SZ-Leser kochen mit den Tischtennisprofis

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Allzu oft steht Dmitrij Mazunov, Cheftrainer des Tischtennis-Bundesligisten TTF Liebherr Ochsenhausen, nicht in der heimischen Küche. „Das ist zeitlich einfach schwierig, deshalb kocht in der Regel meine Frau.“ Aber in Katar, wo der 47-Jährige drei Jahre lang als Trainer tätig war, habe er in Sachen Kochen doch einiges gelernt. Vor allem Hühnersuppe. „Steffen Fetzner hat sie jedes Mal mit Genuss gegessen, da lachen wir heute noch drüber“, sagt Mazunov. Insofern war der Anblick des TTF-Cheftrainers in der Küche des Gasthof Adler in Ochsenhausen zwar ein ungewohnter, Mazunov wusste beim Kochkurs – eine Aktion der AOK und der Schwäbischen Zeitung – aber durchaus, was zu tun war. Zwölf SZ-Leser kochten gemeinsam mit Mazunov und TTF-Profi Jakub Dyjas unter Anleitung der Diätassistentin Gudrun Mack in der Adler-Küche leckere Mahlzeiten für den ganzen Tag.

Bevor Mazunov und Dyias die Tischtennis- gegen die Herdplatte tauschen durften, informierte Gudrun Mack über Grundlegendes in Sachen Ernährung. Allen voran über die Ernährungspyramide, die mit Symbolen, Ampelfarben und Portionsbausteinen eine Orientierung bei der Ernährung im Alltag sein kann. „Die Ernährungspyramide ist das A und O“, sagte Mack. Auch für Sportler, wobei diese in der Regel vor allem deutlich mehr Flüssigkeit zu sich nähmen. Und Jakub Dyjas ergänzte, dass Obst, Gemüse und Fleisch für die Tischtennisprofis sehr wichtig seien. Für sechs bis sieben Stunden Sport am Tag brauche man schließlich Energie. Neben dem Tischtennis stehen für Dyjas und Co. auch Laufen, Radfahren, Basketball und Fitnesseinheiten auf dem Programm.

Ein „Top-Menü“ für Sportler sei ein Apfel-Bananen-Müsli mit Walnüssen, erklärte Gudrun Mack. Auch Folienkartoffeln mit Kräuterquark und Pfannengemüse mit Schweinefleisch seien zu empfehlen. Nahrungsergänzungsmittel brauche es hingegen nicht. Deren Wirkung, so Mack, könne oft nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden. Dann erklärte die Diätassistentin, was die Teilnehmer an diesem Abend in der Küche erwartet und präsentierte eine Liste an Gerichten, die gesund durch den Tag begleiten können: Frühstücks-Shake mit Birne und Banane, gebratene Champignons mit Pinienkernen, Rote Linsensuppe mit Kokosmilch, Türkische Paprika aus dem Backofen, Lachspfanne mit Basilikum, Hackfleischauflauf, Kräuterhähnchen auf mediterranem Gemüse mit Kartoffeln.

In Gruppen machten sich die Teilnehmer daran, die verschiedenen Gerichte zuzubereiten. Hilde Moser aus Mittelbiberach hatte sich gemeinsam mit Dmitrij Mazunov und Armin Steigmiller, Leiter des AOK-Kundencenters in Ochsenhausen, die gebratenen Champignons mit Pinienkernen ausgesucht. Während Mazunov noch scherzhaft angemerkt hatte, er könne nur „mental unterstützen“, lobte Moser ihr Team. „Das funktioniert super.“

Kochkurs als Geburtstagsgeschenk

Jakub Dyjas kümmerte sich mit Corinna Jehle und deren Opa Hermann Föhr um die Türkischen Paprika aus dem Backofen. Generationenübergreifendes Kochen, das den drei sichtlich Spaß machte. „Es klappt perfekt“, sagte Corinna Jehle, die mit ihrem Opa auch regelmäßig Spiele der TTF Liebherr Ochsenhausen besucht. Die Teilnahme am Kochkurs mit ihrem Opa hatte sie von ihrer Oma zum Geburtstag geschenkt bekommen. Zwei Stunden lang wurde an diesem Abend in der Adler-Küche gehackt, gehobelt, geschnitten, geschält und gebraten. Und zur Belohnung kamen die fertigen Gerichte später auf den Tisch und wurden gemeinsam gegessen. Hilde Moser, die schon öfter bei AOK-Kursen mitgemacht hat, lobte: „Mir gefällt es jedes Mal, die Rezepte sind einfach und können später gut selbst gekocht werden.“

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