Närrische Musiknacht lockt die Gäste an

Lesedauer: 4 Min
 Gefeiert wurde bei der närrischen Musiknacht in Ochsenhausen.
Gefeiert wurde bei der närrischen Musiknacht in Ochsenhausen. (Foto: Ferdinand Leinecker)
Schwäbische Zeitung

Ochsenhausen hat die Musiknacht im Sommer, aber auch diese närrische Musiknacht in Kuhhausen in der Narrenzeit. Und die hat mit dieser närrischen Musiknacht, bei der die Musikgruppen von Kneipe zu Kneipe ziehen, so richtig Fahrt aufgenommen.

Das Prinzenpaar mit Gefolge war viel unterwegs und gern gesehene Gäste bei zahlreichen Veranstaltungen und Umzügen im gesamten Oberland. Jetzt ist es aber an der Zeit, dass es bei uns rund geht gemäß dem Narrenlied „Laut schallet’s durchs Rottumtal: „Kuhhausen hat Karneval“. „Wir scharren mit den Hufen“, sagte der Präsident der Karnevalgesellschaft-Narrenzunft (KGNZ)Stefan Müller der SZ.

Die KGNZ Ochsenhausen, die örtlichen Gastronomen und Vereine hatten für Samstag zur närrischen Musiknacht eingeladen. Live- und DJ-Musik lockten in die Innenstadt. Musik und Feiern: Das ließen sich viele Gäste nicht zweimal sagen und kamen zuerst einmal an den Marktbrunnen, wo ein richtiges Feuerwerk abgefeuert wurde. Das Prinzenpaar, der Elferrat, Roale, Rankenweible, der Sterngucker, die Cheerleaders und die Sambagruppe, alle waren da und lieferten eine tolle Show ab. Mit Tanz, Gesang und guter Laune begeisterten sie die Besucher und sogar die zwei zu früh angereisten Störche aus Afrika freuten sich in ihrem Nest auf dem Rathaus.

Nach diesem Spektakel ging es gemeinsam in die verschiedenen gastronomischen Betriebe, wo den Narren und den vielen Gästen einiges geboten wurde.

Vor dieser Musiknacht ist nach der Musiknacht, denn viele Prunksitzungen, inklusive der Kinderprunksitzung, Seniorenprunksitzung, der Kinderumzug mit Rathausübergabe, der traditionelle Nachtumzug sowie die Messe für Hästräger stehen wieder an. „Also, es wird wieder viel geboten in Kuhhausen“, sagte KGNZ-Präsident Müller.

„Ja Herr Müller, diese Musiknacht ist super, aber was waren die Hausbälle früher?“, fragte ein Teenager den Präsidenten. „Diese Hausbälle gibt es seit die Narrenzunft besteht. Jede Wirtschaft damals – „Bohrturm“, „Adler“, „Mohren“, „Baumann“, Post“ oder „Pflug“ veranstaltete seinen eigenen Faschingsball über Jahrzehnte hinweg“, erfuhr die junge Frau. Es war Tradition, doch nach und nach schien diese Tradition fast einzuschlafen. Eine ältere Besucherin freut sich umso mehr, dass die Hausbälle 2020 ein Thema sind und das umfangreiche Veranstaltungsangebot bei der Fasnet bereichern. „Heute ist es kurzweilig, lustig, es wird viel geboten, ein Hausball für alle, mit allen“, meinte sie weiter. „ Die Tradition lebt auch heute noch weiter“, sagte sie lachend.

Mehr zum Thema

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen