Archäologe erklärt neue Forschung zur Heuneburg

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 Professor Dirk Krausse ist Landesarchäologe.
Professor Dirk Krausse ist Landesarchäologe. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Landesarchäologe Dirk Krausse von der Universität Tübingen stellt am Dienstag, 12. November, 19 Uhr, in der Kreissparkasse Riedlingen neue Ausgrabungen und Forschungen im Umfeld der frühkeltischen Heuneburg vor. „Die erste Stadt nördlich der Alpen“, lautet der Titel des Vortrags, zu dem Volkshochschule und Altertumsverein Riedlingen einladen. Der Eintritt kostet fünf Euro.

Krausse stellt in seinem mit Animationen und Filmen illustrierten Vortrag neueste Ergebnisse der Ausgrabungen und Forschungen zu den Kelten im Umfeld der Heuneburg vor. Die Ausgrabungen der vergangenen 15 Jahre haben gezeigt, dass es sich bei der Heuneburg nur um den innersten Kern einer viel größeren Siedlung handelte, die sich im 6. Jahrhundert über eine Fläche von circa einem Quadratkilometer erstreckte und mehrere Tausend Einwohner hatte. Laut Veranstalter zeigen laufende Ausgrabungen des Landesamts für Denkmalpflege auf der Alte Burg bei Langenenslingen, am Bussen, in Emerfeld und bei Upflamör, dass die Heuneburg das Zentrum eines komplexen frühkeltischen Siedlungssystems mit Verteidigungsanlangen, Gräberfeldern, Kultplätzen, ländlichen Gehöften und Straßen darstellte. Krausse berichtet auch von den laufenden Ausgrabungen in den frühkeltischen Bestattungsplätzen im Bereich der Heuneburg mit ihren spektakulären Funden.

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