Baubeginn für neues Hotel noch diesen Monat

Lesedauer: 5 Min

Auf dem Papier ist das Hotel „Gudrun“ von Werner Blank fertig. Demnächst soll auch mit dem Bau begonnen werden.
Auf dem Papier ist das Hotel „Gudrun“ von Werner Blank fertig. Demnächst soll auch mit dem Bau begonnen werden. (Foto: Marion Buck)
Schwäbische Zeitung
Stv. Redaktionsleitung

Die Pläne für das Hotel „Gudrun“ sind fertig. Der Bau kann beginnen – sobald bei Werner Blank der Brief mit der Bewilligung der Fördermittel eintrifft. Es kann sich nur noch um Tage handeln, bis die Post in seinem Briefkasten landet, denn auf der Homepage des Ministeriums für Ländlichen Raum sind die Mittel für den Hotelbau in Riedlingen bereits veröffentlicht. „Nächstes Jahr um diese Zeit möchte ich die ersten Gäste im Hotel beherbergen“, sagt Blank.

Der Bautrupp kann beginnen, wenn Werner Blank den Bewilligungsbescheid in der Hand hat – spätestens Ende April. „Ich hoffe, dass es früher geht“, sagt der zukünftige Riedlinger Hotelier. Als er den „Rosengarten“ 2015 kaufte, kam auch der Gedanke an ein Hotel auf. Intensiv damit auseinandergesetzt habe er sich Mitte 2016, sagt Blank. Mit einem Bleistift und einem kleinen Reißbrett entstanden die ersten Skizzen. Ein halbes Jahr lang habe er einen dicken Schmöker über Hotelplanungen gewälzt. „Damit ich weiß, welche Fehler man tunlichst vermeiden sollte.“

Architekt Guido Vogel plante das zweigeschossige, unterkellerte Gebäude mit einer Größe von 24 mal 16 Meter mit einem Pultdach. Die Fotovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt in der Spitze 40 kW. Damit können man in der Hauptsaison jede Menge an Warmwasser und Heizung abdecken. 22 Zimmer sind im Hotel „Gudrun“, das nach Blanks Ehefrau benannt ist, untergebracht. Alle Zimmer werden in der Anordnung bis auf vier Räume identisch sein. Ein Gruppenzimmer mit sechs Betten, ein Familienzimmer mit zwei Räumen und vier Betten und zwei behindertenfreundliche Räume komplettieren das Angebot. Die Zimmer sind über einen Aufzug erreichbar und die Blank’sche Kunstsammlung aus Pöchlarn wird die Räume schmücken. Neben dem Hotel plant Blank einen Abstellraum für 40 Fahrräder mit Ladestationen für E-Bikes, die außen am Gebäude angebracht werden, damit sie auch von Gästen des Rosengartens genutzt werden können.

Momentan beschäftigt sich das Ehepaar Blank mit Dingen, die ein Hotelbau mit sich bringt. Sie müssen Bodenbeläge, Matratzen und passenden Mobiliar aussuchen. Auf der Intergastra in Stuttgart, der Fachmesse für innovatives Gastrobusiness, fanden sie einen österreichischen Backwarenlieferant, der hochqualitative Backwaren für Gastronomen bietet. Auch wie die künftige Anmeldung im Hotel von Statten gehen soll, muss festgelegt werden. „Es wird eine Rezeption geben, aber nicht rund um die Uhr besetzt“, sagt Blank. Er rechnet damit, dass bis 21 Uhr geöffnet sein wird. Wie Spätankommer einchecken, ob über Schlüsselsafe, eine Handy-App oder ein Nummernsystem, wird er in den kommenden Monaten regeln. Das seien noch alles Themen, die nicht an erster Stelle stehen, sagt Blank, der mit einer Rohbauzeit von vier Monaten plant.

Ideale Kombination

Mit 50 Betten im „Gudrun“ und 14 Betten im „Rosengarten“ dürfte der Bedarf an Übernachtungsmöglichkeiten in Riedlingen dann gut gedeckt sein. Die Kombination zwischen Hotel und dem gegenüberliegenden Restaurant sei ideal. „Riedlingen ist kein Ort, wo man zwei Wochen Urlaub macht“, fügt er an. Die Gäste blieben ein, zwei, vielleicht drei Nächte. Dabei ist es ihm und seiner Frau wichtig, dass das Hotel einen familiären Charakter bekommt. „Der Gast steht im Fokus“, sagt Blank. Das habe er als Industrieunternehmer 40 Jahre lang bei seinen Kunden beherzigt. Das will er auch als künftiger Hotelier so handhaben.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen