Die Eltern haben entschieden: Die Übertrittszahlen in die fünte Klasse stehen fest.
Die Eltern haben entschieden: Die Übertrittszahlen in die fünte Klasse stehen fest. (Foto: Archiv: dpa)
Schwäbische Zeitung
Eva Winkhart

Es ist entschieden! Ein wichtiger Schritt in der Schullaufbahn jedes Kindes ist getan: die Anmeldung zu einer weiterführenden Schule nach der vierten Grundschulklasse. Diese Schulwahl ist eine der Weichen für das Leben des Kindes. Von Beratungs- und Informationsgesprächen zwischen den Eltern und den Lehrern des Viertklässlers über die Beachtung der Noten im Halbjahreszeugnis mit der entsprechenden Empfehlung aus der Grundschule bis zu Schnuppertagen oder -nachmittagen an den Schulen ging die Entzscheidungsfindung. In manchen Familien führten nahezu endlose Gespräche – auch etliche schlaflose Nächte – zur Anmeldung an der Wunschschule Ende März.

Und wie haben die Eltern entschieden? Die meisten Anmeldungen aus einem relativ geburtenschwachen Jahrgang und daher kleinen vierten Klassen in den Grundschulen erhielt die Geschwister-Scholl-Realschule in Riedlingen: 126 neue Fünftklässler werden im Schuljahr 2018/19 in fünf Klassen unterrichtet werden. Eine deutliche Zunahme verzeichnet Rektor Werner Rieber; waren es in den vergangenen sechs Jahren doch jeweils vier Klassen dieser Klassenstufe. Für die entsprechend größere Lehrerversorgung im kommenden Schuljahr müssen die Planungsgespräche mit dem Staatlichen Schulamt abgewartet werden, sagt Rieber.

100 Schüler werden die kommenden fünften Klassen im Kreisgymnasium Riedlingen besuchen, darunter 17 im Lateinzug. Über die Anzahl der daraus entstehenden Klassen kann Studiendirektor Georg Knapp noch keine Aussagen machen; im noch laufenden Schuljahr sind es 128 Schüler in fünf Klassen. G8 oder G9? Es werde, so Knapp, hier nur noch das neunjährige Gymnasium nachgefragt: „Die Eltern haben sich alle für die G9-Anmeldung entschlossen.“

Die Joseph-Christian-Gemeinschaftsschule in Riedlingen hat mit 35 – gegenüber 38 im Vorjahr – etwas weniger Anmeldungen und damit, sagt Rektor Martin Romer, „zwei kleine Klassen mit eindeutiger Zweizügigkeit“. Außer aus Riedlingen und den Teilorten werden die Schüler aus Langenenslingen, Unlingen, Dürmentingen und Uttenweiler kommen. Zur zukünftigen Lehrerversorgung sagt Romer, dass Stellen ausgeschrieben seien, jedoch noch nichts entschieden ist: „Ich hoffe, dass es passt.“

Die Michel-Buck-Gemeinschaftsschule in Ertingen wird 61 neue Schüler aufnehmen, vorwiegend aus Ertingen und Herbertingen, aber auch aus Unlingen und Bad Saulgau und den umliegenden Gemeinden. In drei Klassen werden die Schüler unterrichtet werden. Eigentlich, so Rektor Markus Geiselhart, habe er mit zwei fünften Klassen gerechnet, freue sich nun aber besonders, dass es wieder drei werden – mit ähnlichen Zahlen wie der vorangehende Jahrgang. Die Versorgung mit Lehrdeputaten sei gut, sagt Geiselhart; für den September habe er sechs weitere Lehrer gewinnen können, erfahrene und junge.

Die Schulen in Bad Buchau: 21 Anmeldungen (im Vorjahr 26) verzeichnet das Progymnasium. Sehr zufrieden mit den Anmeldezahlen zeigt sich Dr. Matthias Hoffmann, Schulleiter des Progymnasiums (PD); er sehe die Schule in ihrer Arbeit bestätigt. Die Deputatsplanung sei noch nicht abgeschlossen; voraussichtlich werde das PG jedoch „sehr gut versorgt sein“. 39 (35) neue Fünftklässler gibt es in der Gemeinschaftsschule Federseeschule. Elisabeth Sontheimer-Leonhardt, Schulleiterin der Federseeschule, sagt: „Wir sehen uns auf einem sehr guten Weg und freuen uns über eine wachsende Akzeptanz und Beliebtheit unserer Gemeinschaftsschule.“ Die Schüler dieser fünften Klassen kommen außer den Ortschaften rund um den Federsee auch aus Uttenweiler, Stafflangen, Mittelbiberach, Bad Schussenried und Ingoldingen. Eine Gymnasialstelle für die Gemeinschaftsschule ist ausgeschrieben, eine Realschullehrkraft konnte gewonnen werden.

Die Münsterschule in Zwiefalten hat für ihre Realschule 29 Anmeldungen, die vermutlich in einer Klasse unterrichtet werden. Das laufende Schuljahr hat zwei fünfte Klassen. In die Franz-von-Sales-Realschule in Obermarchtal sind 84 Schülerinnen angemeldet. Sie kommen aus einem großen Gebiet, das von etwa Langenenslingen bis Öpfingen reicht und von Untersulmetingen bis Schelklingen. Schulleiterin Simone Mühlberger ist mit der neuen Schülerzahl sehr zufrieden: „Alle, die aufgenommen werden wollten, können auch aufgenommen werden.“ Trotz teilweise gegenteiliger Gerüchte, so Mühlberger. Wie bisher wird die Schule drei Klassen dieser Stufe führen.

In Bad Schussenried hat die Werkrealschule 23 Anmeldungen für eine fünfte Klasse, die Realschule 45 für zwei Klassen. Gegenüber dem Vorjahr sieht der Schulleiter der Realschule Albrecht Binder einen leichten Rückgang. Aus 40 verschiedenen Ortschaften kommen die Schüler dieser Einrichtung, vorwiegend aus Bad Schussenried und Bad Buchau, aus Alleshausen, Oggelshausen und Hochdorf.

Die beiden Förderschulen in Riedlingen und Bad Buchau verzeichnen sieben und acht Anmeldungen. „Vermutlich“, sagt Rektor Christof Gerster von der Förderschule Riedlingen; die Verfahren seien noch nicht vollständig abgeschlossen. In beiden Schulen werden Kombiklassen aus mehreren Jahrgängen eingerichtet werden.

Ganz festgeschrieben sind die Anmeldezahlen für alle weiterführenden Schulen indes noch nicht. Sie spiegeln den derzeitigen Stand. Anmeldebestätigungen dürfen die Schulen erst nach einer Freigabe durch das Staatliche Schulamt versenden; für das Kreisgymnasium Riedlingen ist das Regierungspräsidium zuständig. Dies wird wohl Ende April oder Anfang Mai geschehen, heißt es.

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