Was vom Projekt „Kirche am Ort“ bleibt

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 Die Kirchengemeinderäte der Seelsorgeeinheit St. Scholastika. Links der stellvertretende Dekan Klaus Sanke mit Pfarrer Thomas A
Die Kirchengemeinderäte der Seelsorgeeinheit St. Scholastika. Links der stellvertretende Dekan Klaus Sanke mit Pfarrer Thomas Augustin. (Foto: Philipp Friedel)
Schwäbische Zeitung

Klaus Sanke, stellvertretender Dekan in der Seelsorgeeinheit St. Scholastika, hat vor Kurzem die Pastoralvisitation gemacht. Zu der Seelsorgeeinheit gehören die Kirchengemeinden Gutenzell, Hürbel, Laubach und Reinstetten. Alle fünf Jahre findet in den Gemeinden und Seelsorgeeinheiten der Diözese Rottenburg-Stuttgart eine solcher Besuch durch den Bischof oder durch einen von ihm ernannten Visitator statt.

Ziel einer Pastoralvisitation ist, in regelmäßigen Abständen vertieft und breiter über die Situation vor Ort und die pastoralen und verwaltungstechnischen Vorgänge und Herausforderungen nachzudenken und diese zu reflektieren. Die Pastoralvisitation will Anstoß für eine umfassende Wahrnehmung der pastoralen Situation einer Seelsorgeeinheit oder Kirchengemeinde geben. Sie hat in erster Linie zum Ziel, die jeweilige Situation einer Seelsorgeeinheit mit ihren Kirchengemeinden, Gemeinden für Katholiken anderer Muttersprache und Gliederungen im Licht des Evangeliums zu betrachten. Dabei sollen hoffnungsvolle Entwicklungen, anstehende Veränderungen, neue Anfragen und Herausforderungen erkannt und analysiert werden

Kirche zusammen gestalten

In Reinstetten wurde hierbei besonders auf die Ergebnisse des diözesanen Prozesses „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“ geschaut. Dafür haben die Kirchengemeinderäte der Seelsorgeeinheit St. Scholastika zusammen mit Pfarrer Thomas Augustin einen Pastoralbericht verfasst, in dem der derzeitige Stand, anstehende Fragen und Herausforderungen, sowie Ziele formuliert wurden. Stellvertretender Dekan Sanke und Dekanatsreferent Philipp Friedel kamen nun zum Abschlussgespräch mit allen Kirchengemeinderäten der Seelsorgeeinheit im katholischen Gemeindehaus Reinstetten zusammen. Die gewählten Vorsitzenden der vier Gremien stellten dabei den Pastoralbericht und dessen Ergebnisse vor. So haben sich in den einzelnen Kirchengemeinden Schwerpunkte herauskristallisiert, aber auch auf Ebene der Seelsorgeeinheit ist vieles zusammengewachsen, was auch zu der Überschrift des Pastoralberichts passt: „Miteinander wachsen.“

Im gemeinsamen Gespräch wurde deutlich, dass die vakante Stelle des Gemeindereferenten eine Lücke darstellt, die nicht ohne weiteres kompensiert werden kann. Hier wünscht sich die Seelsorgeeinheit, dass die Stelle bald wieder besetzt werden kann. Außerdem blickten die Mitglieder in den Gremien schon auf die Kirchengemeinderatswahlen im März 2020. Die Kandidatensuche läuft bereits.

Kandidatensuche für KGR-Wahlen

Dabei spielt das Thema Ehrenamt und die Wertschätzung gegenüber den vielen engagierten Menschen in den Gruppierungen der Gemeinden eine große Rolle. Die einzelnen Gemeinden betonen ihre Eigenständigkeit, aber sind auch froh, dass sie sich im Laufe des Prozesses besser kennen und schätzen gelernt haben und somit auch voneinander profitieren. Im anschließenden Gottesdienst zog Klaus Sanke in seiner Predigt die Parallelen zur Lesung aus dem Korintherbrief des Apostel Paulus: „Weder auf den der pflanzt, kommt es an, noch auf den, der begießt, sondern auf den Gott, der wachsen lässt.“ Er ermunterte die Anwesenden selbst zu pflanzen und zu gießen, aber wünsche sich gleichzeitig das Vertrauen, dass Gott wachsen lässt. Das könne auch entlastend wirken. „Aber so kann Gottes Reich durch uns lebendig werden“, betonte der stellvertretende Dekan. Die gewählten Vorsitzenden und Pfarrer Augustin unterschrieben nach der Predigt die Vereinbarungen der Visitation und Klaus Sanke bedankte sich mit einem „Herzlichen vergelt’s Gott!“ bei allen engagierten Christen in der Seelsorgeeinheit. Im Anschluss lud die Seelsorgeeinheit alle Gottesdienstbesucher ins katholische Gemeindehaus zum Pizzaessen ein.

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