Glücklich präsentierten sich bei der Vernissage die Fotografin Laila Abdulalizadeh (von links), Dr. Carola Scholz von den Fotof
Glücklich präsentierten sich bei der Vernissage die Fotografin Laila Abdulalizadeh (von links), Dr. Carola Scholz von den Fotofreunden und Galeristin Ricki Scopes. Im Hintergrund zu sehen ist der Musiker Bernd Geisler. (Foto: Waltraud Wolf)
Waltraud Wolf

Dicht gedrängt sind am Freitag die Besucher bei der Eröffnung der Ausstellung „West-östlicher Divan“ von Laila Abdulalizadeh in der Galerie von Ricki Scopes am Weibermarkt in Riedlingen gestanden. Altheims Bürgermeister Martin Rude, die Fotofreunde, Kunstkreismitglieder, aber auch Flüchtlingsbetreuer aus Altheim und Riedlingen und Flüchtlinge, die mit ihr in der Gemeinschaftsunterkunft in Altheim wohnten, waren neben Kunstinteressierten gekommen, um ihre Fotos zu betrachten und sich nicht selten ein persönliches „Lieblingsbild“ auszuwählen.

Stark geprägt war die Vernissage von der Musik, die Bernd Geisler und seine Frau Gabriele Lang vortrugen: orientalische Weisen mit Gesang in Persisch. Als besondere Bereicherung gab es Lyrik in der Sprache der Ausstellenden und in Deutsch, rezitiert von Asghar Khoshnawaz. „So schöne Musik, das rührt einen“, hielt denn auch Galeristin Ricki Scopes fest und schlug wie Asghar Khoshnawaz den Bogen von dem persischen Dichter Hafis zu Johann Wolfgang von Goethe und seiner Gedichtsammlung „West-östlicher Divan“. Diese habe sie – zusammen mit dem Dirigenten Daniel Barenboim und seinem West-Eastern Divan Orchestra, das sie auf der Waldbühne in Berlin hörte – zu dem Titel für die Ausstellung bewogen, der nun um Fotos angereichert sei. Beispiele dafür sind architektonische Aufnahmen der zentralen Moschee in Abyaneh und dem Kunstmuseum in Bonn oder einer Pferdekutsche vor dem Brandenburger Tor in Berlin und vor einem imposanten Gebäude in Isfahan, die Laila Abdulalizadeh in der Ausstellung gegenüber stellt.

Dr. Carola Scholz von den Fotofreunden Riedlingen charakterisierte die junge Kurdin als mutig, vielseitig und aufgeschlossen. Seit 2018 gehöre sie zu den Fotofreunden und habe mit ihrer kreativen Art viele überzeugt und unter ihnen auch Freunde gewonnen. Ihr Interesse sei breit gestreut und: „Ihre ganze Liebe gehört der Fotografie.“

Dies wurde auch in den Dankesworten von Laila Abdulalizadeh deutlich. Sie richtete sie an all jene, die sie dabei unterstützten, angefangen von ihrer Mutter im Iran, die dieses Ereignis leider nicht miterleben könne, über ihren Mann, aber auch Annemarie Blersch als die Frau, die sie seit ihrer Ankunft in Altheim begleitet, bis hin zu Ricki Scopes, die ihr die Ausstellung ermöglichte. Gerne tausche sie sich mit den Betrachtern aus, betonte sie, nehme Anerkennung entgegen, sei aber auch für Kritik offen.

Möglichkeit besteht dazu während der Ausstellungszeiten bis 26. Juli von montags bis freitags zwischen 14.30 und 17 Uhr.

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