Berliner Schauspieler zu Besuch in der Stadt

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Auf einen Drink in der Fußgängerzone: Maya Forster (von links) und Julian Weigend besuchten ihren Freund Friedemann Benner in R
Auf einen Drink in der Fußgängerzone: Maya Forster (von links) und Julian Weigend besuchten ihren Freund Friedemann Benner in Riedlingen. (Foto: Marion Buck)
Stv. Redaktionsleitung

Er hat als Kommissar Thomas Hunger zusammen mit Schimanski im Tatort ermittelt. Ende Januar übernahm er die Chefarzt-Rolle in der ARD-Serie „In aller Freundschaft“. Am Dienstag war Schauspieler Julian Weigend mit seiner Frau Maya Forster in Riedlingen zu Besuch bei seinem alten Freund Friedemann Benner. Die drei knobeln an einem gemeinsamen Programm, das sie auf die Bretter von Kleinkunstbühnen bringen wollen, unter anderem auch im Lichtspielhaus.

Während am Dienstagabend auf ARD die Klinikserie „In aller Freundschaft“ läuft; Julian Weigend als Dr. Kai Hoffmann nicht nur operiert, sondern auch mit einer Kollegin ein amouröses Abenteuer beginnt, sitzt der Berliner Schauspieler zusammen mit seiner Frau und Friedemann Benner ganz entspannt vor dem Riedlinger Lichtspielhaus. Bei einem Zwiefalter „Engele“ plaudern sie über gemeinsame Zeiten und alte Freunde in Berlin. Kennengelernt haben sie sich vor über 20 Jahren.

Von Bregenz her ist der Besuch angereist. Weigend war zu Dreharbeiten am Bodensee. Er spielt aktuell in der ZDF-Krimireihe „Die Toten vom Bodensee“ den Anführer einer Kitesurf-Clique. Gemeinsam mit den Schauspielkollegen Nora Waldstätten und Matthias Koeberlin steht er vor der Kamera. Noch bis Ende Juni wird gedreht. Und weil man dann schon mal in der Nähe des alten Freundes Benner war, sollte es ein kurzer Besuch zur Kaffeezeit in der Donaustadt werden. Wegen Stau und viel Verkehr kamen die beiden allerdings erst am Abend hier an und beschlossen spontan über Nacht zu bleiben.

Der Schauspieler ist gut gebucht. Seinen Durchbruch hatte er als Kommissar Hunger im Jahr 1999, als er gemeinsam mit Götz George alias Schimanski im Tatort ermittelte. Jüngere Menschen kennen ihn aus der deutschen Filmkomödie „Lammbock“ aus dem Jahr 2001 und Serienfans erleben ihn seit Januar als Nachfolger Dr. Simonis in der Leipziger Klinikserie „In aller Freundschaft“. Dazwischen spielte Weigend in unzähligen Filmproduktionen – Medicopter, Wilsberg, Tatort, Bella Block, Alarm für Cobra 11 oder der Wanderhure.

Theaterspielen reizt

Trotz vieler Termine und Engagements reizt ihn das Theaterspielen, denn der gebürtige Österreicher, der heute in Berlin lebt, kommt ursprünglich vom Theater. Stationen waren das Landestheater Schleswig-Holstein, das Tourneetheater München und die Berliner Kammerspiele. Seine Ehefrau Maya Forster ist Schauspielerin und Sängerin mit klassisch ausgebildeter Stimme. Sie war zu sehen als Katharina Cavallieri in „Amadeus“, als Muse in „Cyrano de Bergerac“, als Isabella in „Diener zweier Herren“ bei den Schlossfestspielen Hagenwil, als Amalia in „Die Räuber“ und als Mary in „Jesus Christ Superstar“ in Berlin. 2013/14 tourte sie mit „Don Karlos“ durch Deutschland, Schweiz und Österreich. Dort war sie in der Rolle der Marquisin Mondekar zu sehen.

Die Idee, zu dritt etwas auf die Bühne zu bringen, flammt bei den dreien immer wieder auf. „Wir müssen mal gemeinsam was machen“, so Friedemann Benner. Er bildet mit seiner rockig-rauchigen Stimme einen starken Kontrast zu Maya Forsters Sopran. Gemeinsam könnten sie sich Liebeslieder, Soli und Duette vorstellen. Julian Weigend wäre dabei für den Part des Erzählers vorgesehen. Er würde auch die Karten abreißen und die Gäste in seinem steirischen Dialekt begrüßen, sagt er schmunzelnd.

Man sei noch ganz am Anfang, in der Findungsphase, erklärte Weigend. Von Riedlingen war der Berliner Besuch sehr angetan. Das Bier schmeckte ihm, die Störche gefielen und auch der Rundgang durch die Stadt wurde genossen. So manchem vorbeiflanierenden Riedlinger stand die Frage „Den kenn’ ich doch irgendwoher?“ direkt ins Gesicht geschrieben. Gefragt hat keiner. Vielleicht beim nächsten Mal. Einer weiteren Stipvisite steht nichts im Wege.

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