TTF wollen zurück in Erfolgsspur finden

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Tischtennisspieler in Aktion
Die TTF Liebherr Ochsenhausen (hier Jakub Dyjas) treffen am Freitagabend in Ehingen auf den punktgleichen SV Werder Bremen. (Foto: Volker Strohmaier)
Schwäbische Zeitung
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Die Aufgebote

TTF Liebherr Ochsenhausen: Simon Gauzy (FRA/25 Jahre/Weltrangliste (WRL): Platz 21/Bundesliga-Saisonbilanz (TTBL): 11:6), Jakub Dyjas (POL/23/WRL: 71/TTBL: 10:4), Stefan Fegerl (AUT/31/WRL: 79/TTBL: 5:7), Vladimir Sidorenko (RUS/17/WRL: 171/TTBL: 3:2). Doppel: Fegerl/Sidorenko 2:0, Gauzy/Fegerl 0:1. Cheftrainer: Dmitrij Mazunov (RUS, 48 Jahre).

SV Werder Bremen: Mattias Falck (SWE/28 Jahre/Weltrangliste (WRL): Platz 8/Bundesliga-Saisonbilanz (TTBL): 18:7), Kirill Gerassimenko (KAS/23/WRL: 56/TTBL: 10:7), Hunor Szöcs (ROU/27/WRL: 118/TTBL: 3:6), Marcelo Aguirre (PAR/26/WRL: 64/TTBL: 5:3). Doppel: Gerassimenko/Szöcs 2:1, Szöcs/Aguirre 3:0. Trainer: Cristian Tamas (ROU, 39 Jahre).

Nicht viel Zeit bleibt den TTF Liebherr Ochsenhausen über die Endspielniederlage im Pokal und deren Umstände zu grübeln. In der Tischtennis-Bundesliga steht für die Mannschaft von Cheftrainer Dmitrij Mazunov schon wieder ein Doppelspieltag an. Und das gegen zwei schwere Gegner, nämlich am Freitagabend in Ehingen (19 Uhr, Sporthalle des Johann-Vanotti-Gymnasiums) gegen den punktgleichen SV Werder Bremen und zwei Tage später beim heimstarken TSV Bad Königshofen. Beide Male müssen die TTF ohne ihren Spitzenspieler Hugo Calderano auskommen.

Hugo Calderano hatte beim 3:2-Sieg im Pokal-Halbfinale über Rekordmeister Borussia Düsseldorf wegen einer Adduktorenverletzung im Duell gegen Timo Boll kapitulieren müssen (SZ berichtete). „Es ist Gott sei Dank nichts Schlimmeres. Am Sonntag war er noch beim Arzt, um abzuklären, ob irgendwas gerissen ist im Adduktorenbereich. Der Arzt hat diesbezüglich Entwarnung gegeben“, erläutert TTF-Teamleiter Manuel Pfender auf SZ-Nachfrage. Die Diagnose lautete: Schwere Zerrung im Adduktorenbereich.

Calderano fällt aus

„Am Freitag kann Hugo definitiv nicht spielen gegen Bremen. Auch für das Spiel am Sonntag in Bad Königshofen wird er ausfallen“, so Pfender. „Wir wollen kein Risiko eingehen. Der Adduktorenbereich ist im Tischtennis die mit am meisten beanspruchte Körperregion.“ Hugo Calderano brauche jetzt einfach ein paar Tage Ruhe. „Ihm geht es den Umständen entsprechend gut, auch mental. Die Verletzung wird konservativ behandelt von unserem Physiotherapeuten Thorsten von Ow“, sagte der 30-Jährige. Vielleicht könne Calderano schon bei den German Open in Magdeburg (28. Januar bis 2. Februar) wieder starten. „Bis dahin sollte er wieder fit sein“, so der TTF-Teamleiter. „Er würde dort, weil er gesetzt ist als Nummer sieben der Weltrangliste, erst am Donnerstag, 30. Januar, ran müssen.“

