Orsenhauser Wehr ist 2017 acht Mal ausgerückt

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Wiedergewählte und beförderte Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Orsenhausen: (von links) Kommandant Miguel Santos, Gerhard H
Wiedergewählte und beförderte Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Orsenhausen: (von links) Kommandant Miguel Santos, Gerhard Haid, Florian Mayer, Martin Schoch, Roland Kohn und Martin Grimm. (Foto: Bernd Baur)
Schwäbische Zeitung
Bernd Baur

Zu insgesamt acht Einsätzen ist die Freiwillige Feuerwehr Orsenhausen im vergangenen Jahr gerufen worden. Dabei leisteten die Aktiven 1060 Einsatzstunden. Erhöht wurde das Engagement durch weitere Aktivitäten wie das Maibaumstellen, die von der Feuerwehr als wichtiger Teil des Ortschaftslebens übernommen werden.

Im Sportheim Orsenhausen hatte sich die Freiwillige Feuerwehr am Samstagabend versammelt, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Kommandant Miguel Santos rief die acht Einsätze in Erinnerung: Vier Mal technische Hilfe zur Beseitigung von umgestürzten Bäumen, zwei Verkehrsunfälle, eine Türöffnung und der Gemeindealarm nach der Beschädigung einer Gasleitung durch einen Bagger tauchten im Einsatzprotokoll auf. Mit durchschnittlich elf Kräften war die Orsenhauser Wehr jeweils im Einsatz – „es dürften mehr kommen“, stellte der Kommandant fest.

27 Aktive zählte die Wehr in 2017. Ein Feuerwehrmann hatte in die Altersabteilung (Obmann hier ist Martin Schoch) gewechselt, von einem trennte sich die Feuerwehr, weil er nicht die geforderte Mindestanzahl von sieben Proben erreichte. Über das Jahr hinweg schulte sich die Freiwillige Feuerwehr Orsenhausen bei 13 Proben und sieben Funkübungen für ihre Aufgaben.

Mit dabei beim Üben sind immer die Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Hier zeichnet sich in Orsenhausen ein positiver Trend ab, denn der Jugendleiter Matthias Grimm konnte von inzwischen zehn Orsenhauser Jugendlichen (2016 waren es sechs) berichten, die der Jugendfeuerwehr Schwendi-Wain angehören. „Hoffentlich hält diese Entwicklung an“, wünschte sich Miguel Santos.

Zwei der Nachwuchskräfte können in 2018 zu den Aktiven wechseln. Um in der Nachwuchsgewinnung auch künftig am Ball zu bleiben, hat die Feuerwehr den Kindergarten und die Grundschule Orsenhausen im vergangenen Jahr zu einem Feuerwehr-Schnuppern eingeladen.

Schriftführer Florian Mayer hob in seinem Bericht auch auf den kameradschaftlichen Aspekt ab. So berichtete er unter anderem vom zweitägigen Ausflug, einer Wanderung, einem Grillfest und dem Kameradschaftsabend, jeweils zusammen mit dem Förderverein veranstaltet. Eine vierköpfige Fahnenabordnung der Orsenhauser Feuerwehr war bei der großen Pilgerreise in Rom dabei. Mit der Salutkanone beteiligte sich die Wehr beim Laupheimer Böllerschießen, in Orsenhausen wurde mit großem Knall an Silvester das Jahr verabschiedet.

Der Kassenverwalter Joachim Forderer bilanzierte für 2017 einen geringen Verlust. Der Kassenbestand insgesamt weist ein Guthaben auf.

„Ich habe keinen Punkt gefunden, um etwas auszusetzen“, bewertete Ortsvorsteher Werner Jans die Arbeit der Feuerwehr in 2017 und dankte dafür. „Wir sind froh, dass wir eine schlagkräftige Feuerwehr im Ort haben“, sagte er. Sie erfülle aber nicht nur bei Notfällen und Einsätzen ihren Dienst am Nächsten, „sondern leistet auch noch viele andere Dinge bei guter Kameradschaft“. Der Ortsvorsteher erwähnte hier etwa die Sammlung für die Kriegsgräber. „Es ist nicht selbstverständlich, dass die Feuerwehr das macht“, lobte er das Engagement, das 2017 mit mehr als 1000 Euro ein Rekordergebnis brachte.

Ebenso einstimmig wie die Entlastung fielen die Wahlen aus. Die Feuerwehr-Funktionäre Gerhard Haid (stellvertretender Kommandant) und Florian Mayer (Schriftführer) durften sich über das geschlossene Votum der Wehr zur weiteren Ausübung ihrer Ämter freuen.

Neue Schulterklappen erhielten nach einer entsprechenden Beförderung Martin Grimm (Löschmeister), Roland Kohn (Oberlöschmeister) und Martin Schoch (Oberbrandmeister). Nach 30-jährigem Dienst in der aktiven Wehr wurde Richard Mohr verabschiedet, er wechselt in die Altersabteilung.

Jeweils einen Gutschein als Anerkennung für vollzähligen Probenbesuch erhielten Matthias Grimm, Jonas Kohn, Miguel Santos und Marc Speidel. Auch Martin Grimm, Philipp Niedermaier, Nico Heiner und Daniel Schniertshauer wurden ausgezeichnet. Sie fehlten lediglich bei einer Probe.

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