Ochsenhausen singt und musiziert für Europa

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 Mehrere Bürger sind dem Aufruf gefolgt, sich auch in Ochsenhausen für Europa zu bekennen
Mehrere Bürger sind dem Aufruf gefolgt, sich auch in Ochsenhausen für Europa zu bekennen (Foto: Schänzle)
Schwäbische Zeitung

Wie an vielen Orten im Kreis Biberach hat auch in Ochsenhausen eine Europaaktion am Sonntag stattgefunden. Dekan Sigmund F. J. Schänzle, Mitglied des Bündnisses für Demokratie und Toleranz im Kreis, hat Bürger aus Ochsenhausen und Umgebung auf den Klosterplatz eingeladen, um für Europa zu beten und die Europahymne zu singen. Rund 60 Menschen folgten trotz widrigen Wetters dem Aufruf.

Mitglieder des Partnerschaftskomitees, des Kirchenchors, der Stadtkapelle, der Rottumtaler Alphornbläser waren ebenso mit von der Partie, wie die Bürgermeister Andreas Denzel (Ochsenhausen), Stefan Echteler (Erlenmoos), Leonhard Heine (Steinhausen) sowie der bereits angereiste Festprediger für den Sankt-Georgs-Ritt, Wolfgang Sauer, Domdekan i. R. aus Freiburg.

Nachdem die Rottumtaler Alphornbläser die Veranstaltung eröffnet hatten, positionierte sich Dekan Schänzle in seiner Rede deutlich für ein geeintes und friedliches Europa, das schon von seinem geschichtlichen Werdegang her auf viele gemeinsame Wegetappen zurückgreifen könne. Europa sei heute, angesichts der globalen Herausforderungen, keine Kür mehr, sondern Pflicht für nachhaltige Entwicklungen in dieser Raumschaft, so Schänzle.

Bürgermeister Denzel und Heine unterstrichen in ihren Statements die wertvolle, jahrzehntelange Geschichte und Bedeutung ihrer Gemeinde- und Städtepartnerschaften in denen viele Freundschaften entstanden seien und der aktive Wille zur Friedenssicherung immer wieder zum Ausdruck komme. Bürgermeister Echteler verwies auf die 2000-jährige Geschichte Europas, auf deren Weg es in Europa immer wieder zu übernationalen Räumen gekommen sei und damit auch zu bedeutenden und positiven kulturellen Verflechtungen. Abschließend rief er die Anwesenden auf, zur Europawahl zu gehen.

Sauer wies darauf hin, dass es zwar nicht gelungen sei, einen Gottesbezug in die europäische Verfassung einzubringen, dass Christen aber gerade um der Menschen willen für Europa beten können und müssen, für ein geeintes und friedliches Europa, auch unter den Konfessionen und Religionen. Dekan Schänzle lud alle ein das, vom einstigen Erzbischof von Mailand, Kardinal Carlo Maria Martini, stammende Gebet für Europa zu sprechen. Unter der Leitung von Dekanatskirchenmusiker Thomas Fischer, und begleitet von einem Ensemble der Stadtkapelle Ochsenhausen, stimmten alle die Europahymne an bevor die Alphornbläser die Veranstaltung abschlossen.

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