Blühinseln als Nahrungsangebot für die bedrohten Bienen

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Blühinseln sind für Bienen eine notwendige Nahrungsquelle.
Blühinseln sind für Bienen eine notwendige Nahrungsquelle. (Foto: Archiv/Warnack)
Schwäbische Zeitung

Ein Lichtbildervortrag von Alexander Guth, Obmann in Württemberg für Umwelt und Naturschutz und Imker, zum Thema „Blütenvielfalt für Bienen, Hummeln & Co – Verbesserung des Nahrungsangebotes für unsere Bienen“ stand im Mittelpunkt der Hauptversammlung des Vereins der Gartenfreunde in Riedlingen. Dazu konnte der Vorsitzende Christian Masetti zahlreiche Mitglieder und Gäste begrüßen.

Von den vielen verschiedenen Bienenarten, wie zum Beispiel Wildbienen, Hummeln und Honigbienen, seien Letztere die am meisten bedrohte Bienenart, erläuterte Alexander Guth in seinem Vortrag. Das rasante Bienensterben sei einerseits verursacht durch natürliche Parasiten, die sogenannten Varroa-Milben, und andererseits durch den in der Landwirtschaft üblichen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Auch die ständig zunehmende Versiegelung von Naturflächen zur Erschließung von Industrie- und Baugebieten sowie die landschaftsprägenden Monokulturen und naturfernen Rasenflächen tragen zu dieser negativen Entwicklung bei. Dass die Insektenzahl insgesamt stark abgenommen habe, könne man auch sehr gut an deutlich weniger „verschmutzen“ Windschutzscheiben der Autofahrer erkennen.

Als Gegenmaßnahmen nannte Guth den vorrangigen Erhalt und die Erweiterung artengerechter Lebensräume mit entsprechendem Futterangebot für die Bienen. Auch Kleingärtner und Hauseigentümer könnten durch das Anlegen von Blumenwiesen anstelle von blütenarmen Rasenflächen beitragen. Dazu sollte Ende April auf dafür aufgelockerten Boden eine einjährliche Blühmischung eingesät werden. Die daraus entstehende Blütenvielfalt dient allen Bienen als Lebensgrundlage. Die Aussaat dieser Blühmischung müsse unter jährlich vorausgehender Bodenlockerung erneut erfolgen.

Interessenten für die Anlegung und Bewirtschaftung solcher Blumenwiesen können über den Riedlinger Nabu-Vorsitzenden Dr. Joachim Kieferle unter Angabe der betreffenden Flächengröße in Quadratmetern die dazu notwendige Blühmischung kostenlos beziehen.

Im Anschluss an den sehr informativen Vortrag erfolgte die reibungslose Abwicklung der üblichen Tagesordnung. Abschließend wurde darauf hingewiesen, dass der Jahresausflug am Samstag, 29. Juni, zur Bundesgartenschau nach Heilbronn führen wird.

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