Pejinovic will Favoritenrolle nicht annehmen

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 Können die Tischtennisfreunde Ochsenhausen (hier Hugo Calderano) bei der deutschen Pokalendrunde am ersten Samstag im Januar in
Können die Tischtennisfreunde Ochsenhausen (hier Hugo Calderano) bei der deutschen Pokalendrunde am ersten Samstag im Januar in der Ratiopharm-Arena an ihren Lauf in der Bundesliga anknüpfen? (Foto: Archiv: Volker Strohmaier)
Willi Baur

Zahlen und Fakten

Zeitplan: In den beiden Halbfinalspielen stehen sich am 5. Januar in der Ratiopharm-Arena zeitgleich um 11 Uhr der TTC Grenzau und die TTF Liebherr Ochsenhausen sowie der ASV Grünwettersbach und Werder Bremen gegenüber. Die beiden siegreichen Mannschaften bestreiten um 14 Uhr das Finale.

Zuschauer: Es werden noch mehr Besucher als bei der vergangenen Auflage erwartet. Da waren es knapp 4000. „Bis Weihnachten waren im Vorverkauf 3500 Karten abgesetzt“, freut sich Johannes Eickhoff, Pressemann der Tischtennis-Bundesliga. Deshalb sollen in der Arena weitere Tribünenbereiche freigegeben werden. Es gibt nach wie vor Karten für die Pokal-Endrunde, auch online unter: ttbl.de/tickets/pokal-finale

Können die Tischtennisfreunde Ochsenhausen bei der deutschen Pokalendrunde am ersten Samstag im Januar in der Ratiopharm-Arena an ihren Lauf in der Bundesliga anknüpfen? Der Vereinspräsident Kristijan Pejinovic hofft es. Die seinem Team von der Konkurrenz nur zu gerne zugeschobene Favoritenrolle will er aber nicht annehmen. Pejinovic sagt zwar: „Klar ist, dass wir in der Liga die beste Vorrunde seit 2005 gespielt haben.“ Gleichzeitig bemüht er die Binsenweisheit vom „Pokal und seinen eigenen Gesetzen“.

So abgedroschen diese auch klingen mag: Die jüngsten Ergebnisse in beiden Wettbewerben stützen die These des 38-Jährigen. Beispiele: Rekordmeister Borussia Düsseldorf, derzeit Dritter in der Liga, scheiterte im Viertelfinale am Drittletzten ASV Grünwettersbach. Und bei der Pokalendrunde in Neu-Ulm sind neben Liga-Primus Ochsenhausen die drei Teams auf den Plätzen acht bis zehn dabei.

Erklärungen dafür? „Das Leistungsniveau hat sich angeglichen“, sagt Pejinovic. Nicht selten entscheiden zwei oder drei Bälle über den gesamten Spielausgang. Noch ein Faktor: Düsseldorfs prominenter Spitzenmann Timo Boll ist, wenn er denn spielt, auch auf nationaler Ebene inzwischen nicht mehr unschlagbar.

Spannung groß wie selten zuvor

Ohne die Düsseldorfer mit Boll ist aus Sicht des TTF-Präsidenten die Spannung so groß wie selten zuvor. „Die Teams kommen mit vielen jungen Spielern. Da weiß man nie, was man erwarten darf“, sagt der erfahrene Manager. Ganz besonders dann, wenn es um den monströsen Pokal geht: „Da ist die ganze Bandbreite möglich, vom Spielrausch bis zum Totalausfall.“

Allerdings kommt die Mannschaft der TTF Liebherr Ochsenhausen um Cheftrainer Dimitrij Mazunov mit viel Selbstvertrauen nach Neu-Ulm. In der Liga hatten die Oberschwaben kurz vor Weihnachten mit einem klaren Sieg über Mühlhausen die Tabellenspitze verteidigt und ihrem Leitwolf Hugo Calderano, derzeit Sechster der Weltrangliste, war wenige Tage vorher beim Finale der „World Tour“ ein Erfolg gegen den Chinesen Fan Zhendong gelungen, die Nummer eins der Tischtennis-Welt. Über Weihnachten war der brasilianische Südamerika-Meister für ein paar Tage nach Spanien geflogen.

Ein spezielles Vorbereitungsprogramm auf die Pokal-Endrunde ist für die TTF-Profis nicht geplant, berichtet Pejinovic: „Sie haben das Spielen ja nicht verlernt.“ Was auch für Halbfinalgegner Grenzau gelten dürfte. „In der Liga haben wir klar gewonnen“, erinnert sich der TTF-Präsident, aber das sei früh in der Saison gewesen und seither habe sich das Team von Grenzau immer besser entwickelt. Die Nummer eins der Mannschaft aus Rheinland-Pfalz ist der kasachische Nationalspieler Kirill Gerassimenko, wie Calderano 22 Jahre jung, in der Weltrangliste aber weit hinter dem TTF-Mann.

Wie inzwischen auch Bastian Steger, mit Werder Bremen im zweiten Halbfinale Gegner von Düsseldorf-Bezwinger ASV Grünwettersbach. Vor vier Jahren war er noch unter den Top 20 zu finden, anschließend haben ihn diverse Verletzungen zurückgeworfen. Publikumsliebling in Deutschlands Tischtennis-Hallen ist der 37-Jährige immer noch, was vor allem an der attraktiven Spielweise des gebürtigen Oberpfälzers liegt. Eindrucksvoll sind auch seine Erfolge: Mehrfacher deutscher Meister im Einzel und Doppel, zwei Mal Bronze im Einzel bei Europameisterschaften und mit der deutschen Mannschaft bei Olympia, in diesem Jahr zudem WM-Silber. Ein Promi-Routinier also im Kreise zahlreicher Jungspunde.

Zahlen und Fakten

Zeitplan: In den beiden Halbfinalspielen stehen sich am 5. Januar in der Ratiopharm-Arena zeitgleich um 11 Uhr der TTC Grenzau und die TTF Liebherr Ochsenhausen sowie der ASV Grünwettersbach und Werder Bremen gegenüber. Die beiden siegreichen Mannschaften bestreiten um 14 Uhr das Finale.

Zuschauer: Es werden noch mehr Besucher als bei der vergangenen Auflage erwartet. Da waren es knapp 4000. „Bis Weihnachten waren im Vorverkauf 3500 Karten abgesetzt“, freut sich Johannes Eickhoff, Pressemann der Tischtennis-Bundesliga. Deshalb sollen in der Arena weitere Tribünenbereiche freigegeben werden. Es gibt nach wie vor Karten für die Pokal-Endrunde, auch online unter: ttbl.de/tickets/pokal-finale

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