TTF lassen auch gegen Bergneustadt nichts anbrennen

Ochsenhausens Samuel Kulczycki bezwang den deutschen Nationalspieler Benedikt Duda.
Ochsenhausens Samuel Kulczycki bezwang den deutschen Nationalspieler Benedikt Duda. (Foto: Nicolai Schaal/TTF)
Schwäbische Zeitung

Die TTF Liebherr Ochsenhausen haben auch ihr sechstes Spiel in der Tischtennis-Bundesliga in dieser Saison gewonnen. Beim 3:0-Heimsieg ließen sie dem TTC Schwalbe Bergneustadt keine Chance.

Ein leichtes Auftaktprogramm hatten die TTF nicht – dennoch sechs Siege, 12:0 Punkte. Das hätte vor Saisonbeginn eigentlich niemand erwartet, zumal die Personaldecke in der Vorrunde ja etwas angespannt ist – Can Akkuzu steigt bekanntlich erst in der Rückrunde ein (SZ berichtete). Schaut man sich die aktuellen Einzelbilanzen an, erkennt man, dass hier echtes Teamwork vorherrscht: Gauzy 4:2, Jha 7:2, Kulczycki 4:2, dazu gesellt sich eine makellose 3:0-Doppelbilanz.

Trotz des anstrengenden Derbys gegen Neu-Ulm am Freitagabend waren Simon Gauzy, Samuel Kulczycki und Kanak Jha gegen Bergneustadt wieder auf den Punkt voll da und absolut fokussiert. Man kann durchaus davon sprechen, dass sie den hochkarätigen Gegner, am Freitag noch lockerer 3:0-Sieger in Bad Homburg, schwindelig spielten, einen Gegner, dessen Kader ohne Frage Play-off-Format hat. TTF-Präsident Kristijan Pejinovic brachte es auf den Punkt: „Die Jungs machen zurzeit einfach Spaß und sie haben Spaß, bei dem, was sie machen und wie sie es machen.“

So gehen die TTF mit 12:0 Punkten gleichauf mit Spitzenreiter Düsseldorf auf Rang zwei in die einmonatige Bundesligapause. Nach den nun folgenden großen Turnieren einschließlich der Europameisterschaften werden die Ochsenhauser wieder am 8. Oktober aufschlagen. Der Gegner heißt Fulda-Maberzell, ein Team, das mit 8:2 Zählern ebenfalls toll in die Saison gestartet ist. Gespielt wird in Fulda. Zwei Tage später folgt dann das schwere Pokal-Achtelfinalspiel in Saarbrücken.

Gegen Bergneustadt besiegte Simon Gauzy zum Auftakt den Ecuadorianer Alberto Mino mit 3:1 und hatte über weite Strecken das Heft in der Hand. Der auch psychologisch extrem wichtige Punkt zum 2:0 gelang dem diesmal an Position zwei nominierten Samuel Kulczycki, der trotz zwischenzeitlichem 1:2-Satzrückstand den Führungsspieler der Schwalben, den deutschen Nationalspieler und Weltranglisten-44. Benedikt Duda in fünf Durchgängen besiegen konnte. Eine feine Leistung des 19-jährigen Ochsenhausers gegen einen Topspieler der Bundesliga. Kanak Jha, wieder so stark wie in den vergangenen Wochen, machte den Sack zu und ließ dem Spanier Alvaro Robles keinen Satzgewinn.

„Wir sind natürlich sehr, sehr glücklich, da wir jetzt schon sechs Spiele in Folge gewonnen haben. Mein heutiger Gegner, Alberto Mino, ist nicht so leicht zu spielen, ich konnte mich im Lauf des Matchs aber gut auf ihn einstellen und habe am Ende recht souverän gewonnen“, sagte Simon Gauzy. „Eine Pause gibt es für mich nicht, jetzt geht es weiter mit den großen Turnieren. Ich hoffe, dass ich fit zurückkomme und wir als Team ab Oktober an unsere Erfolgsserie anknüpfen können.“

„Wir haben heute wieder als Team eine tolle Leistung gebracht. Das ist es, was am meisten zählt“, sagte Samuel Kulczycki. „Das Spiel gegen Duda war sehr schwer, er ist ein äußerst guter Spieler. Umso mehr freue ich mich, dass ich trotz des 1:2-Rückstands noch gewinnen konnte. Ich denke, ich habe recht gut gespielt.“

Die ganze Mannschaft spiele zurzeit sehr gut und das mache ihn sehr glücklich, so Kanak Jha. „Es war heute ein überzeugender Sieg für uns. Besonders die Leistung von Samuel gegen Duda war richtig stark“, sagte er weiter. „Alvaro und ich kennen uns sehr gut, denn er kommt oft zum Training nach Ochsenhausen. Normal ist es nicht einfach, ihn zu schlagen, aber ich war heute in sehr guter Form.“

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