Wie gewaltfreies Miteinander gelingt

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  Schulsozialarbeiterin Ute Bodenmüller hat mit Fünftklässlern spielerisch geübt, wie man respektvoll Miteinader umgeht.
Schulsozialarbeiterin Ute Bodenmüller hat mit Fünftklässlern spielerisch geübt, wie man respektvoll Miteinader umgeht. (Foto: Gymnasium Ochsenhausen)
Schwäbische Zeitung

Ein gewaltfreies und konstruktives Miteinander ist das Ziel einer zweiteiligen Trainingsreihe, die Schülern der Klassenstufen fünf und sechs am Gymnasium Ochsenhausen angeboten wird. Ein Unterrichtsvormittag in der Klasse 5c lief deshalb ein wenig anders als sonst ab.

„Heute machen wir einmal wieder einen Besuch beim Stamm der Wisistas, die uns Menschen genau beobachten und sich ihre Meinung über uns bilden“, begrüßte Ute Bodenmüller, die Schulsozialarbeiterin am Gymnasium Ochsenhausen, die 22 Schüler. In den folgenden Stunden ging es vor allem um wichtige Verhaltensweisen, die das Miteinander in der Klasse fördern. So lernten die Schüler, ihre Meinung zu vertreten, auch mal „Nein“ zu sagen, ohne dabei ihren Gegenüber zu verletzen.

Ich-Botschaften sollen helfen, eigene Gefühle offen auszusprechen. Auch erfuhren die Kinder, wie Vorurteile entstehen und wie das Verhalten anderer besser nachvollzogen werden kann. „Die Übungen zum Zivilcourage-Training konfrontieren die Kinder auf spielerische Weise mit den Herausforderungen, die der Alltag in einer Gemeinschaft mit sich bringt“, erklärte Bodenmüller. Dazu gehört auch, wie man sich in Situationen wie Streitereien oder Schlägereien verhält.

In Klasse sechs wurden die Kinder in Sachen Gewaltprävention von der Polizeidirektion Biberach informiert. Während der dreistündigen Veranstaltung erklärte Beamtin Carina Bender den Schülern der Klasse 6a, was Toleranz ist. Die Kinder lernten, dass man zwischen Gewalt gegen Personen und Gewalt gegen Sachen unterscheidet und beispielsweise Mobbing ein Aspekt seelischer Gewalt ist. Doch an wen können sich Jugendliche beispielsweise bei Cybermobbing wenden? Neben Eltern könnten auch Lehrer, Freunde oder die Polizei Ansprechpartner sein, erläuterte Bender.

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