Play-off-Halbfinale: TTF sehen Saarbrücken in Favoritenrolle

Gegen Saarbrücken starteten die TTF im September in die Saison – damals noch vor gut 100 Zuschauern. Für das Play-off-Halbfinale
Gegen Saarbrücken starteten die TTF im September in die Saison – damals noch vor gut 100 Zuschauern. Für das Play-off-Halbfinale sieht Ochsenhausens Trainer Fu Yong (r.) die Saarländer in der Favoritenrolle. (Foto: Volker Strohmaier)
Schwäbische Zeitung

Borussia Düsseldorf steht bereits im Meisterschaftsfinale der Tischtennis-Bundesliga, den zweiten Teilnehmer machen die TTF Liebherr Ochsenhausen und der 1. FC Saarbbrücken in den kommenden Tagen unter sich aus. Wer als erstes zwei Spiele gewinnt, geht als Sieger aus dem Play-off-Halbfinale hervor, das seinen Auftakt am Donnerstag, 19 Uhr, in Saarbrücken nimmt. Zwei Tage später treffen sich die Teams in Ochsenhausen wieder. Ein etwaiges drittes Aufeinandertreffen ist für Montag, 12. April, in Saarbrücken angesetzt.

Man kann bei Ochsenhausen und Saarbrücken von zwei im Grunde gleichstarken Kontrahenten ausgehen, die auch nicht von ungefähr in der Abschlusstabelle mit jeweils 30:14 Punkten gleichauf lagen. Mit dem 30-jährigen Chinesen Shang Kun, seit zwei Jahren im Saarland unter Vertrag und beide Jahre unter den absoluten Topspielern der Bundesliga zu finden (Bilanz 19:6), hat Saarbrücken eine starke, unangenehm zu spielende Nummer eins.

Der deutsche Nationalspieler Patrick Franziska, aktuelle Nummer 16 der Weltrangliste, spielt auf ebenso hohem Niveau (Bilanz 15:7). Und die Nummer drei ist kaum schwächer: Der 22-jährige Slowene Darko Jorgic ist mittlerweile auf Platz 27 des internationalen Rankings. Seine Bundesliga-Bilanz ist mit 18:5 stark, die beste seiner bisherigen Karriere. Dieses Erfolgstrio wird gegen die TTF mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an den Tisch gehen. Eine Herkulesaufgabe für Hugo Calderano, Simon Gauzy, Kanak Jha, Samuel Kulczycki und Maciej Kubik – doch unlösbar ist sie nicht.

Ochsenhausens Cheftrainer Fu Yong lobt die Saarbrücker als „ein sehr starkes Team mit drei sehr guten Spielern, sie spielen bereits lange zusammen und haben Erfahrung in diesen wichtigen Spielen“. Daher sehe er die Saarländer auch als Favorit.

Zumal auch Sicht der Oberschwaben zwei der jüngsten drei Aufeinandertreffen verloren gingen: Zunächst das Meisterschaftsfinale am im Juni 2020 in Frankfurt (1:3), dann das Bundesliga-Rückspiel am 15. Januar (0:3), bei dem die TTF allerdings ohne Hugo Calderano und Simon Gauzy auskommen mussten.

Dass Ochsenhausen die Saarländer auch besiegen kann, hatte es im Hinspiel gezeigt, als die TTF in heimischer Halle in Topbesetzung mit 3:1 die Oberhand behielten – Hugo Calderano bezwang Darko Jorgic und Shang Kun, Simon Gauzy Patrick Franziska.

„Wir haben schon so viele wichtige Spiele gegen Saarbrücken gespielt und kennen uns untereinander sehr gut“, erklärt Simon Gauzy, dessen Vertrag gerade um ein weiteres Jahr verlängert worden ist. „Die Spiele sind immer sehr knapp. Saarbrücken hat drei sehr gute Spieler und ist deutscher Meister, somit sehe ich sie in der Favoritenrolle. Doch an guten Tagen haben wir natürlich auch gegen sie immer eine Chance.“

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Impftermin-Ampel: Schwäbische.de muss Service leider einstellen

Wochenlang hat die Impftermin-Ampel Menschen bei der Buchung von Impfterminen unterstützt. Die große Beliebtheit bringt das Konzept aber an technische Grenzen - das hat nun Konsequenzen.

Das Problem: In Deutschland wird endlich gegen das Corona-Virus geimpft - und viele Menschen wollen einen Impftermin. Doch der Impfstoff ist knapp, die Buchung eines Termins glich vor allem zu Beginn der Impfkampagne einem Glücksspiel.

Um Menschen auf der Suche nach einem Impftermin zu helfen hat Schwäbische.

Die Schließung der Gastronomie müsse ein Ende haben, fordern die vier Bad Saulgauer Gastronomen (von links) Johannes Buhles (Hau

Wirte fühlen sich als Sündenböcke

Die Gastronomen in Bad Saulgau fordern eine Öffnungsperspektive. Das ist die klare Botschaft eines Gesprächs von vier Pächtern und Besitzern von Betrieben in Bad Saulgau mit der „Schwäbischen Zeitung“. Sie sehen sich als Sündenböcke der Politik. Bei aktuell steigenden Infektionszahlen und geschlossener Gastronomie könnten die Betriebe als Infektions-Hotspots ausgeschlossen werden. Im Gegenteil: Habe die Gastronomie zu, würden mehr Partys privat gefeiert.

Finanzamt-Ordner, Brille, Steuererklärung und ein Stift

Was Verbraucher bei der Steuererklärung beachten sollten

Und sie lohnt sich doch: 1027 Euro bekommen Beschäftigte im Durchschnitt zurück, wenn sie ihre Steuererklärung eingereicht haben. Allerdings ist diesmal einiges anders, denn die Auswirkungen der Corona-Pandemie machen sich auch bei der Steuererklärung für 2020 bemerkbar. So waren im vergangenen Jahr knapp sechs Millionen Menschen im Mai und April in Kurzarbeit. Sie sind in der Regel nicht nur verpflichtet, eine Steuererklärung zu machen. Mitunter kann hier auch statt einer Erstattung eine Nachzahlung fällig werden.

Mehr Themen