Die Ausstellung „Form und Farbe“ von Dr. Berthold Müller fand bei der Vernissage großes Interesse.
Die Ausstellung „Form und Farbe“ von Dr. Berthold Müller fand bei der Vernissage großes Interesse. (Foto: Waltraud Wolf)
Waltraud Wolf

„Mir war die Entfaltung meiner bildnerischen Ausdrucksfähigkeit von Jugend an wichtig“, erklärte Dr. Berthold Müller am Donnerstag den vielen Gästen der Eröffnung seiner Ausstellung „Form und Farbe“ im Kaplaneihaus. Der Kunstkreis 84 Riedlingen, dessen Vorsitzender er ist, hatte ihm Gelegenheit dazu gegeben. Eigene Arbeiten zu zeigen, sei auch ein Wagnis, gestand er, weil damit sehr intime und sensible Seiten eines Menschen sichtbar und damit herausgestellt würden.

Die ausgestellten Werke sollten „Einblick in meine Welt der Formen und Farben geben und als Medium Kontakt zu unseren Sinnen herstellen“. Zudem sollten sie Anregung zum Gespräch mit und über Kunst sein. Das erste führte er dabei mit Ulla Mross, einer Künstler-Freundin.

Bevor es in den Austausch ging, führte sie in die Ausstellung ein und bezog sich bei der Beschäftigung mit Berthold Müller auf ein Zitat des Schriftstellers Eich Mühsam: „Kunst ist immer und durchaus Ausdruck der Persönlichkeit.“ Die Assoziationen, die sie damit verband, brachte sie in Begriffspaaren zum Ausdruck: Konsequenz und Strategie, aber auch Intuition, Ordnung und Strenge, aber auch Richtungswechsel, Dynamik, Licht und Schatten, Klarheit und Eindeutigkeit zu Vielschichtigkeit und Tiefe und nicht zuletzt Ernsthaftigkeit und Humor.

Als Antrieb sowohl für seine Kunst als auch für das Fundament seiner Persönlichkeit erkannte Ulla Mross bei Müller den kreativen Geist, die nicht nur auf Funktionalität beschränkte Lebens- und Arbeitsweise, sondern seine kreative Lebendigkeit.

Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage an zwei E-Pianos von Dorothee und Bernard Mohr. Dorothee genießt an der Conrad Graf-Musikschule Unterricht von Reinhold Gruber in Musiktherapie. Für eine besondere Note sorgte im Anschluss an den offiziellen Teil Dieter Mross, der mit Gesang und Saxophon-Spiel für jazzig dezente Hintergrundmusik bei den Gesprächen am kalten Büfett sorgte.

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