Segensbrett statt Vatertagswanderung

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 Gemeindereferent Robert Gerner vor den Segenbretter in der Basilika Ochsenhausen.
Gemeindereferent Robert Gerner vor den Segenbretter in der Basilika Ochsenhausen. (Foto: Alexandra Abt)
Schwäbische Zeitung

Nachdem ab dem 8. März alle Gottesdienste abgesagt worden sind, und somit auch die Kinderkirchen und Familiengottesdienste, wurde in vielen Gemeinden schnell nach Lösungen gesucht, wie nun Gottesdienste für Familien weiter gefeiert werden könnten. Auch am Vatertag – als Ersatz für die traditionelle Wanderung.

„Familien im Kleinen – Kirche als Familie“ war ein Schlagwort, das Gemeindereferent Robert Gerner von einer Freundin gehört hatte und seither mit viel Engagement in der Seelsorgeeinheit St. Benedikt in Ochsenhausen umsetzt. Schon vor und während der Kar- und Ostertage bekamen Familien über einen E-Mail-Verteiler Gottesdienstimpulse zugesandt, die sich zu Hause umsetzen ließen. Diese orientierten sich an Gebeten und Ritualen, die die Kinder aus der Kinderkirche und den Familiengottesdiensten kennen.

Auch die Erstkommunionkinder wurden in das Konzept integriert, damit sie so ihren Weg in Richtung Erstkommunion weitergehen können und das Ziel trotz der Terminverschiebung nicht aus den Augen verlieren. Aufgrund der positiven Resonanz bekommen die Familien der Gemeinde weiterhin jeden zweiten Sonntag Gottesdienstimpulse zugesandt, die inzwischen von den Kinderkirchen- und Familiengottesdienst-Teams der Seelsorgeeinheit vorbereitet werden. Zusätzlich sind auch das Familienforumteam, die Gruppe Kapellenklang und der Katholische Kindergarten in die Ausarbeitung und Umsetzung involviert.

Am vergangenen Vatertag gab es eine besondere Aktion des Familienforums. Da die schon traditionelle Vatertagswanderung zu einer der Kapellen der Seelsorgeeinheit nicht möglich war, gab es die Aktion „Segensbrett“. Die 44 teilnehmenden Familien bekamen Material sowie eine Bastelanleitung, Segensgebete und Sprüche für das Brett zur Verfügung gestellt, um dann zu Hause bei einem Vatertagsgottesdienst ein persönliches Segensbrett zu gestalten.

Im Laufe des Tages konnten die Familien ihre Segensbretter in ihre jeweilige Kirche bringen. Dort wartete ein Namensschild, eine Geschichte und ein Fläschchen mit Weihwasser und lud zu einem kurzen Verweilen ein. Die Segensbretter hängen und stehen in den nächsten Tagen in den Kirchen, werden dort von den Pfarrern gesegnet und können auch besichtigt werden. Danach kehren sie zurück in die Familien und sollen dann, gerade in der jetzigen schweren und unsicheren Zeit, ein Segen für die Familien und auch für die ganze Seelsorgeeinheit sein.

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