Schüler lassen Queen-Hits wieder aufleben

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 Beim Schulkonzert des Gymnasiums Ochsenhausen haben die jungen Musiker ihr Können unter Beweis gestellt.
Beim Schulkonzert des Gymnasiums Ochsenhausen haben die jungen Musiker ihr Können unter Beweis gestellt. (Foto: Gymnasium Ochsenhausen)
Schwäbische Zeitung

Pop, Klassik und Swing – in diesen Bereichen haben die fünf Musikensembles des Gymnasiums Ochsenhausen beim Schulkonzert ihr Können unter Beweis gestellt. Den Auftakt machte der musikalische Nachwuchs. Unter der Leitung von Sonja Besler (Big Band) und Ulrike Hänle (Chor) musizierten und sangen die Schüler der Big Band Youngsters und des Unterstufenchors „Young Voices“.

Die jungen Instrumentalisten präsentierten laut Mitteilung mit den bekannten „Tequila“ von Chuck Rio unter anderem die ersten Früchte ihres Improvisationstrainings. In dem witzigen Song „Fly Linda, Fly“, welcher die Geschichte von einer im Auto gefangenen Fliege erzählt, überzeugten die Unterstufenschüler mit Sangesfreude und klaren Stimmen.

Das Jugendsinfonieorchester Ochsenhausen entführte die Zuhörer ins Reich der klassischen Musik. Verena Stei und der an diesem Abend nicht anwesende Michael Strele hatten mit den Musikern ein Konzert in C-Dur des weniger bekannten Bach-Zeitgenossen Francesco O. Manfedini einstudiert. Die beiden Solotrompeter Jerôme Lörz und Jan Högerle ließen den höfischen Glanz des Stücks zur Entfaltung kommen und brillierten mit sicherem Ansatz gerade in den auf Fanfaren angelegten Passagen.

Eine Stimmung der anderen Art erzeugte Marie Frey an der Violine. Das elegische Thema aus Steven Spielbergs Film „Schindler’s List“ spielte die Oberstufenschülerin mit Hingabe technisch sauber. Hier sei zudem das Orchester lobend erwähnt, das auch in den Bläsern die schwierigen ruhigen Passagen sicher meisterte.

Nach der Pause ging es für das Publikum rockig weiter: Der Auftritt des Oberstufenchors unter der Leitung von Sonja Besler stand ganz im Zeichen der Band „Queen“. So wurden die Besucher des Konzerts auch gleich eingespannt, indem sie mit Hand und Fuß den populären Rhythmus von „We will rock you“ unterstützten.

Gesanglich überzeugend war die Darbietung von „Bohemian Rhapsody“. Das Stück fordert in seiner Vielgestaltigkeit einem Chor einiges ab. Diese Herausforderung meisterten die jungen Sängerinnen und Sänger mit stimmlicher Präsenz und Dramaturgie. Der fehlende Bass einer Band wurde durch den schwungvollen Einsatz der Chorleiterin am Klavier wettgemacht.

Traditionell bildet die Big Band am Gymnasium den Schlusspunkt der Konzerte. War das Vorangegangene vielleicht eher ruhig, sollte es jetzt für das Publikum ungemütlich werden, versprach der Leiter des Ensembles, Christian Neuburger. Mit den fetzigen Latin-Titeln wie „Mambo Hot“ oder „Vehicle“ ließen die Musiker seinen Worten Taten folgen. Zum Abschluss gab es mit „New York“ dagegen eine etwas ruhigere Nummer, die mit viel Applaus bedacht wurde.

„Das Konzert spannt einen Bogen von den Kleinen mit ihren ersten Improvisationsversuchen bis zu den älteren Musikern, die das Improvisieren schon richtig gut beherrschen“, kommentierte Schulleiterin Elke Ray in ihrer Ansprache den Auftritt der Big Band.

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