TTF peilen nächsten Heimsieg an

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 Die TTF Liebherr Ochsenhausen (hier Simon Gauzy) treffen am Sonntag in Ehingen auf Grenzau.
Die TTF Liebherr Ochsenhausen (hier Simon Gauzy) treffen am Sonntag in Ehingen auf Grenzau. (Foto: SZ- VS)
Schwäbische Zeitung

Die Aufgebote

Ochsenhausen: Simon Gauzy (Alter: 23 Jahre/Nationalität: FRA, Bundesliga-Saisonbilanz: 3:4), Hugo Calderano (22/BRA/2:3), Stefan Fegerl (29/AUT/2:2), Jakub Dyjas (22/POL/4:0). Doppel: Dyjas/Fegerl (1:0), Calderano/Fegerl (1:0).

Grenzau: Kirill Gerassimenko (21/KAZ/5:3), Mihai Bobocica (32/ITA/3:2), Anders Lind (19/DEN/0:3), Marcelo Aguirre (25/PAR/0:2). Doppel: Bobocica/Lind (0:1).

Nach einer kreativen Pause von 14 Tagen sind die TTF Liebherr Ochsenhausen wieder in der Tischtennis-Bundesliga gefordert. In der neuen JVG-Halle in Ehingen empfangen die TTF am Sonntag, 14. Oktober, 15 Uhr, den TTC Zugbrücke Grenzau. Das Ziel der Gastgeber ist klar: Der nächste Heimsieg soll her.

Drei Erfolge in der Liga, einen im Pokalwettbewerb – das ist die Bilanz der Tischtennisfreunde in der laufenden Saison und genau so soll es auch weitergehen. Im Moment steht Ochsenhausen in der Liga bei 8:2 Zählern und zog zuletzt, am spielfreien Wochenende, nach Minuspunkten mit Spitzenreiter Düsseldorf gleich, der in Gummersbach gegen die Bergneustädter Schwalben seine erste Saisonniederlage kassierte. Dagegen hat Mühlhausen gewonnen und ist nun punktgleich mit den TTF.

Umso wichtiger ist es für Ochsenhausen, am Sonntag gegen den Tabellenachten Grenzau nichts anbrennen zu lassen, um Teil des Spitzentrios zu bleiben. Im Gegensatz zum Rekordmeister aus Düsseldorf haben die Oberschwaben zuletzt gegen Bergneustadt gewonnen und die Spielpause genutzt, um hoch konzentriert zu trainieren.

Stärker als in der Vorsaison

Der TTC Grenzau ist auf jeden Fall klar besser als in der vergangenen Saison aufgestellt, hat in der laufenden Runde bereits zwei Spiele gewonnen und sich am vergangenen Sonntag beim 3:1 über Grünwettersbach in sehr guter Form präsentiert. Das Team aus dem Westerwald zu unterschätzen, wäre ein großer Fehler.

Grenzau, da war doch was? Aufmerksame Beobachter der Bundesliga erinnern sich. In der vergangenen Spielzeit, als die TTF Vizemeister wurden und die Grenzauer bis zum Schluss vom letzten Platz nicht wegkamen, standen sich beide Teams in der Ochsenhauser Dr.-Hans-Liebherr-Halle gegenüber. Der Außenseiter bestritt im November 2017 sein mit Abstand bestes Saisonspiel und besiegte Ochsenhausen überraschend mit 3:2 – dank eines Kirill Gerassimenko in Top-Form und eines Kou Lei, dem an diesem Tag alles gelang. Kou Lei ist zwar nicht mehr dabei, dafür bietet Grenzau drei andere Akteure auf, die das Team eindeutig stabilisierten. Zudem ist der 21-jährige Gerassimenko wieder ein ganzes Stück besser und vor allem konstanter geworden, womit klar ist, dass die Oberschwaben am Sonntag vom ersten Ball an alles auspacken müssen, um die Punkte zu behalten. Gerassimenko hat derzeit eine positive Bundesliga-Saisonbilanz und spielt – anders als in der vergangenen Saison – in der Liga inzwischen genauso gut wie bei internationalen Turnieren. Der junge Kasache, derzeit Nummer 35 der Welt, ist zu einem Bundesliga-Einser geworden. Ihm zur Seite steht der erfahrene Mihai Bobocica, in Rumänien geborener italienischer Staatsbürger, einer der drei Neuen bei Grenzau.

Bobocica kennt man in Ochsenhausen gut, trug er doch in der Saison 2007/08 als 21-Jähriger das TTF-Trikot. Auch Bobocica hat bisher eine positive Saisonbilanz. Die beiden anderen TTC-Profis – der dänische Linkshänder Anders Lind (19 Jahre) und der Paraguayer Marcelo Aguirre (25) – warten noch auf ihren ersten Sieg in der laufenden Bundesliga-Saison.

Mit den Fans im Rücken wollen die TTF am Sonntag abermals gewinnen – zumal die TTF mehrere gute Doppel-Kombinationen in der Hinterhand haben, wenn es eng werden sollte. Auszuschließen ist ein knappes Ergebnis nicht, denn bei Ochsenhausen rechnet man damit, dass am Sonntag ein sperriger Gegner in Ehingen seine Visitenkarte abgeben wird.

Ochsenhausens Trainer Dmitrij Mazunov ist weit davon entfernt, den TTC Grenzau auf die leichte Schulter zu nehmen. „Grenzau ist dieses Jahr deutlich stärker als letztes Jahr“, sagt Mazunov. „Alle vier Spieler stehen unter den Top 100 der Welt und gerade Anders Lind ist zudem ein sehr guter Doppelspieler.“ Dennoch sind auch die Westerwälder schlagbar. „Wir sind nach dem spielfreien Wochenende frisch und haben uns für die nächsten Wochen gut vorbereitet“, so der TTF-Cheftrainer. „Es wird ein schweres Spiel, aber wir haben das Selbstvertrauen und eine breite Brust.“

Die Aufgebote

Ochsenhausen: Simon Gauzy (Alter: 23 Jahre/Nationalität: FRA, Bundesliga-Saisonbilanz: 3:4), Hugo Calderano (22/BRA/2:3), Stefan Fegerl (29/AUT/2:2), Jakub Dyjas (22/POL/4:0). Doppel: Dyjas/Fegerl (1:0), Calderano/Fegerl (1:0).

Grenzau: Kirill Gerassimenko (21/KAZ/5:3), Mihai Bobocica (32/ITA/3:2), Anders Lind (19/DEN/0:3), Marcelo Aguirre (25/PAR/0:2). Doppel: Bobocica/Lind (0:1).

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