Die TTF Liebherr Ochsenhausen erwartet mit Fulda-Maberzell (hier Ruwen Filus) ein hochkarätig besetzter Gegner im Play-off-Halb
Die TTF Liebherr Ochsenhausen erwartet mit Fulda-Maberzell (hier Ruwen Filus) ein hochkarätig besetzter Gegner im Play-off-Halbfinale. (Foto: Carmen Jaspersen/dpa)
Schwäbische Zeitung

Keine 48 Stunden nach dem Halbfinalrückspiel in der Tischtennis-Champions-League in Düsseldorf stehen die TTF Liebherr Ochsenhausen vor einem weiteren „Spiel der Spiele“. In der Dr.-Hans-Liebherr-Halle stellt sich der Bundesliga-Zweite Fulda-Maberzell am Sonntag, 15 Uhr, zum ersten Play-off-Halbfinale vor.

Es handelt sich um die einzige Chance, in diesem Wettbewerb vor heimischer Kulisse etwas zu bewegen, da ein mögliches drittes Spiel in Fulda ausgetragen wird und das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft am 26. Mai in Frankfurt am Main über die Bühne geht. Deshalb wollen die Oberschwaben unbedingt einen Sieg vorlegen. Der würde das Selbstbewusstsein für das Rückspiel sechs Tage später in Fulda erhöhen – eine gegebenenfalls erforderliche dritte Partie würde am 21. April stattfinden.

Mit den Defensiv-Assen Wang Xi und Ruwen Filus sowie dem dänischen Linkshänder Jonathan Groth, in der Liga sogar Timo Boll besiegt hat, ist der Gast aus Hessen hochkarätig besetzt Es ist ein klassisches 50:50-Spiel, bei dem voraussichtlich Nuancen den Ausschlag über Sieg oder Niederlage geben werden.

Unglückliches Ende

Die TTF wollen und müssen etwas gutmachen – die vergangene Saison mit ihrem unglücklichen Ende ist noch nicht vergessen. Fulda war lange der Angstgegner der TTF Liebherr Ochsenhausen. In der Bundesliga hatte man die Osthessen im August 2015 geschlagen und dann gab es lange Zeit nur noch Niederlagen. 2015/16 hatte man in der Rückrunde in Fulda verloren und 2016/17 zog man gegen Wang Xi und Co. gleich viermal den Kürzeren. Zwei Vier-Stunden-Partien in der Punktrunde – beide unglücklich mit 2:3 verloren – standen zwei deutliche Niederlagen in den Play-off-Halbfinals gegenüber. Nach dem 0:3 in Ochsenhausen und dem anschließenden 1:3 in Fulda waren die TTF-Spieler konsterniert, hatten sie doch darauf gesetzt, ein drittes Match in der Dr.-Hans-Liebherr-Halle zu erzwingen. Personifiziert wurde die schwarze Serie gegen Maberzell in Ruwen Filus, der in der letzten Saison eine gigantische 7:0-Bilanz gegen Ochsenhausen erspielte.

Doch in der ersten Vorrunden-Partie der laufenden Saison, die noch mit einer denkbar knappen 2:3-Niederlage endete, nahm Hugo Calderano Filus endlich den Mythos der Unbesiegbarkeit. Und im Bundesliga-Rückspiel in Fulda überwanden endlich auch die TTF als Team den „Fulda-Fluch“ und siegten mit 3:2. Calderano schlug erneut Filus und im zweiten Durchgang gelang dieses Kunststück auch noch Yuto Muramatsu, der im Defensiv-Duell mit 3:0 erfolgreich war.

Cheftrainer Dubravko Skoric zeigt sich vorsichtig optimistisch: „Ich glaube, dass wir es schaffen können.“ Einfach werde es nicht. „Natürlich wird es wieder ein ganz anderes Spiel gegen Fulda als am Freitag in Düsseldorf und sicher wird es nicht leichter werden“, so Skoric. „Wir haben jetzt als Mannschaft einige Monate nicht mehr gegen Abwehr gespielt und unser Gegner hat zwei Top-Abwehrspieler.“ Dies sei jedoch kein Grund zum Pessimismus.

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