Abiturklasse von 1969 feiert in Riedlingen Wiedersehen

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 Auch der Besuch ihres einstigen Klassenzimmers gehörte beim Treffen der 69er-Abiturienten natürlich dazu.
Auch der Besuch ihres einstigen Klassenzimmers gehörte beim Treffen der 69er-Abiturienten natürlich dazu. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Vor 50 Jahren haben sie das Abitur am Gymnasium in Riedlingen gemacht. Kürzlich trafen sich 14 ehemalige Schüler der Klasse 9Rb wieder in der Donaustadt.

Die meisten hatten sich in der Zwischenzeit nicht mehr gesehen. Ein Großteil lebt heute in den Ballungszentren Stuttgart-Reutlingen-Tübingen, zwei in Bayern und drei in der näheren Umgebung von Riedlingen. Zwei kamen von weiter her angereist: aus Basel und Wien. Würden sie sich wiedererkennen nach einem halben Jahrhundert? Diese Frage war schnell geklärt. Die meisten erkannten sich auf Anhieb wieder und erinnerten sich auch an die Vornamen.

Das Programm war sehr kompakt: Nach einem Empfang im Rathaus mit dem stellvertretenden Bürgermeister Franz-Martin Fiesel ging es zum alten Gymnasium, das seit Mitte der 70er-Jahre eine Förder- und danach eine Grundschule beherbergt. Dort führte die stellvertretende Schulleiterin Susanne Bochtler durch das Haus. Nach der Modernisierung fiel es den Jubilaren gar nicht so leicht, ihr einstiges Klassenzimmer zu finden. Besonders beeindruckt waren die Besucher von den Fresken in der Schulaula, dem ehemaligen Musiksaal, deren Freilegung auf Initiative des Riedlinger Heimatforschers Professor Winfried Aßfalg erfolgte.

In der anschließenden Stadtführung mit Winfried Aßfalg stießen eine Reihe von Fachwerkhäusern, darunter insbesondere der ehemalige Getreidespeicher und der Hammerflügel im ehemaligen Kapellenraums des Spitals vom Heiligen Geist auf besonderes Interesse der Besucher.

Am Abend traf sich die Gruppe im Restaurant Rosengarten. Dabei präsentierte Joe Kley eine Reihe von Dias von der Abifeier 1969 und anderen Events wie dem Skiaufenthalt im Kleinwalsertal. Danach griff Joe Magino zur Gitarre und spielte einige der Hits aus den 60er-Jahren. Bis lange in die Nacht wurden Erfahrungen aus der Schulzeit ausgetauscht, wobei natürlich auch der damalige Lehrkörper im Blickfeld stand. Interessant war auch der berufliche Werdegang der Teilnehmer der Abigruppe. Die Mehrheit arbeitete als Lehrer.

Die Stimmung unter den Teilnehmern fasste Joe Magino so zusammen: „Unglaublich, wie wir uns nach 50 Jahren immer noch verstehen.“ In diesem Urteil waren sich alle einig. So war es nicht überraschend, dass das Interesse an einem weiteren Treffen in absehbarer Zukunft laut wurde. Viel Lob erhielten die beiden Joes sowie Monika Maier, die an der Organisation des Treffens maßgeblich beteiligt war, für ihr Engagement.

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