwart Paul Spies sowie Gerätewart Bernd Ebe. Dieter und Maxi Hebeisen wurden aus ihren Ämtern verabschiedet.

Kleinspielfeld geplant

In einem kurzen Ausblick gab der Vorsitzende unter anderem bekannt, dass auf dem Sportgelände in Bechingen dieses Jahr ein Kleinspielfeld entstehen soll, um für das hochwassergefährdete Gelände in Daugendorf vor allem für die kleinen Fußballer eine Alternative vorzuhalten. Abschließend bedankte er sich im Namen des SVD bei der Stadt- und Ortsverwaltung für die Unterstützung.

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