Die TTF Liebherr Ochsenhausen (hier Simon Gauzy) peilen den insgesamt fünften Pokalsieg an.
Die TTF Liebherr Ochsenhausen (hier Simon Gauzy) peilen den insgesamt fünften Pokalsieg an. (Foto: Volker Strohmaier)
Schwäbische Zeitung

Das Pokalfinale am 9. Januar:

In den Halbfinals treffen ab 11 Uhr die TTF Liebherr Ochsenhausen und der TTC Schwalbe Bergneustadt sowie der ASV Grünwettersbach und Borussia Düsseldorf aufeinander. Die Spiele sind im Internet auf Sportdeutschland.TV zu sehen. Die beiden Sieger tragen ab 15.30 Uhr das Finale aus. Dieses wird auf Sportdeutschland.TV und im Fernsehen auf Sport 1 übertragen.

Bisher viermal – in den Jahren 2002, 2003, 2004 und 2019 – sind die TTF Liebherr Ochsenhausen deutscher Tischtennis-Pokalsieger geworden. Am Samstag unternehmen die TTF in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena den Versuch, die begehrte Trophäe zum fünften Mal nach Oberschwaben zu holen. Die Chancen für den derzeitigen Bundesliga-Zweiten sind durchaus realistisch, allerdings ist man mit drei starken Rivalen konfrontiert, darunter der amtierende Champions-League-Sieger Düsseldorf. Um als Pokalsieger die Halle zu verlassen, muss also schon alles passen und jeder Spieler muss einen optimalen Tag erwischen. Im Halbfinale treffen die TTF ab 11 Uhr auf den TTC Schwalbe Bergneustadt.

Keine Fans zugelassen

Bisher war man es gewöhnt, in Neu-Ulm vor gut gefüllten Rängen aufzuschlagen – zuletzt kamen circa 4600 Zuschauer zum Final Four. Diesmal sind coronabedingt keine Fans zugelassen. Es bleibt abzuwarten, wie die Teams mit dieser Situation zurechtkommen werden.

Vor einem Jahr hatten die TTF das entscheidende Quäntchen Glück nicht. Zwar konnte Ochsenhausen – trotz der verletzungsbedingten Aufgabe Hugo Calderanos – noch Boll und Co. im Halbfinale ausschalten. Im Endspiel fehlte der Brasilianer dann jedoch sehr, als man ein bitteres und unglückliches 2:3 gegen Außenseiter ASV Grünwettersbach hinnehmen musste. Die Badener sind auch diesmal wieder dabei, haben aber im Halbfinale die schwere Aufgabe gegen Düsseldorf vor der Brust.

Klarer Sieg in der Liga

Erstmals seit 2016 steht der TTC Schwalbe Bergneustadt wieder im Final Four, mit dem sich die TTF in der Vorschlussrunde ab 11 Uhr auseinandersetzen müssen. In der Bundesliga hatte Ochsenhausen Bergneustadt Anfang Dezember noch klar mit 3:0 besiegt, doch das zählt nicht, denn am Sonntag geht alles wieder bei Null los. Dann ist auch das wenig befriedigende 1:3 der TTF im ersten Ligaspiel des Jahres in Bad Königshofen, bei dem Hugo Calderano pausierte, Schnee von gestern.

Mit dem deutschen Nationalspieler Benedikt Duda, Spaniens Nummer eins Alvaro Robles, dem Ecuadorianer Alberto Mino und dem Österreicher Stefan Fegerl – in der Vorsaison noch für die TTF in der Box – kann Bergneustadt eine gute, ausgeglichen besetzte Truppe ins Pokalrennen schicken. Duda ist der stärkste Akteur, wobei dessen fulminantes Offensivspiel allerdings den TTF-Assen ganz gut liegt. Die Schwalben verfügen zudem mit der Formation Robles/Fegerl über ein ausgesprochen starkes Doppel.

TTF-Cheftrainer kann personell aus dem Vollen schöpfen

TTF-Cheftrainer Fu Yong, der versprochen hatte, dass seine Jungs es am Samstag in Neu-Ulm besser machen wollen als zuletzt in Bad Königshofen, kann personell aus dem Vollen schöpfen. Simon Gauzy, Kanak Jha, Samuel Kulczycki und Maciej Kubik sind fit und brennen auf das Turnier. Und natürlich Hugo Calderano, dem eine Pause gewährt worden war, um kleinere Blessuren auszukurieren und seinen Einsatz beim Final Four nicht zu gefährden. Der Weltranglistensechste ist sicher eine der großen Ochsenhauser Trumpfkarten beim hochrangig besetzten Pokalturnier.

Der 24-jährige Brasilianer hat wie Simon Gauzy mit den TTF zuletzt wettbewerbsübergreifend fünf Finals in Folge erreicht und dabei zwei Titel gewonnen. Calderano hätte nichts dagegen, am Samstag in das sechste Endspiel hintereinander einzuziehen und am Ende den dritten Titel einzutüten.

„Es wird ein schweres Spiel“

Der in der laufenden Bundesliga- und Pokalsaison noch ungeschlagene Brasilianer unterstreicht, dass ihm die Pause gutgetan habe und er gut erholt an den Tisch gehen könne. Zudem stimme ihn optimistisch, dass „die Atmosphäre im Team großartig“ sei. Vom Halbfinalgegner Bergneustadt hat er eine hohe Meinung und ist dennoch zuversichtlich. „Es wird ein schweres Spiel, Bergneustadt hat eine sehr starke Mannschaft. Im Einzel haben sie mit Benedikt Duda einen Topspieler, zudem sind sie im Doppel sehr stark aufgestellt“, sagt Calderano. „Aber das sind wir auch. Ich würde daher nicht sagen, dass wir zwangsläufig in den Einzeln gewinnen müssen. Wir werden alles geben und dann hoffentlich ins Finale einziehen.“ Der Weltklassespieler betont: „Wir haben lange warten müssen, um ein Finale zu erreichen. Nun wollen wir auf dieses Gefühl nicht mehr verzichten.“

Das Pokalfinale am 9. Januar:

In den Halbfinals treffen ab 11 Uhr die TTF Liebherr Ochsenhausen und der TTC Schwalbe Bergneustadt sowie der ASV Grünwettersbach und Borussia Düsseldorf aufeinander. Die Spiele sind im Internet auf Sportdeutschland.TV zu sehen. Die beiden Sieger tragen ab 15.30 Uhr das Finale aus. Dieses wird auf Sportdeutschland.TV und im Fernsehen auf Sport 1 übertragen.

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