Ochsenhauser Kräuterfest zieht 4000 Besucher an

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Anstoßen aufs Jubiläum: Die Organisatoren sind mit dem Verlauf des zehnten Kräuterfests am neuen Standort in Ochsenhausen zufrie
Anstoßen aufs Jubiläum: Die Organisatoren sind mit dem Verlauf des zehnten Kräuterfests am neuen Standort in Ochsenhausen zufrieden. (Foto: Ferdinand Leincker)
Ferdinand Leinecker

Weit mehr als 4000 Besucher sind am Samstag zum Kräuterfest „Lass waxa“ in den Konventgarten des Klosters Ochsenhausen geströmt. Bei zunächst schönem Wetter bildeten sich zu Beginn lange Schlangen vor den Kassen, um diesen „Markt für die Sinne“ und Unterhaltung für große und kleine Gäste zu erleben. Das Wetter setzte der zehnten Auflage des Markts dann aber ein jähes Ende.

Die Veranstalter, der Kneipp-Verein Ochsenhausen mit seinem Vorsitzenden Rainer Schick und das Organisationsteam unter Leitung der Vizevorsitzenden und Kräuterfest-Initiatorin, Renate Schlegel, freuten sich, in einer neuen Nachbarschaft einen Platz gefunden zu haben. „Das war nur möglich mit einer ,Rund-um-Zustimmung’ unserer ,neuen Nachbarn’ im Klosterbezirk“, betonte Schick. „Wenn wir jetzt die Bevölkerung in diesen neuen Kräutergarten einladen dürfen, macht uns das dankbar und auch ein wenig stolz“, bemerkten die Vorsitzenden mit einem freudigen Lachen.

60 Aussteller sind vertreten

In Zusammenarbeit mit Joachim Moll von den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg hat Reiner Schick im Vorfeld die künftige Nutzung des Konventgartens auf den Weg gebracht, sodass der inzwischen traditionsreiche Markt „nun in diesem sehr schönen Rahmen stattfinden kann“. Als Dank dafür erhielt Moll einen geschnitzten „Oxi“.

60 Aussteller hatten im Garten unterhalb des Klosters ihre Stände aufgebaut und boten ihre Produkte an. Diese reichten von Kräuter- und Pflanzenraritäten bis hin zu natürliche Pflegeprodukte. Beim städtischen Kindergarten Ochsenhausen und beim Nabu war im Kinderprogramm Aktion angesagt. Badesalz selber machen, Kräuterfladen backen, Basteln oder Kräuterführung für Kinder – die Kleinen hatten ihre Freude.

Der Kneipp-Verein Ochsenhausen stellte an diesem Tag fünf Säulen der Kneipp’schen Lehre auf und versorgte die Besucher mit Informationen zur Heilphilosophie, die sich auf fünf Säulen stützt: Wasser, Heilpflanzen, Bewegung, Ernährung und innere Ausgeglichenheit. Wie jedes Jahr trat Franz Baur zusammen mit dem Amateurtheater Ochsenhausen auf die Bühne. Auch heuer hatte Baur ein selbst geschriebenes Stück mitgebracht und dieses handelte von der Brennnessel. Die Alphornbläser „Rottumtal“ unter der Leitung von Hubert Wiest und Anton Kramer mit seinen Wirtshausmusikanten gestalteten den Kräutermarkt musikalisch.

Auch die beliebten Kräuterführungen am Krummbach, zusammen mit Bernhard Allgaier, wurden an diesem Tag angeboten. Workshops vom Gymnasium Ochsenhausen, eine Führung am Wasserrad und eine Ausstellung von Schülerprojekten gehörten ebenfalls dazu.

Mehrere Führungen angeboten

Die Landesakademie bot eine historische Führung im Konventgebäude, gestaltet durch Gästeführer Ulrich Bauer, sowie eine Führung „Wasser für das Kloster“ am Krummbach mit Gästeführerin Silvia Bamberger an. Gleich sechs verschiedene Vorträge zum Thema Kräuter wurden im Foyer des angrenzenden Gymnasiums Ochsenhausen abgehalten.

Dabei ging es im Besonderen um die Bedeutung der Kräuter für die Gesundheit und als Heilmittel. Für das leibliche Wohl sorgte der Trachtenkreis Ochsenhausen zusammen mit Helfern der Kolpingjugend und einem Team des Kneipp-Vereins Ochsenhausen. Als gute Idee stellte sich die Pflanzen-Garderobe heraus. Bis zum Verlassen des Geländes durften die Besucher ihre Einkäufe an der Pflanzengarderobe abgeben und konnten ohne schweres Gepäck über das Gelände bummeln und das Rahmenprogramm genießen.

Dieser Kräutermarkt, der nach Meinung vieler befragter Besucher „fantastisch war“ an diesem neuen Platz vor der herrlichen Kulisse Kloster, endete jedoch frühzeitig. Am Nachmittag setzten stürmische Böen ein. Aufgrund einer Wetterwarnung entschlossen sich die Verantwortlichen dazu, den Ausstellern den Abbau zu empfehlen. Dieser bis dahin kurzweilige Markt fand somit ein jähes Ende.

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