30 Läufer starten in Ochsenhausen für eine ungewöhnliche Laufaktion

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Mehr als 150 Kirchgänger sind am Samstag nicht den Weg zu der bekannten Basilika in Ochsenhausen gegangen, sondern trafen sich bei der Statue des heiligen Benedikts an der Friedenslinde zu einer Andacht. Dort war dann auch der Startschuss für eine außergewöhnliche Laufaktion. Nachdem dieses Jahr fast alle Veranstaltungen ausfallen mussten, ist die Seelsorgeeinheit Ochsenhausen auf die Idee gekommen, die Andacht zu veranstalten. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von den Alphornbläsern um Hubert Wiest. Im Anschluss erläuterte Gemeindereferent Robert Gerner mit seinem Team, bestehend aus vielen jungen Menschen und Dekan Sigmund F. J. Schänzle die Idee für die Veranstaltung: „Lauf und ge(h)bet für Europa“. So lautet das Motto der Seelsorgeeinheit St. Benedikt für einen virtuellen Lauf durch ganz Europa. Und so starteten schließlich die ersten rund 30 Läufer über verschiedene Strecken. Der Gemeindereferent erklärte: „Viele Menschen laufen gerne, aber der Gerner läuft gerner“. Also sei ihm diese Idee beim Laufen gekommen. Jeder Teilnehmer joggt, walkt oder spaziert eine beliebige Strecke. Die zurückgelegten Kilometer sammelt er über eine Lauf-App und den Beitritt zu der Gruppe St. Benedikt Ochsenhausen oder er trägt sie direkt auf der Homepage der Seelsorgeeinheit St. Benedikt ein.Nach 43 000 gesammelten Kilometern wäre das Ziel Rom erreicht. Das Projekts soll laut Gerner eine Gemeinschaftsaktion für ein starkes und soziales Europa sein, das im Laufen und im Gebet verbunden ist. Für jeden Kilometer spenden Sponsoren zehn Cent. So kämen bei 43 000 Kilometern rund 4300 Euro Spende für karitative Zwecke zusammen. Momentan werden vier Projekte unterstützt. Die Gerald Asamoah-Stiftung, die kranke Kinder in den unterschiedlichsten Ländern unterstützt, ebenso der Martinus-Tafelladen in Ochsenhausen, eine Suppenküche in Bulgarien sowie die Stiftung Kinder in Not vom Dekanat Biberach. Etwas mehr als die Hälfte des benötigten Geldes hätten die Sponsoren bereits zugesagt, erklärte Gerner und fügte hinzu: „Es fehlen noch 2000 Euro, aber ich bin mir sicher, dass der eine oder andere noch etwas spendet.“ Nach acht Wochen, am 5. September, soll es dann geschafft sein. Mit einem symbolischen Zieleinlauf und einer Abschlussandacht in Ochsenhausen endet dieser außergewöhnliche Lauf.

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