Nie mehr selbst Legosteine aufräumen

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Markus Lobmaier (links) und Lukas Lobmaier mit ihrer Legosteinsortiermaschine. (Foto: Sina Binder)
Sina Binder

Eine Maschine, die Legosteine aufräumt und zudem nach Form und Farbe sortiert? Welches Kind träumt nicht von so einer hilfreichen Erfindung. Die Brüder Lukas und Markus Lobmaier hielten an ihrem Kindheitstraum fest und entwickelten eine „Legostein Sortiermaschine“ – und belegten damit den zweiten Platz beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“.

Die Maschine besteht aus Fischertechnik Bauteilen und hat sogar ein selbst geschriebenes Programm. Nachdem die Maschine der Schüler anfangs noch einige Mängel aufwies, entwickelten Lukas und Markus Lobmaier einen Sensor, der alle sechs Legofarben erkennt. „Auf so eine Idee kommt man, wenn man vor einem großen Berg voll bunten Legosteinen sitzt“, sagt Markus Lobmaier.

Der 15-Jährige besucht die neunte Klasse der Realschule Erolzheim. „Meine Techniklehrerin Frau Wagner hat mich dann mal gefragt, ob wir mit dem Projekt nicht zu ,Jugend forscht’ gehen wollen.“ Schließlich hat der Rektor der Realschule Erolzheim, Herbert Schlegel, den beiden noch einige Tipps, unter anderem zu ihrer Präsentation, gegeben. Der Aufwand hat sich gelohnt: Die Jungs landeten im Fachgebiet Arbeitswelt auf dem zweiten Platz.

Die Interesse an Naturwissenschaften liegt bei den Brüdern in der Familie: „Unser Vater ist Chemiker und Markus und ich haben schon früh naturwissenschaftliche Experimente gemacht“, sagt Lukas Lobmaier, der die achte Klasse des Gymnasiums Ochsenhausen besucht. In der Schule mag er alles, was mit Naturwissenschaften zu tun hat. Der 13-Jährige schwimmt und klettert außerdem sehr gerne, spielt Cello und Klavier und schauspielert in einem Theater.

Das Lieblingsfach von Markus Lobmaier ist Mathe: „Ich mag es, logisch denken zu müssen“, sagt der 15-Jährige. Nach seinem Realschulabschluss will er erst einmal auf ein technisches Gymnasium wechseln, um später dann Maschinenbau zu studieren.

Sobald die Brüder mal wieder viel Zeit haben, werden sie ihr Projekt optimieren. Wenn sie die Chance haben, wieder an einem Wettbewerb teilzunehmen, würden sie laut Markus Lobmaier nicht Nein sagen: „Wir haben dort viel gelernt und viele Erfahrungen gesammelt.“

In unregelmäßigen Abständen stellen wir in nächster Zeit in der SZ weitere Schüler in Kurzporträts vor, die beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ oder beim Landeswettbewerb Mathematik vordere Plätze (eins bis drei) belegen.

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