Ein Unterschlupf für die Insekten und ein bisschen Fasnet im Sommer

Lesedauer: 4 Min
 Luca tackert das Drahtgitter fest.
Luca tackert das Drahtgitter fest. (Foto: Eva Winkhart)
Eva Winkhart

Bereits in der ersten Ferienwoche haben sich elf Kinder zum Basteln zusammengefunden. Unter der Nummer fünf im Verzeichnis des Sommerferienprogrammes von Riedlingen bot die Narrenzunft Gole den Bau eines Insektenhotels an. Anschließend blieb noch Zeit, um im Zunftstüble die Fasnetsfiguren von Riedlingen kennen zu lernen, zu schwätzen und gemeinsam zu spielen.

Sechs Erwachsene um Andrea Lutz – auch der „Alte Gole“ Andreas Ehing war dabei – finden sich mit vier Mädchen und sieben Buben an den Tischen ein, unter den Schatten spendenden Bäumen, zwischen der Stadtpfarrkirche und dem Kaplaneihaus. Werkzeugkisten stehen entlang der Hauswand. Die Grundelemente für den „Koffer“, den Korpus des Hotels für Insekten, sind vorbereitet. Sie werden mit Akkuschraubern zu einem Rechteck zusammengefügt, mit einem Dach, zwei Zwischenbrettern und einer Rückwand versehen.

Zügig und konzentriert arbeiten die Kinder nach den Anweisungen; festhaltende Hände der Erwachsenen sind hin und wieder gefragt. Dann werden die Etagen gefüllt, um den Insekten Unterschlupfmöglichkeiten zu bieten. Rindenstücke liegen bereit, ein Korb mit Stroh und einer mit Tannenzapfen – je eine Sorte pro Stockwerk. Zum Schluss tackern die Kinder grobes Drahtgeflecht über die gesamte Vorderseite. Dazu benötigen sie doch meist die helfenden Hände der Großen. Der überstehende Draht wird abgezwickt, die Drahtstifte mit lauten Hammerschlägen festgeklopft.

Malin weiß schon, wo ihr fertiges Insektenhotel seinen Platz findet: „Irgendwo im Garten.“ Benedikt hat sich noch genauer mit dem Platz zum Aufhängen beschäftigt: unter dem Vordach des Schüppchens. Er hofft, dass die zahlreichen Bienen und Schmetterlinge aus dem Garten sich dort wohlfühlen werden.

Schneller als gedacht, sind die letzten Handgriffe getan, der Name auf der Rückwand vermerkt. Da und dort hakt der Tacker, braucht es noch einen weiteren Hammerschlag – dann werden die Drahtschnipsel eingesammelt, die Werkzeuge aufgeräumt. Die Kinder und Erwachsenen versammeln sich um die Tische in der Zunftstube im ersten Stockwerk des Kaplaneihauses; Chips und Apfelschorle gehören dazu.

Mit Andrea Lutz, Birgit Ruf und Manuela Ebe, Anja Weber und Melanie Remensperger lebt die Fasnet auf mitten im Sommer: Die einzelnen „Personen“ und Gruppen der Narrenzunft Gole werden vorgestellt anhand der auf den Balken des Fachwerkes stehenden Figürchen. Und dann bleibt noch Zeit für Kreisspiele in der Anlage neben den Kaplaneihaus.

Organisiert wurde der Feriennachmittag vom Team „Freche Frösche“ der Narrenzunft. In einer Sitzung, sagt Birgit Ruf, sei angeregt worden, eine Aktion im Sommerferienprogramm anzubieten, für die daheim gebliebenen Kinder. Es sollte etwas mit Natur zu tun haben und sich für Mädchen wie Jungen eignen, ergänzt Andrea Lutz, wie das Insektenhotel.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen