Pejinovic: „Chancen aufs Finale sind vorhanden“

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Ist mit dem bisherigen Saisonverlauf mehr als zufrieden: Kristijan Pejinovic, Präsident der TTF Liebherr Ochsenhausen.
Ist mit dem bisherigen Saisonverlauf mehr als zufrieden: Kristijan Pejinovic, Präsident der TTF Liebherr Ochsenhausen. (Foto: Volker Strohmaier)
Schwäbische Zeitung

Wochen der Wahrheit liegen vor dem Tischtennis-Bundesligisten TTF Liebherr Ochsenhausen. Am kommenden Freitag (19 Uhr, Dr.-Hans-Liebherr-Halle) steht das Halbfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Düsseldorf auf dem Programm. In der Bundesliga beginnt der Endspurt um die Play-off-Plätze mit guten Karten für die Oberschwaben, erneut das Halbfinale um die deutsche Meisterschaft zu erreichen. TTF-Präsident Kristijan Pejinovic im SZ-Gespräch über den bisherigen Saisonverlauf sowie die kommenden Aufgaben.

Herr Pejinovic, das Pokalfinale wurde erreicht, nun steht man unter den besten Vier in der Champions League und besitzt gute Chancen, die Play-offs in der Bundesliga zu erreichen. Wie beurteilen Sie den bisherigen Saisonverlauf?

Der Saisonverlauf ist mehr als zufriedenstellend. Der Verlauf ist nicht exakt so, wie wir es uns vorgestellt haben, aber nach den Startschwierigkeiten mit dem großen Verletzungspech hat die Mannschaft eine sehr starke Rückrunde gespielt, in der sich die Leistungsträger herauskristallisiert haben und man kann so gesehen von einer guten Saison bislang sprechen.

Trotz fünf Spielern wurde es krankheits- und verletzungsbedingt personell einige Male eng, sogar der Sportmanager musste ran. Wie sehen Sie die Chancen, dass Dubravko Skoric in den entscheidenden Partien wieder aus dem Vollen schöpfen kann?

In den vergangenen zwei Jahren waren wir in der Saison recht stabil, aber in der entscheidenden Phase gingen uns die Kräfte aus. Ich hoffe, dass wir das bei diesem dritten Anlauf besser in den Griff bekommen und der Trainer aus dem Vollen schöpfen kann.

Wann wird Simon Gauzy, der ja noch ganz wichtig in der Schlussphase der Saison für die TTF sein kann, wieder die Form vor seiner Verletzungspause erreicht haben?

Das liegt leider nicht in unseren Händen. Er macht große Fortschritte. Täglich arbeitet er an seiner Form – ob es dann für die Schlussphase reicht, werden wir abwarten müssen.

Hand aufs Herz: Ist der Einzug ins Champions-League-Finale möglich? Ist Düsseldorf mit dem Weltranglistenersten Boll, der derzeit so stark ist wie lange nicht mehr, in Hin- und Rückspiel überhaupt schlagbar?

Erst einmal freuen wir uns, unter den besten vier Clubs Europas zu sein – und das nach solch einer zerfahrenen Saison. Die Chancen sind auf jeden Fall vorhanden und wir müssen sehen, in welcher Verfassung unser Team, aber auch die Borussia mit Timo Boll, sein werden.

Wie wichtig werden die Fans sein, wenn die TTF am Freitag gegen Boll und Co. etwas reißen wollen? Wird die Halle ausverkauft sein?

Die Fans sind unseren Spielern unglaublich wichtig. Sie sind der sogenannte sechste Mann, den wir an unserer Seite brauchen. Ich erwarte ein ausverkauftes Haus.

Glauben Sie, dass ein Titelgewinn gelingen kann und wie stecken Sie die Ziele für den Rest der Saison ab?

Natürlich wollen wir nach wie vor Titel gewinnen. Wir bauen von Saison zu Saison auf und sind uns sicher, mit einem Titel belohnt zu werden, wenn die Zeit reif ist.

Die TTF stehen in der Bundesliga auf einem Play-off-Platz und haben noch zwei Partien gegen vermeintlich leichtere Gegner vor sich.

Nachdem wir in dieser Saison schon so viel erlebt haben, schauen wir nur von Spiel zu Spiel. Wir sind uns sicher, dass wir es schaffen können, nehmen aber jeden Gegner zu 110 Prozent ernst.

Zwei Spieler werden die TTF zum Saisonende verlassen. Wie weit sind die Verhandlungen mit Zugängen?

Die sind abgeschlossen. Unser Team für die kommende Saison werden wir in circa zehn Tagen während der „German Open“ in Bremen bekannt geben.

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