Eine neue Welle für die kaputte Kirchturmuhr

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Der Zeiger ist schon mal weg: Am Dienstagmorgen wurde mit der Reparatur der Riedlinger Kirchturmsuhr begonnen.
Der Zeiger ist schon mal weg: Am Dienstagmorgen wurde mit der Reparatur der Riedlinger Kirchturmsuhr begonnen. (Foto: Thomas Warnack)
Redaktionsleitung

Schon früh am Dienstagmorgen waren die Manne an der St. Georgskirche zu Gange. Hoch oben im Glockenturm galt es einen Fehler auszumerzen, der weithin sichtbar war. Denn auf einer Seite des Riedlinger Turms war die Uhrzeit selten so, wie sie sein sollte. Dies hatte technische Gründe. Das wird nun repariert.

Auf der Seite des Kaplaneihauses war am Dienstagmorgen ein Spezialkran mit einer Hebebühne aufgebaut, um die Mitarbeiter der Firma Perner aus Passau zum Glockenturm hochzuhieven. Dort galt es einen schadhafte Kurbelwelle der Uhr auszutauschen. Denn die war „rundgelaufen“, so der Kirchenpfleger Wolfgang Schoppenhauer. Mit der Folge, dass die Uhr nicht mehr weiterlief.

Eine Reparatur vor Ort ist nicht möglich. Daher haben die Perner-Mitarbeiter am Dienstag zunächst die Kurbelwelle ausgebaut und aus dem Glockenturm nach unten gebracht. Von dort wird sie nach Passau verfrachtet. Im nächsten Schritt wird wieder eine passende Welle gegossen, die dann in mehreren Wochen wieder in den Riedlinger Glockenturm eingebaut werden soll.

Für die Firma Perner ist der Riedlinger Glockenstuhl kein Neuland. Denn von September 2012 bis im Juli 2013 ist der Riedlinger Glockenturm erneuert worden. Am Glockenturm hatte der Zahn der Zeit genagt, wie ein Gutachten von 2009 festgestellt hatte. So wies er etwa an Knotenpunkten Korrosionsschäden auf. Also musste ein neuer Glockenstuhl eingebaut werden. Als Material wurde Eiche gewählt. Der Gockenstuhl muss das Gesamtgewicht der Glocken von knapp 7,7 Tonnen tragen. Im Juli 2013 war die Sanierung beendet. die Kosten lagen bei 180 000 Euro.

Innensanierung steht noch aus

Noch nicht in Angriff genommen werden, konnte hingegen die Sanierung der St. Georgskirche. Der Innenbereich der Kirche muss erneuert werden. So sollen die Bankstrahlerheizung in der Kirche als auch die Elektroleitungen erneuert werden. Auch die Strahler im Altarraum aus den 70er-Jahren würden dann aus energetischen Gründen ausgetauscht. Ein neuer Verputz und ein neuer Anstrich im kompletten Kirchenschiff würden die Arbeiten abrunden. Für den Umbau wird ein Zuschuss der Diözese beantragt. Der ist beim Erstantrag nicht bewilligt worden. Sobald von Rottenburg grünes Licht erfolgt, kann auch dieses Projekt angegangen werden.

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