Bunte Klangwelt durch Saxofon und Trompete

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 Die Instrumentalklassen Bernd Buck und Albrecht Streicher der Conrad Graf-Musikschule gestalteten eine hörenswerte unbeschwerte
Die Instrumentalklassen Bernd Buck und Albrecht Streicher der Conrad Graf-Musikschule gestalteten eine hörenswerte unbeschwerte Vorspielstunde. (Foto: Kurt Zieger)
tz und Kurt Zieger

An einem heißen Sommernachmittag bot das Kaplaneihaus den passend kühlen Rahmen, für ein Vorspiel der Bläserklassen von Bernd Buck und Albrecht Streicher. Die Schüler heimsten für ihr Können viel Beifall ein.

Mit Freude am Spielen auf der Trompete lud David Faigle zu Old Mac Donald auf seine Farm ein. Dort gab es auch Platz für den Kuckuck und den Esel. Damit stellten sich auch Elias Kopf und Laurin Wild als Waldhorn-Duo erstmals bei einem öffentlichen Vorspiel vor. Flott und sauber im Takt präsentierten Jonas Neuburger und Oliver Schmidt als Trompeten-Duo einen Marsch, gefolgt von Eva Haggenmüller (Trompete), die reizvoll mit vielen kurzen, sauber abgesetzten Noten den Zuhörern ein Ständchen darbrachte. Dazu passte, schwungvoll und leicht wie der Sommer, eine Burleske des Trompeters Timo Möhrle. Als erster Vertreter der tieferen Blechbläser intonierte Kilian Kopf (Bariton) mit weiten Melodiebögen und gut eingebetteten Triolen das bekannte „Amacing Grace“.

„Nur keine Panik“ sagte sich Jan Eberhard und zeigte sich als junger Trompeter, der mit vielen aufsteigenden Achtelnoten sein Vorspiel überlegen gestaltete. Als einziger Posaunist führte David Schmidt die Zuhörer mit einem Aufzug der Posaunenzunft zurück ins Mittelalter. Viele kurz gehaltene Noten in verschiedenen Höhenlagen zeugten vom Können des jungen Musikers. Mit einem tonlich und im Tempo anregendes Rigaudon stellte sich Alessia Maile auf der Trompete als schwungvolle Musikerin vor.

Den Abschluss der Blechbläser bildeten Florian Binder (Trompete) und David Binder (Posaune). „Bei jedem Vorspiel machen die Beiden mit“, lobten Albrecht Streicher seine beiden Schüler. Aufsteigende heiter fröhliche Phasen, rhythmisch gut abgesetzt, prägte Florians Bourree, ausformulierte Tonfolgen in melodischer Reinheit über mehr als nur eine Oktave Davids Jazz-Etüde. Das Spiritual „Just a closer walk to thee“ mit gelungenen Kontrasten als Duett beider Instrumente rundete die Beiträge der Blechbläser ab. Neben instrumentalem Background brachten sich beide Lehrer zur Klangerweiterung ihrer Schüler ein.

Marie Binder gab als Klarinettistin mit „Mary Ann“ in fließenden Einheiten den ersten Einblick in die Welt der Holzbläser. Jana Münch behauptete mit ihrem Saxofon: „Ich kann fliegen“, als sie mit ebenmäßig gestaltetet Phasen sich musikalisch in die Lüfte erhob. Auch Pia Reck liebt ihr Saxofon. In flottem Tempo, engagiert in großem Klangraum, gab sie mit „Uri Zion“ Einblicke in die spezielle Welt der Klezmer-Musik.

Ein Bild von Schwanensee

Viele Achtelnoten gehörten zum Bild, das Sarah Saup (Klarinette) mit Peter Tschaikowsky von dessen „Schwanensee“ zeichnete. Lara Nagelschmidt stellte mit ihrer Klarinette ein Allegretto von Friedrich Demnitz im Stil erprobter Etüden vor. Den Reigen der Holzbläser rundete Hannah Reck, ebenfalls an der Klarinette, mit liebenswürdig gezeichneten Tonfolgen in einem umfangreichen Mozart -Menuett. Sauber ausformulierte Halbtöne, den Atem sinnvoll eingeteilt, ergab sich eine hörenswerter Beschluss dieser Klanggattung.

Für alle beteiligten jungen Nachwuchstalente spendeten die Zuhörer aufmunternden Beifall als Dank für angenehm zu hörendes Musizieren und als Aufforderung, ihrem Instrument und der Freude am Musizieren treu zu bleiben.

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