TTF wollen Niederlagenserie stoppen

Könnte zum ersten Einsatz für Ochsenhausen kommen: Der 24-jährige Franzose Can Akkuzu ist ab sofort für die TTF spielberechtigt
Könnte zum ersten Einsatz für Ochsenhausen kommen: Der 24-jährige Franzose Can Akkuzu ist ab sofort für die TTF spielberechtigt und steht an Position drei auf der Meldeliste. (Foto: imago images/PanoramiC)
Schwäbische.de

Mit 12:0 Punkten im Rücken sind die TTF Liebherr Ochsenhausen erwartungsvoll nach Fulda zum Hinrundenspiel gereist und haben im Oktober vergangenen Jahres eine unglückliche 2:3-Niederlage hinnehmen müssen. Von da an geriet Sand ins Getriebe. Es gab nur noch einen Sieg und zuletzt drei weitere Niederlagen in Serie, sodass die Oberschwaben die Vorrunde in der Tischtennis-Bundesliga nur mit 14:8 Punkten abschließen konnten. Zwar sind die TTF mit dieser Ausbeute immer noch Tabellendritter, doch nun sitzt dem Team von Cheftrainer Fu Yong die Konkurrenz dichter als je zuvor in dieser Spielzeit im Nacken. Mühlhausen ist punktgleicher Vierter des Ligaklassements und Sonntags-Heimgegner Fulda-Maberzell (Spielbeginn: 15 Uhr, Dr.-Hans-Liebherr-Halle) hat als Tabellenfünfter gerade einmal zwei Zähler weniger auf dem Konto.

Logisch, dass das Auftaktspiel der TTF im Jahr 2022 zum Rückrundenstart kein lockeres Warmmachen sein kann, sondern eine Art frühes Schlüsselspiel im Kampf um die Play-off-Plätze ist. Man könnte auch von einem Vier-Punkte-Spiel sprechen. Folglich gilt es, vom ersten Ball an den Kampf anzunehmen und dem ambitionierten Gegner, der am vergangenen Samstag beim Liebherr-Pokal-Finale in Neu-Ulm im Halbfinale an Düsseldorf scheiterte, zu zeigen, wer Herr im Hause ist. Doch einfach wird dies nicht.

Im Gegensatz zu früheren Zeiten ist in Fulda inzwischen die Last gut verteilt. Man verfügt über vier Spieler von gehobenem Bundesliga-Niveau. Der TTF-Kontrahent hat zwei 33-jährige, international sehr erfahrene Akteure im Kader, die in der Weltrangliste (WRL) sehr gut platziert sind. Es handelt sich um den Nigerianer Quadri Aruna (WRL: Platz 14, Bundesliga-Bilanz/TTBL: 11:5), den besten Afrikaner aller Zeiten, sowie den deutschen Nationalspieler Ruwen Filus (WRL: 34), dessen derzeitige Bilanz in der Bundesliga mit 2:6 allerdings weit unter seinen Möglichkeiten liegt. Der in dieser Saison neu hinzugestoßene, aus Guadeloupe stammende französische Nationalspieler Alexandre Cassin (23 Jahre/WRL: 131/TTBL: 7:4), für die Rückrunde vor Filus an Position zwei gemeldet, sowie der deutsche Nationalkaderspieler und Trainersohn Fan Bo Meng (21/WRL: 224/TTBL: 3:5) sind immer gefährliche Gegner. Fulda verfügt zudem mit der Formation Cassin/Meng (3:3) über ein absolut konkurrenzfähiges Doppel.

Im Hinrundenspiel hatten Simon Gauzy (3:1 gegen Filus) und Kanak Jha (3:1 gegen Cassin) die TTF nach dem in vier Sätzen verlorenen Auftaktmatch von Maciej Kubik gegen Aruna in Führung gebracht, doch Gauzy fand im Spitzeneinzel gegen Aruna nicht in seinen Rhythmus und unterlag mit 1:3. Im abschließenden Doppel konnten Samuel Kulczycki und Maciej Kubik nicht überzeugen und mussten ihren Gegnern Cassin/Meng nach vier Durchgängen gratulieren.

Das ist Geschichte und am Sonntag wollen es die TTF besser machen und die sehr wichtigen Punkte in Ochsenhausen behalten. Cheftrainer Fu Yong kann personell aus dem Vollen schöpfen und hat fünf fitte Spieler zur Verfügung. So könnte es durchaus zum ersten Einsatz des 24-jährigen Franzosen Can Akkuzu, den Ochsenhausen vor der Saison verpflichtet hatte, kommen. Er ist ab sofort für die TTF spielberechtigt und steht an Position drei auf der Meldeliste. Doch sein Einsatz ist keineswegs in Stein gemeißelt.

Fu Yong zeigt sich im Vorfeld der Partie durchaus optimistisch. „Nach ein paar Tagen Ruhe über Weihnachten hatten wir eine gute Vorbereitung auf den intensiven Januar, der uns nun bevorsteht mit vier Spielen in zwölf Tagen“, so Fu. „Auch wenn wir uns Fulda in der Hinrunde geschlagen geben mussten, bin ich trotzdem zuversichtlich, dass wir am Sonntag ein gutes Spiel abliefern werden. Alle Spieler sind fit und wir freuen uns auf das erste Spiel des Jahres 2022.“

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