Trotz des Calderano-Ausfalls bleibt das Ziel mit Blick auf die anstehenden Aufgaben in der Bundesliga das gleiche. „Wir wollen gegen Bremen und Bad Königshofen gewinnen. Wir haben noch genug gut Spieler“, sagt Pfender. Für die TTF gilt es, die vorweihnachtliche Erfolgsserie auch im neuen Jahr fortzusetzen und den Play-offs immer näher zu kommen. „Wir haben in dieser Saison noch ein großes Ziel vor Augen, nämlich unseren Meistertitel zu verteidigen“, so TTF-Präsident Kristijan Pejinovic.

Werder Bremen ist ein heftiger Rivale im Kampf um die Play-offs. Die TTF sind aktuell Tabellendritter mit 24:8 Punkten und einer Spieldifferenz von +19, Werder ist Vierter mit ebenfalls 24:8 Zählern und einer Spieldifferenz von +17. Beide gehören zusammen mit den punktgleichen Düsseldorfern zu den hartnäckigsten Verfolgern von Spitzenreiter Saarbrücken.

Einen Mitkonkurrenten zu schlagen ist immer hilfreich – und genau das haben Simon Gauzy und Kollegen vor. Zumal die Norddeutschen – trotz ihres schwedischen Vizeweltmeisters Mattias Falck – den TTF recht gut zu liegen scheinen. Das Hinrundenspiel an der Weser am 7. Oktober wurde nach überzeugender Leistung mit 3:1 gewonnen. Hugo Calderano besiegte Falck und den Paraguayer Marcelo Aguirre, Simon Gauzy punktete gegen den Kasachen Kirill Gerassimenko. Lediglich Stefan Fegerl musste damals Falck gratulieren.

Dennoch kommt eine schwierige Aufgabe auf die Oberschwaben zu. Der SV Werder Bremen will die Revanche für das Hinrundenspiel. Das Team von der Weser gehört diese Saison nicht von ungefähr zu den Topteams der Liga, nachdem man Falck und den vormaligen Grenzauer Gerassimenko unter Vertrag genommen und damit den Weggang von Bastian Steger mehr als kompensiert hat. Zudem haben sich Spieler wie Marcelo Aguirre oder Hunor Szöcs inzwischen deutlich verbessert. Und im Doppel weist Werder eine überzeugende 5:1-Bilanz auf.

„Jetzt gilt es wieder nach vorne zu schauen und am Freitag mit freiem Kopf an den Tisch zu gehen“, so TTF-Cheftrainer Dmitrij Mazunov. „Wir wollen vor unseren Fans die richtige Reaktion zeigen und mit einem Sieg möglichst schnell wieder zurück in die Erfolgsspur finden.“

Die Aufgebote

TTF Liebherr Ochsenhausen: Simon Gauzy (FRA/25 Jahre/Weltrangliste (WRL): Platz 21/Bundesliga-Saisonbilanz (TTBL): 11:6), Jakub Dyjas (POL/23/WRL: 71/TTBL: 10:4), Stefan Fegerl (AUT/31/WRL: 79/TTBL: 5:7), Vladimir Sidorenko (RUS/17/WRL: 171/TTBL: 3:2). Doppel: Fegerl/Sidorenko 2:0, Gauzy/Fegerl 0:1. Cheftrainer: Dmitrij Mazunov (RUS, 48 Jahre).

SV Werder Bremen: Mattias Falck (SWE/28 Jahre/Weltrangliste (WRL): Platz 8/Bundesliga-Saisonbilanz (TTBL): 18:7), Kirill Gerassimenko (KAS/23/WRL: 56/TTBL: 10:7), Hunor Szöcs (ROU/27/WRL: 118/TTBL: 3:6), Marcelo Aguirre (PAR/26/WRL: 64/TTBL: 5:3). Doppel: Gerassimenko/Szöcs 2:1, Szöcs/Aguirre 3:0. Trainer: Cristian Tamas (ROU, 39 Jahre).

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