SV Ochsenhausen beendet Durststrecke

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 Alexander Ziesel hatte mit zwei Treffern großen Anteil am Erfolg des SV Ochsenhausen gegen die SG Kißlegg.
Alexander Ziesel hatte mit zwei Treffern großen Anteil am Erfolg des SV Ochsenhausen gegen die SG Kißlegg. (Foto: Christian Metz)

SV Ochsenhausen – SG Kißlegg 3:2 (1:1). SVO: Besenfelder – Martin (73. Bendel), Kaiser, Denzel, Ludwig – Mayer, Flontas (86. Rosu), M. Wild (89. Bek), O. Wild – Ziesel (82. Villinger), Kesici. Tore: 1:0 O. Wild (19.), 1:1 Schneider (20.), 1:2 Thanner (52.), 2:2, 3:2 Ziesel (53., 80.). Bes. Vork.: Gelb-Rot für Kißleggs Hartwig (87./wiederholtes Foulspiel). SR: Adelsberger (Eggenrot). Z.: 100.

Mit einem verdienten 3:2 (1:1)-Arbeitssieg gegen die SG Kißlegg hat der SV Ochsenhausen seine Durststrecke in der Fußball-Landesliga beendet und nach fünf Niederlagen wieder einen Erfolg gefeiert.

Die Gäste aus dem Allgäu, die als abgeschlagenes Schlusslicht nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt besitzen, boten dem SVO über 90 Minuten Abstiegskampf pur. Und Ochsenhausen nahm den Kampf an. „Wir wussten, dass Kißlegg alles in die Waagschale wirft und kämpferisch stark ist. Die sind abgeschlagen mit fünf Punkten, eigentlich weg. Daher ein Kompliment an den Willen, den sie auf dem Platz zeigen“, zog SVO-Spielertrainer Oliver Wild den Hut vor den Gästen, lobte gleichzeitig aber auch seine Mannschaft: „Man muss viel Geduld haben und die haben wir heute gehabt.“

Nachdem Oliver Wild (10.) nach starker Vorarbeit von Frank Martin und Neuzugang Burak Kesici (14.) zunächst den Führungstreffer vergeben hatten, erzielte Spielertrainer Wild mit einem gefühlvollen Lupfer nach 19 Minuten das verdiente 1:0. Michael Wild hatte den Ball auf Kesici gechipt, der den Ball per Kopf in den Lauf von O. Wild verlängert. Doch nur wenige Sekunden später folgte die Ernüchterung: Martin verschätzte sich bei einem langen Ball, sodass Maik Aschenbrenner in aller Ruhe flanken und SG-Kapitän Marcel Schneider ungehindert zum Ausgleich einschieben konnte.

Schnelle Ernüchterung

„Wir müssen 2:0 führen und haben wirklich ordentlich gespielt. Mit dem 1:1 war dann schon wieder die Verunsicherung zu spüren, aber das ist klar in unserer Phase“, analysierte O. Wild. Erst in der 34. Minute kam Ochsenhausen wieder gefährlich vors Gästetor, doch O. Wilds Schuss nach Kesici-Zuspiel klärte Kißleggs Jörg Weiland auf der Linie. In der 40. Minute tauchte Schneider erneut gefährlich vor dem SVO-Tor auf. Auf der Gegenseite vergab Kesici aus spitzem Winkel, sodass es mit dem Unentschieden in die Kabinen ging.

Nach der Pause fand der SVO nur mühsam ins Spiel und brachte sich dann selbst in Bedrängnis. Aus einer harmlosen Situation entstand zunächst eine unnötige Ecke und dann das 1:2 (52.). Schneiders Eckball landete nach einer Kopfballverlängerung am langen Pfosten bei Jonas Thanner, der den Ball über die Linie drückte. Dieses Mal hatte Ochsenhausen eine schnelle Antwort parat. Nach langem Ball von Andreas Flontas setzte sich Alexander Ziesel auf der rechten Seite durch. Seine scharfe Hereingabe fälschte Fabian Nadig ins eigene Tor ab – 2:2 (53.).

Starker Auftritt von Mayer

Nach diesem Doppelschlag wollte beiden Mannschaften im Spiel nach vorne lange Zeit nichts mehr viel gelingen. Stattdessen wartete das Kellerduell mit einigen Nickeligkeiten auf. Die Gelbe-Karten-Bilanz lautete am Ende 5:3 für Ochsenhausen. Mit einem Distanzschuss von M. Wild näherte sich der SVO in der 76. Minute erstmals wieder dem gegnerischen Tor. Und dann folgten zwei starke Auftritte von David Mayer auf der linken Seite. In der 79. Minute scheiterte er noch mit einem Schuss aus spitzem Winkel, doch eine Minute später setzte er sich stark durch und bediente Ziesel, der per Direktabnahme einen Doppelpack schnürte. Mayer hatte nach seinem letzten Startelfeinsatz im November beim 8:0 gegen Dotternhausen einige Monate pausiert und stand erstmals wieder in der Startelf. „Er ist ein wichtiger Eins-gegen-Eins-Spieler auf der Außenbahn, den man gegen Gegner braucht, die so tief stehen“, lobte O. Wild den Rückkehrer.

Nächstes Kellerduell folgt

Kißlegg stemmte sich in der Schlussphase mit aller Macht gegen die Niederlage, Ochsenhausen leistete sich jedoch keine Nachlässigkeit mehr und profitierte zudem von einer Gelb-Roten Karte gegen Kißleggs Christian Hartwig (87.). „Die Mannschaft hat dann alles reingehauen und mit aller Macht den Vorsprung verteidigt. Und über 90 Minuten geht der Sieg auch in Ordnung“, so O. Wild, der bereits den Blick auf das Heimspiel am Gründonnerstag, 18. April, 18 Uhr, richtet: „Wir wollen jetzt gegen Altheim nachlegen und ich bin guter Dinge, dass die Mannschaft da selbstbewusst auftritt, der letzte Ball wieder konsequenter kommt und die Chancen noch besser genutzt werden.“ Der nächste Gegner FV Altheim belegt nach der 0:3-Pleite in Leutkirch mit 21 Punkten als Dreizehnter den ersten Abstiegsplatz, während sich Ochsenhausen (27 Punkte) auf den zehnten Platz verbesserte.

SV Ochsenhausen – SG Kißlegg 3:2 (1:1). SVO: Besenfelder – Martin (73. Bendel), Kaiser, Denzel, Ludwig – Mayer, Flontas (86. Rosu), M. Wild (89. Bek), O. Wild – Ziesel (82. Villinger), Kesici. Tore: 1:0 O. Wild (19.), 1:1 Schneider (20.), 1:2 Thanner (52.), 2:2, 3:2 Ziesel (53., 80.). Bes. Vork.: Gelb-Rot für Kißleggs Hartwig (87./wiederholtes Foulspiel). SR: Adelsberger (Eggenrot). Z.: 100.

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