SPD-Kandidat wirbt in Ochsenhausen für Europa

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 Erwin Wiest (von rechts), Jennifer Gelück (Spitzenkandidatin für die Kreistagswahl), Europakandidat Matthias Lamprecht, Vorsitz
Erwin Wiest (von rechts), Jennifer Gelück (Spitzenkandidatin für die Kreistagswahl), Europakandidat Matthias Lamprecht, Vorsitzende Sophie Gunderlach, Karl Hagel und Sebastian Wormser haben mit den anwesenden Zuhörern debattiert. (Foto: SPD Ortsverein Ochsenhausen-Illertal)
Schwäbische Zeitung

Der SPD-Kandidat für die Europawahl, Matthias Lamprecht, hat bei seiner Vorstellung in Ochsenhausen mit einigen Europamythen aufgeräumt. So rechnete der 31-jährige promovierte Physiker vor, wie ein Euro Förderung aus EU-Mitteln mit der Zugabe eines Euros aus dem jeweiligen Empfängerland zu einer Investition von bis zu zwei Euro Wertschöpfung führe, wovon auch die exportstarke Region mit Hinblick auf die hiesigen Gewerbesteuerzahler profitiere.

Als zentrales Element Europas stellte der Wahl-Ulmer den Frieden in den Vordergrund – gerade mit Blick auf das Brexit-Chaos in Großbritannien. Stabilität in der Politik garantiere den Wohlstand Deutschlands und Wohlstand schütze den Sozialstaat, so der Physiker laut einer Mitteilung. „Die EU hat uns über 70 Jahre Frieden beschert, dies ist mit dem Blick auf die europäische Geschichte einmalig“, führte Lamprecht aus. „Die Europawahl im Mai ist eine Schicksalswahl.“ Er fragte die Anwesenden, ob sie auch nach den Wahlen in einem friedlichen, sozialen und nachhaltigen Europa leben wollten oder in einem Europa der Hetzer und des Hasses. Matthias Lamprecht forderte auch einen länderspezifischen europäischen Mindestlohn und für Deutschland einen Mindestlohn von zwölf Euro. Der Europäer setze auch auf Umweltschutz im Einklang mit den wirtschaftlichen Interessen, so seine Ausführungen.

Befürworter des Klimastreiks

Er begrüße die Proteste der Schüler für den Klimaschutz. In Ulm habe er mit ein paar Mitstreitern zudem eine Demonstration gegen die sogenannten Upload-Filter als Teil der Urheberrechtsreform organisiert. Der Europakandidat forderte in Ochsenhausen auch eine Reform der Institutionen der EU, wobei ihm eine Stärkung des Europäischen Parlaments ein besonderes Anliegen sei.

Darüber hinaus wurden Themen wie schnelleres Internet im ländlichen Raum und künstliche Intelligenz angesprochen. Der Abend, der auf Einladung der Ochsenhauser SPD-Vorsitzenden Sophie Gunderlach und des Biberacher Vorsitzenden Simon Özkeles erfolgt war, klang nach einer Diskussion mit den Zuhörern zur Zukunft Europas aus.

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