Nach der Derbyniederlage gegen den TTC Neu-Ulm stehen die TTF Liebherr Ochsenhausen (hier Vladimir Sidorenko) mit nun 12:6 Punk
Nach der Derbyniederlage gegen den TTC Neu-Ulm stehen die TTF Liebherr Ochsenhausen (hier Vladimir Sidorenko) mit nun 12:6 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz. (Foto: Stephan Roscher)
Schwäbische Zeitung

TTC Neu-Ulm – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:1. Ergebnisse: An Jaehyun – Vladimir Sidorenko 3:0 (11:8, 11:8, 11:8), Viktor Brodd – Jakub Dyjas 1:3 (9:11, 14:16, 11:9, 6:11), Tiago Apolonia – Stefan Fegerl 3:1 (7:11, 11:7, 11:5, 11:5), An Jaehyun – Jakub Dyjas 3:0 (14:12, 11:7, 15:13).

Vor 830 Zuschauern in der Ratiopharm-Arena hat das erste Derby in der Tischtennis-Bundesliga zwischen Wildcard-Inhaber TTC Neu-Ulm und den TTF Liebherr Ochsenhausen ziemlich genau zweieinhalb Stunden gedauert. Dann durfte der Gastgeber Neu-Ulm einen 3:1-Sieg bejubeln. Damit riss die TTF-Serie von wettbewerbsübergreifend acht Siegen – davon sechs in der Bundesliga – in Folge.

TTF-Präsident Kristijan Pejinovic wollte die Niederlage allerdings nicht überbewerten. „Es kommen noch sehr viele Spiele, noch ist alles drin und wir sind weiter auf Play-Off-Kurs. Mund abputzen und weiter geht es“, sagte er und beglückwünschte den noch jungen Verein Neu-Ulm, der verdient gewonnen habe.

Top-Asse pausieren

Wie erwartet hatte Neu-Ulm mit dem koreanischen WM-Dritten An Jaehyun, dem Ex-Ochsenhauser Tiago Apolonia und dem Schweden Viktor Brodd seine derzeit bestmögliche Aufstellung am Start, während bei den TTF die beiden Top-Asse Hugo Calderano und Simon Gauzy pausierten. Beide waren leicht lädiert, Calderano war zudem gerade erst aus Lima von der Olympia-Mannschaftsqualifikation zurückgekehrt und noch im Jetlag. „Die anderen hatten alle gut trainiert, zudem hatte Vladimir (Sidorenko, Anm. der Redaktion) bei den Belarus Open gut gespielt“, so Pejinovic. „Deshalb haben wir die Aufstellung so gewählt, zumal wir es nicht für sinnvoll hielten, zwei nicht vollständig fitte Spieler hineinzuwerfen.“

Der Neu-Ulmer Cheftrainer Chen Zhibin freute sich über den Derbysieg und lobte seinen jungen Zugang An Jaehyun, der sich in den wenigen Wochen in Deutschland schnell an die Bundesliga und die neue Umgebung gewöhnt hat: „An Jaehyun spielt immer besser und selbstbewusster.“ Trotz der jüngsten Erfolge sieht er keinen Grund, das Saisonziel zu ändern. „Wir streben weiterhin einen guten Platz im Mittelfeld an“, sagte der Neu-Ulmer Coach. Auch der TTC-Vorsitzende Florian Ebner blieb auf dem Teppich. „Wir genießen jetzt einfach“, sagte er zum Sieg über den amtierenden deutschen Meister und Pokalsieger. „An Jaehyun hat mit zwei 3:0-Siegen gegen Weltklasse-Spieler sensationell gespielt“, betonte Ebner: „An Jaehyun scheint noch besser zu sein, als wir gedacht haben.“

Die TTF stehen mit nun 12:6 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz, punktgleich mit dem Dritten Bremen. Allerdings sind am neunten Spieltag einige Verfolger näher herangekommen. Hinter den Oberschwaben sind gleich drei Teams in der Tabelle mit jeweils 10:8 Zählern zu finden. Der TTC Neu-Ulm, der erstmals zwei Spiele in Folge gewann, liegt mit 8:10 Zählern auf Rang acht.

Für das Team von TTF-Cheftrainer Dmitrij Mazunov geht es weiter am 17. November in Ehingen mit dem prestigeträchtigen Spiel gegen den derzeitigen Spitzenreiter Borussia Düsseldorf. Der TTC Neu-Ulm spielt am Sonntag, 10. November (Spielbeginn: 15 Uhr), im Edwin Scharff-Haus in Neu-Ulm gegen den Tabellenelften TTC indeland Jülich.

TTC Neu-Ulm – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:1. Ergebnisse: An Jaehyun – Vladimir Sidorenko 3:0 (11:8, 11:8, 11:8), Viktor Brodd – Jakub Dyjas 1:3 (9:11, 14:16, 11:9, 6:11), Tiago Apolonia – Stefan Fegerl 3:1 (7:11, 11:7, 11:5, 11:5), An Jaehyun – Jakub Dyjas 3:0 (14:12, 11:7, 15:13).

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