Briefmarken-Staffellauf und Auktion zum Abschluss

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Schwäbische Zeitung

Wer kennt die Begriffe Briefkasten, Briefträger, Briefmarke und Poststempel? Mit diesen Postbegriffen begann das Sommerferienprogramm der Jungen Briefmarkenfreunde Riedlingen. Anschließend ging es auf „Schatzsuche“ in den Briefmarkenkisten. Schnell war ein Ausstellungsthema festgelegt und dann die passenden Briefmarken gefunden. Die ausgesuchten Marken wurden abgelöst und zum Trocknen abgelegt.

Mit Unterstützung von Lisa und Jasmin, beides erfahrene Jungsammlerinnen, wurden Ausstellungsblätter zu den ausgesuchten Motiven gestaltet. Die 15 Ferienprogrammteilnehmer entschieden sich unter anderem für die Themen Fußball, Deutschland, Länder, Blumen, Gebäude und Farben.

Zahnungsschlüssel notwendig

Unter fachkundiger Anleitung von Mitgliedern des Briefmarkenvereins wurden Markenunterschiede mit Zähnungsschlüssel, Leuchtlampe und Wasserzeichenprüfgerät ermittelt. Auch ein Katalog, der alle deutschen Briefmarken mit einer Wertnotierung enthält, kam dabei zum Einsatz.

Spielerisch wurde der Umgang mit der Pinzette beim Briefmarken-Staffellauf erlernt. Waren es anfangs noch große Briefmarken, die von Pinzette zu Pinzette weitergereicht wurden, schrumpften sie von Staffellauf zu Staffellauf. Zuletzt blieb das sogenannte „Berliner Notopfer“, eine ein Zentimeter x zwei Zentimeter große Steuermarke. Diese Marke musste als Sondersteuer in den Jahren 1948 bis 1956 zusätzlich zum üblichen Porto auf Briefen und Postkarten verklebt werden. Westberlin wurde damals von der ehemaligen Sowjetunion blockiert und die Stadt musste zeitweise über eine Luftbrücke versorgt werden.

Beim Briefmarken-Ferienprogramm durften auch Postkarten und Briefe geschrieben werden. Freundlich und kompetent zeigten Vereinsmitglieder, wie man die Adresse auf eine Postkarte schreibt und in welche Ecke die Marke geklebt wird.

Geld geschickt einteilen

Den Abschluss und gleichzeitig Höhepunkt bildete eine Briefmarkenauktion. Mit Spielgeld konnten Briefmarken für die eigene Sammlung ersteigert werden. Wer sein Spielgeld geschickt einteilte, konnte die eine oder andere Steckkarte mit Briefmarken mehr ersteigern.

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