TTF unterliegen Bremen knapp

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 Die TTF Liebherr Ochsenhausen (hier Jakub Dyjas) haben in der Tischtennis-Bundesliga erneut knapp verloren.
Die TTF Liebherr Ochsenhausen (hier Jakub Dyjas) haben in der Tischtennis-Bundesliga erneut knapp verloren. (Foto: Archiv: Volker Strohmaier)
Schwäbische Zeitung

TTF Liebherr Ochsenhausen – SV Werder Bremen 2:3. Ergebnisse: Jakub Dyjas – Hunor Szöcs 1:3 (7:11, 7:11, 11:6, 7:11), Vladimir Sidorenko – Mattias Falck 1:3 (5:11, 3:11, 11:5, 4:11), Simon Gauzy – Kirill Gerassimenko 3:1 (11:6, 8:11, 11:7, 11:9), Jakub Dyjas – Mattias Falck 3:1 (7:11, 11:8, 11:6, 11:7), Stefan Fegerl/Simon Gauzy – Marcelo Aguirre/Hunor Szöcs 2:3 (9:11, 8:11, 16:14, 11:9, 3:11).

Die TTF Liebherr Ochsenhausen haben in der Tischtennis-Bundesliga vor 340 Zuschauern in der Sporthalle des Ehinger Johann-Vanotti-Gymnasiums sechs Tage nach der Niederlage im Pokalfinale erneut knapp verloren. Gegen den SV Werder Bremen, den direkten Konkurrenten um die Play-off-Plätze, unterlagen die TTF nach mehr als dreistündigem Kampf mit 2:3. Dadurch fiel Ochsenhausen einstweilen auf den vierten Tabellenrang zurück.

Der Auftakt verlief bereits alles andere als optimal für die TTF. Jakub Dyjas konnte gegen den früheren Studenten des Liebherr Masters College (LMC), Hunor Szöcs, nicht überzeugen und leistete sich zu viele leichte Fehler. Nach der 1:3 (7:11, 7:11, 11:6, 7:11)-Niederlage des 24-jährigen Polen war klar, dass es richtig schwer für die TTF werden würde, an diesem Abend etwas zu reißen. „Jakub stand zwar am Tisch, war aber vom Kopf nicht richtig da und fand überhaupt nicht in sein Spiel“, sagte TTF-Präsident Kristijan Pejinovic zur Partie.

Der junge Vladimir Sidorenko, dem Cheftrainer Dmitrij Mazunov im Einzel den Vorzug vor Stefan Fegerl gegeben hatte, stand dann gegen Vizeweltmeister Mattias Falck vor einer fast unlösbaren Aufgabe. Zwar konnte der 17-Jährige den dritten Satz gewinnen, stand ansonsten aber auf verlorenem Posten. „Es ist trotzdem enorm wichtig, dass er seine Erfahrungen auch mal gegen starke Gegner sammeln kann“. so Pejinovic.

Bei der Bremer 2:0-Pausenführung standen die TTF bereits mit dem Rücken zur Wand. Das Team steckte jedoch nicht auf und kämpfte sich ins Match zurück. Zunächst brachte Simon Gauzy die Oberschwaben durch den 3:1 (11:6, 8:11, 11:7, 11:9)-Sieg über Kirill Gerassimenko heran. „Simon stand unter Druck und hat seine Aufgabe gegen einen starken Gerassimenko gut gelöst“, sagte Pejinovic. Und dann zeigte Jakub Dyjas sein anderes Gesicht und brillierte im Vergleich zum Auftaktspiel gegen Szöcs beim beim 3:1-Sieg über Falck (7:11, 11:8, 11:6, 11:7). „Jakub hat gegen Falck sein Riesenpotenzial unter Beweis gestellt“, analysierte der TTF-Präsident.

Das Doppel musste entscheiden. Und das brachten die zusammen noch ungeschlagenen Bremer Hunor Szöcs und Marcelo Aguirre ins Ziel, wobei Stefan Fegerl und Simon Gauzy einen 0:2-Satzrückstand egalisieren konnten, beim 9:11, 8:11, 16:14, 11:9, 3:11 jedoch im Entscheidungsdurchgang früh den Faden verloren. „Da waren dann zu Anfang des Satzes zwei glückliche Bälle, die an den Gegner gingen“, so Pejinovic. „Und schon spürte man, dass die Köpfe nicht mehr frei waren und man zu lange mit sich haderte, sicher noch eine Nachwirkung des Pokalfinales, wenngleich Aguirre/Szöcs natürlich ein sehr starkes Doppel sind.“

Sport könne manchmal weh tun, es sei ein langes, nervenzehrendes Spiel gewesen, so das Gesamtfazit des TTF-Chefs: „Unsere Aufholjagden im Einzel von 0:2 auf 2:2 und im Doppel, wo wir mit 0:2 Sätzen zurücklagen, wurden nicht belohnt. Wir haben nicht lockergelassen, aber es hat nicht sollen sein.“

TTF Liebherr Ochsenhausen – SV Werder Bremen 2:3. Ergebnisse: Jakub Dyjas – Hunor Szöcs 1:3 (7:11, 7:11, 11:6, 7:11), Vladimir Sidorenko – Mattias Falck 1:3 (5:11, 3:11, 11:5, 4:11), Simon Gauzy – Kirill Gerassimenko 3:1 (11:6, 8:11, 11:7, 11:9), Jakub Dyjas – Mattias Falck 3:1 (7:11, 11:8, 11:6, 11:7), Stefan Fegerl/Simon Gauzy – Marcelo Aguirre/Hunor Szöcs 2:3 (9:11, 8:11, 16:14, 11:9, 3:11).

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