In den 39 Kirchengemeinden des Dekanats Biberach im Verbreitungsgebiet der SZ Riedlingen leben über 25 000 Katholiken.
In den 39 Kirchengemeinden des Dekanats Biberach im Verbreitungsgebiet der SZ Riedlingen leben über 25 000 Katholiken. (Foto: Symbol: dpa/ Carstensen)
Redaktionsleitung

Die Kirchen verlieren im gesellschaftlichen Leben an Gewicht. Aber zumindest in der Region spielen sie weiterhin eine große Rolle – wenn man der Statistik glauben kann. Die katholische Diözese Rottenburg-Stuttgart hat nun Zahlen vorgelegt. Demnach leben im Verbreitungsgebiet der SZ Riedlingen im Dekanat Biberach weiter über 25 000 Katholiken. Aus der katholischen Kirche sind im vergangenen Jahr rund 90 Personen ausgetreten. Das ist eine Quote von 0,35 Prozent.

39 katholische Kirchengemeinden im Dekanat Biberach gibt es im Verbreitungsgebiet der SZ Riedlingen. Dort leben der aktuellen Statistik zufolge exakt 25 142 Katholiken. In den fünf größten Gemeinden leben allein über 11 000 Gläubige: Riedlingen – 3339 Katholiken, Ertingen – 2673, Bad Buchau - 2390, Uttenweiler – 1482 und Dürmentingen – 1153.

Gerade mal 100 Katholiken

Die kleinsten Gemeinden sind weiterhin in der Seelsorgeeinheit Langenenslingen zu finden. Der Gemeinde in Billafingen gehören 100 Katholiken an. Egelfingen hat 106 katholische Gemeindemitglieder und in Emerfeld sind es 115. Danach folgen Möhringen mit 135 und Sauggart mit 136 Katholiken.

Die Zahl der Katholiken hat in den 39 Kirchengemeinden etwas abgenommen. 291 Gläubige sind im 2017 in den 39 Gemeinden beerdigt worden. Dem stehen allerdings 222 Taufen gegenüber. Dennoch bleibt ein Saldo von 69. Zu dieser Zahl sind noch die Austritte dazu zu rechnen.

90 Austritte

2017 haben in den 39 Kirchengemeinden zwischen Allmannsweiler und Emerfeld 90 Männer und Frauen der katholischen Kirche den Rücken gekehrt. Zum Vergleich: vor fünf Jahren waren es nur 58 (2012), 2013 waren es bereits 84 und 2014 haben 98 Männer und Frauen ihren Austritt erklärt.

Die meisten Austritte sind in absoluten Zahlen erwartungsgemäß in den drei größten Kirchengemeinden erfolgt: In Riedlingen erklärten 16 Personen ihren Austritt, in Ertingen waren es zehn und in Bad Buchau waren es sieben. Der Anteil der Austritte an der Gesamtzahl der Katholiken in den Gemeinden liegt in Riedlingen bei 0,48 Prozent (3390 Gläubige in der St. Georgsgemeinde), in Bad Buchau bei 0,29 Prozent (2390 Katholiken in St. Cornelius und St. Cyprianus) und in der Ertinger St. Georgsgemeinde bei 2673 Gemeindemitgliedern bei 0,3 Prozent.

14 Gemeinden ohne Austritt

Der höchste prozentuale Anteil an Austritten aus den Gemeinden ist dementsprechend in den kleinen Gemeinden, wo bereits wenige Austritte für einen hohen prozentualen Anteil sorgen. So sind in Uigendorf zwei von 126 Katholiken aus der Kirche ausgetreten – eine Quote von 1,5 Prozent, in Heiligkreuztal waren es ebenfalls zwei bei 186 Gemeindemitgliedern ausgetreten – eine Quote von 1,1 Prozent. In Emerfeld reicht ein Austritt bei 106 Gläubigen, dass damit prozentual 0,94 Prozent erreicht werden. In Oggelshausen sind es 0,85 Prozent (6 von 705) und in Erisdorf 3 von 358 Gläubigen (0,84 Prozent). Zugleich sind aber auch in 14 der 39 Kirchengemeinden gar keine Austritte zu verzeichnen.

Wiederaufnahmen gab es in den 39 Gemeinden lediglich zwei – eine in Betzenweiler und eine in Riedlingen. Ein Wechsel von einer anderen Konfession zur katholischen Kirche gab es in keiner Gemeinde.

Billafinger am fleißigsten

Auch der Kirchgang wird zwei Mal im Jahr in den katholischen Gemeinden gezählt und fließt demnach in die Statistik ein – und zwar werden jeweils in der Fastenzeit und im November die Gottesdienstteilnehmer gezählt. Im Verhältnis zur Zahl der Gläubigen der Kirchengemeinde waren die Billafinger die fleißigsten Gottesdienstbesucher. 43,8 Prozent der Gemeindemitglieder waren nach dieser Statistik an den Zählgottesdiensten in der Messe – wobei natürlich nicht unterschieden werden kann, ob auch Gläubige anderer Gemeinden zu Gast waren. An zweiter Stelle findet sich hier Uigendorf mit 46,8 Prozent vor Heiligkreuztal mit 46,7 Prozent vor Zell mit 36,7 Prozent. Dann: Dietelhofen mit 35,6, vor Daugendorf mit 35,1 und Sauggart mit 34,9 Prozent.

Die schlechtesten Quoten an den Gottesdiensten, die gezählt wurden, hatten die Langenenslinger mit einem Anteil von 3,8 Prozent vor Ertingen mit 6,1 Prozent. Darauf folgen Binzwangen mit 7,4 Prozent, Dürmentingen mit 7,5 Prozent und Seekirch mit 8,6 Prozent. Die neben Ertingen beiden größten Gemeinden liegen besser – in Bad Buchau lag der Besuch bei 15,1 Prozent und in Riedlingen bei 17,9 Prozent.

69 Trauungen

Im vergangenen Jahr haben sich 69 Paare in einer katholischen Kirche das Ja-Wort gegeben. Die meisten Trauungen haben in Heiligkreuztal stattgefunden – zwölf ließen sich in diesem schönen Ambiente trauen. Sechs gaben sich in Wilflingen das Ja-Wort, fünf in Offingen und fünf in Unlingen.

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