Betrieb vorläufig eingestellt: Der Riedlinger Tafelladen räumt sein Lager

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 Sie betreuten am vorübergehend letzten Öffnungstag den Tafelladen (von links): Roswitha Rohm, Otto Götz, Andrea Petermann, Hans
Sie betreuten am vorübergehend letzten Öffnungstag den Tafelladen (von links): Roswitha Rohm, Otto Götz, Andrea Petermann, Hans Petermann, Renate Kleinheinz, Elena Berschiminski, Dieter Dannhaus. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung
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Der DRK-Tafelladen in Riedlingen hat aus personellen und organisatorischen Gründen wegen der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit den Betrieb eingestellt. Am Mittwoch war vorerst zum letzten Mal geöffnet.

Bereits am Samstag war Besuchern und Spendenbetrieben angekündigt worden, dass am Mittwoch für einige Zeit geschlossen wird.

„Ich war sehr froh, dass wir noch genügend Helferinnen und Helfer für den heutigen Betrieb gewinnen konnten,“ sagte dessen Leiter Hans Petermann. Viele der Unterstützer seien Leute im Rentenalter, also Angehörige einer Risikogruppe. Die Angst sei groß, dass man bei einer Infektion die Enkel nicht mehr sehen darf.

Abstand halten

Um für die Kunden und für die Helfer die Ansteckungsgefahr zu minimieren, wurde der Betrieb deutlich verändert. Die vor dem Laden wartenden Besucher wurden aufgefordert, großen Abstand zueinander zu halten.

Es durften sich jeweils nur zwei Personen gleichzeitig im Laden befinden. Eingang und Ausgang waren jeweils getrennt. Das Personal hatte für sie jeweils einen umfangreichen Warenkorb mit zahlreichen wichtigen Grundnahrungsmitteln vorbereitet und half ihnen zur zügigen Auswahl der noch am Öffnungstag gespendeten frischen Ware (zum Beispiel Brot, Gemüse, Salat).

Außerdem konnten aus der Edeka Tafelladen Spendenaktion an jeden Besucher ein bis drei Tüten mit haltbaren Lebensmittel abgeben werden. Die Besucher mussten dafür eine einheitliche Unkostenpauschale entrichten. Insgesamt 48 Frauen und Männer waren für diese Lösung sehr dankbar und nahmen sie gerne an.

Dank für Untestützung

„Wir räumten fast unser gesamtes Lager, denn die Menschen sollen die Lebensmittel gerade in der schwierigen Zeit jetzt haben. Bei der hoffentlich baldigen Wiedereröffnung werden wir hoffentlich wieder genügend Spenden erhalten. Den Lebensmittelbetrieben, Bäckereien, Landwirten und Geldspendern danken wir für die teils seit Jahren gegebene Unterstützung herzlich,“ so Hans Petermann.

Der Kundschaft des Tafelladens bleibe nun keine andere Wahl, als im normalen Einzelhandel einzukaufen. Ein großes Lob spricht Petermann den Mitarbeitern in diesen Geschäften aus, die derzeit einen enormen Ansturm bewältigen müssen und die zudem auch damit rechnen müssen, auch noch am Sonntag zu arbeiten.

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