400.000 Liter Gülle ausgelaufen: Ursache gefunden

Lesedauer: 4 Min
 Die Innenwand des Fermenters ist durchgebrochen.
Die Innenwand des Fermenters ist durchgebrochen. (Foto: Archiv/ Warnack)
Redaktionsleitung
Stv. Redaktionsleitung

Die Ursache für die Havarie der Biogasanlage in Bechingen steht fest: Ein Gutachter hat eine Materialermüdung des 17 Jahre alten Behälters festgestellt. Dies hat die Polizei auf SZ-Anfrage mitgeteilt.

Demnach ist die Innenwand eines Behälters im Bereich eines Ventils durchgebrochen, berichtet die Sprecherin des Polizeipräsidiums Ulm, Claudia Kappeler. Durch den Druck und das Gewicht der Gärflüssigkeit sind die weiteren Wände des Behälters dann geborsten und die Gülle nach außen getreten. Eine Explosion hat nicht stattgefunden. Der Knall, den die Betreiber gehört haben, stammte vom Brechen des Wandbehälters, gibt die Polizei den Gutachter wider.

Den Eigentümer der Anlage trifft nach dem Ergebnis dieses Gutachtens keine Schuld. Denn die Stelle, die durchgerostet war, ist von außen nicht einsehbar. So war es auch nicht möglich Gegenmaßnahmen zu treffen. Damit wäre der Eigentümer rechtlich aus dem Schneider. Das Ergebnis des Gutachtens wird nun der Staatsanwaltschaft zugeleitet, die dann die Einstellung der Ermittlungen anordnen kann.

Wie berichtet war am am Morgen des Samstags, 27. Oktober, in Bechingen der Fermenter einer Biogasanlage havariert. Aus dem rund 20 Meter hohe und 16 Meter breiten Fermenter, klaffte ein Loch, aus dem rund 400 000 Liter Gülle ausliefen. Die verteilten sich auf der angrenzenden Wiese. In dem Behälter werden Gülle, Mais und Grassilage vergärt.

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen