TTF sind nach 3:2-Sieg neuer Spitzenreiter

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 Hugo Calderano hatte maßgeblichen Anteil am TTF-Erfolg.
Hugo Calderano hatte maßgeblichen Anteil am TTF-Erfolg. (Foto: Nicolai Schaal)
Schwäbische Zeitung

Es ist das erwartet schwere Spiel in der Tischtennis-Bundesliga für die TTF Liebherr Ochsenhausen gegen den SV Werder Bremen vor 450 Fans in Belm bei Osnabrück gewesen: Nach vier Stunden und sieben Minuten stand schließlich der hart erkämpfte 3:2-Sieg des neuen Bundesliga-Spitzenreiters Ochsenhausen fest. Zweimal lagen die TTF hinten, zweimal konnten sie ausgleichen und schließlich das abschließende knapp nach Hause bringen.

Spätestens als Simon Gauzy – trotz einer zwischenzeitlichen 2:0-Satzführung und eines Machballs – dem Werder-Spitzenspieler Bastian Steger zum Sieg gratulieren musste, war klar, dass es ein anstrengender Tischtennis-Nachmittag für die TTF wird. Hugo Calderano hatte anfänglich gegen den früheren LMC-Studenten Hunor Szöcs auch Probleme und lag mit 10:12 und 11:13 etwas unglücklich hinten, legte jedoch den Schalter noch rechtzeitig um und hatte in den nachfolgenden drei Sätzen den Rumänen immer besser im Griff.

Der bis dahin in der TTBL ungeschlagene Jakub Dyjas sollte eigentlich die Oberschwaben erstmals in Front bringen. Doch sein Gegner, Brasiliens Nummer zwei Gustavo Tsuboi, spielte mit viel Biss und gewann die Sätze eins, drei und fünf jeweils mit 11:9 – da spielte es keine Rolle mehr, dass Dyjas die anderen beiden Durchgänge klar für sich entschieden hatte.

1:2 – nun war es an Calderano, sein Team im Spiel zu halten. Und er tat dies in überzeugender Manier. Zwar ging der erste Satz im Duell der Spitzenspieler noch knapp in der Verlängerung an Steger, aber dann spielte nur noch der Weltranglisten-Neunte aus Brasilien und ließ dem deutschen Nationalspieler nicht den Hauch einer Chance.

Das Doppel musste also die Entscheidung bringen – und dazu warfen die Ochsenhauser Ex-Doppel-Europameister Stefan Fegerl in die Schlacht, der mit Jakub Dyjas an den Tisch ging. Auch bei Bremen kam nun ein vierter Akteur zum Einsatz, der Belgier Florent Lambiet, der mit Tsuboi ein starkes Doppel bildet. Die ersten beiden Sätze gingen zwar an die TTF, doch die Werderaner erhöhten die Schlagzahl und schafften ück den Satzausgleich. Jubeln durften am Ende Fegerl/Dyjas, die den letzten Satz mit 11:8 ins Ziel brachten.

„Wir haben heute wirklich gut gefightet, aber das hat Bremen auch“, so ein erleichterter Dmitrij Mazunov. „Wir hatten am Ende eben einen Tick mehr Glück, auch Bremen hätte eigentlich einen Sieg verdient gehabt. Aber natürlich bin ich froh, dass wir es geschafft haben“, sagte der TTF-Cheftrainer. „Es ist immer ein gutes Gefühl, wenn man ganz oben in der Tabelle steht, aber das ist nur eine Momentaufnahme. Es geht immer weiter und nächsten Sonntag folgt schon das wichtige Pokalspiel in Bad Hamm.“

Mit 14:2 Punkten führen die TTF das TTBL-Klassement an, gefolgt von drei Klubs mit jeweils 12:4 Zählern (Bergneustadt, Mühlhausen, Saarbrücken). Titelverteidiger Düsseldorf ist nach der überraschenden Heimniederlage gegen Grenzau (1:3) mit 10:6 Punkten einstweilen auf den fünften Tabellenplatz zurückgefallen. Am 18. November empfangen die TTF in Ehingen den Tabellenachten TSV Bad Königshofen. Doch zunächst steigt am 11. November das Pokal-Viertelfinale beim Zweitligisten TTC GW Bad Hamm.

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