TTF setzen Siegesserie fort

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 Die TTF Liebherr Ochsenhausen (hier Hugo Calderano) haben in der Tischtennis-Bundesliga den vierten Sieg in Folge eingefahren.
Die TTF Liebherr Ochsenhausen (hier Hugo Calderano) haben in der Tischtennis-Bundesliga den vierten Sieg in Folge eingefahren. (Foto: Archiv: Volker Strohmaier)
Schwäbische Zeitung

SV Werder Bremen – TTF Liebherr Ochsenhausen 1:3. Ergebnisse: Mattias Falck – Stefan Fegerl 3:1 (7:11, 11:2, 11:7, 11:7), Marcelo Aguirre – Hugo Calderano 0:3 (8:11, 10:12, 9:11), Kirill Gerassimenko – Simon Gauzy 2:3 (2:11, 5:11, 11:9, 11:8, 6:11), Mattias Falck – Hugo Calderano 0:3 (6:11, 5:11, 6:11)

Die TTF Liebherr Ochsenhausen haben in der Tischtennis-Bundesliga den vierten Sieg in Folge eingefahren. Mit dem 3:1-Erfolg beim SV Werder Bremen konnte der amtierende Meister und Pokalsieger erstmals in dieser Saison eine Topmannschaft, die um die Play-off-Plätze spielt, in die Schranken weisen. Mit nunmehr 8:4 Punkten haben sich die Ochsenhauser in die erweiterte Spitzengruppe gespielt, wobei sich schon jetzt der Eindruck verdichtet, dass sich sieben Teams um die vier Play-off-Plätze streiten werden. Die TTF gehören dazu.

Keine 140 Minuten benötigten Hugo Calderano und Kollegen, um sich beim SV Werder die Punkte zu schnappen. Matchwinner war der Weltranglistensechste Calderano, der beide Matches gewann. Vizeweltmeister Mattias Falck blieb komplett chancenlos gegen den Brasilianer. Das Schlüsselspiel war aber ein anderes. Simon Gauzys 3:2-Sieg über Kirill Gerassimenko war der Türöffner zum Erfolg.

Zum Auftakt hatte Falck Stefan Fegerl bezwungen. Fegerl hatte zwar den ersten Satz für sich verbucht, konnte dann aber keine Akzente mehr setzen. Umso wichtiger war der Ausgleich durch Calderano gegen den Paraguayer Marcelo Aguirre, der zwar alle drei Sätze relativ knapp gestalten konnte und dennoch keine echte Chance besaß. „Hugo machte eben die Punkte, wenn er sie brauchte, und schonte dabei noch Kräfte für das zweite Match gegen Falck“, analysierte TTF-Präsident Kristijan Pejinovic.

Simon Gauzy wieder hellwach

Simon Gauzy, der bei der Swedish Open vorzügliche Auftritte hatte, schien den ganzen Schwung von Stockholm mitgenommen zu haben. Jedenfalls machte sein Gegner Kirill Gerassimenko in den ersten beiden Sätzen keinen Stich. Doch dann schien sich das Blatt zu wenden, Gerassimenko holte sich die nächsten beiden Durchgänge und manche dachten nun, dass Gauzy, der auch noch an einer leichten Erkältung laborierte, die Luft ausgehen würde – doch es kam anders. Im Entscheidungssatz war der Ochsenhauser wieder hellwach und schnappte sich diesen mit 11:6. „Mit Blick auf die German Open und weil er gesundheitlich nicht voll auf der Höhe war, sollte Simon nur ein Spiel machen“, so Pejinovic. „Unsere Taktik ist aufgegangen, er hat das wichtige Match nach fast zu gutem Beginn und einem kleinen Zwischentief umgebogen und den wichtigen zweiten Punkt für uns geholt.“

Der Weg war frei für Hugo Calderanos Gala gegen Mattias Falck. Was der Brasilianer da spielte, bezeichnete nicht nur Pejinovic als Weltklasse. „Hugo spielte in überragender Form. Ich weiß ja, mit welchem Tempo er spielen kann, dennoch habe ich selten so viele Power-Bälle von ihm wie gegen Falck gesehen“, freute sich auch TTF-Cheftrainer Dmitrij Mazunov. „Das war toll und begeisternd. Ich wünsche ihm, dass er diese Form auch bei den German Open halten kann.“ Gauzys Sieg gegen Gerassimenko war nach Ansicht von Mazunov vorentscheidend. „Als es eng wurde, hat Simon einen kühlen Kopf bewahrt und die Taktik ein kleines bisschen geändert“, sagte der TTF-Cheftrainer. „Schon lief es wieder und er konnte diesen für uns so wichtigen Punkt machen, der natürlich auch psychologisch günstig für Hugo und dessen Match gegen Falck war.“

„Das waren wichtige Punkte gegen einen Play-off-Kandidaten“, so das Fazit von Kristijan Pejinovic. „Dennoch ist es eine besondere, schwierige Saison schon wegen der Fokussierung der Spieler auf Olympia.“ Die Stimmung in der Mannschaft sei auf jeden Fall nach den letzten Erfolgen sehr positiv und es sei ein Schwung da, der so lange wie möglich mitgenommen werden soll. Die Spieler sowie der Trainer und der Präsident blieben am Montag gleich in der Hansestadt, in der seit Dienstag bereits die hochkarätig besetzten German Open laufen.

SV Werder Bremen – TTF Liebherr Ochsenhausen 1:3. Ergebnisse: Mattias Falck – Stefan Fegerl 3:1 (7:11, 11:2, 11:7, 11:7), Marcelo Aguirre – Hugo Calderano 0:3 (8:11, 10:12, 9:11), Kirill Gerassimenko – Simon Gauzy 2:3 (2:11, 5:11, 11:9, 11:8, 6:11), Mattias Falck – Hugo Calderano 0:3 (6:11, 5:11, 6:11)

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