Max Heber hat in Ochsenhausen über Sprachenvielfalt referiert.
Max Heber hat in Ochsenhausen über Sprachenvielfalt referiert. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Im katholischen Gemeindehaus in Ochsenhausen hat ein vielbeachteter Vortrag von Max Heber zur Sprachenvielfalt in Europa stattgefunden. Heber studiert in Konstanz Literaturwissenschaft und ist ein Kenner europäischer Sprachen. Er begann mit den im Dunkeln liegenden Ursprüngen der europäischen Sprachen. Vermutlich gab es die Proto-Indoeuropäer, die in den Steppengebieten nördlich des Schwarzen und Kaspischen Meeres beheimatet waren. Von dort spalteten sich mehrere Altsprachen ab, die heute noch als Sprachfamilien erkennbar sind. Die Zuhörer konnten die Sprachfamilien unter anderem am Vergleich des „Vater Unsers“ in verschiedenen Sprachen erkennen. Einige Sprachen in Europa sind nicht oder nur schwer einzuordnen, wie zum Beispiel Baskisch, die einzige isolierte Sprache in Europa oder die semitische Sprache Malti (gesprochen auf Malta), die auf arabische Dialekte zurückzuführen ist. Mit den Zuhörern wurde diskutiert, ob Plattdeutsch eine eigenständige Sprache ist, welche Bedeutung die Sorbische Sprache in Deutschland hat, wie es zur Kunstsprache Volapük in Litzelstetten bei Konstanz kam und vieles mehr. Mit Diskussionsbeiträgen und viel Applaus wurde Max Heber für seinen interessanten Vortrag gedankt.

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