Akademiedirektor Klaus K. Weigele (2. v. r.) nach der Unterzeichnung mit Lin Min Li (v.l.; ehemaliger Vizebotschafter Taiwans i
Akademiedirektor Klaus K. Weigele (2. v. r.) nach der Unterzeichnung mit Lin Min Li (v.l.; ehemaliger Vizebotschafter Taiwans in Malaysia), Tseng Nian-Yeou (Präsident der Hakka-Stiftung) und Sabrina Schmidt-Koschella (Vizedirektorin der deutschen Vertretung in Taiwan). (Foto: privat)

Zum internationalen Chorfestival CHOIR kommen Jahr für Jahr Chöre der Partnerregionen Baden-Württembergs nach Ochsenhausen, um an der Landesakademie gemeinsam zu musizieren. Seit 2012 ist auch eine asiatische Gruppe aus Taipeh (Taiwan) dabei. Dieser Austausch und diese Zusammenarbeit sollen nun noch weiter vertieft werden. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnete Akademiedirektor Klaus K. Weigele vergangenes Wochenende beim 30. Hakkafestival in Taipeh.

Der taiwanesische Chor, der seit einigen Jahren ins Oberschwäbische kommt, pflegt die Kultur der Hakka, einer Volksgruppe. Dazu gehören eine eigene Sprache, spezielles Essen, traditonelle Kleidung. „Das pflegen sie alles mit viel Stolz“, erklärt Klaus K. Weigele. Es gibt eine eigene Hakka-Stiftung Taiwan, die ihre Kultur international bekannter machen will, weshalb nun die vertiefende Zusammenarbeit der Landesmusikakademie Ochsenhausen und der Hakka-Stiftung Taiwan beim internationalen Chorfestival CHOIR vereinbart wurde.

So hat Akademiedirektor Weigele Noten überreicht bekommen, die er mit nach Ochsenhausen gebracht hat. „Wir möchten unsere Notenbestände aufbauen, von der Sprache her ist das kein Problem.“ Die Landesakademie soll dadurch ein Multiplikator für die Hakka-Kultur sein. „Wir bemühen uns, diese Hakka-Lieder bei uns mehr und mehr zu singen, damit diese Tradition weitergetragen wird“, sagt Weigele. Es werde versucht, dies in die Fortbilung an der Akademie einfließen zu lassen Auch im instrumentalen Bereich sei dies vorstellbar. „Wir werden uns Formate überlegen, wo wir das umsetzen können.“

Austausch junger Menschen

Kernpunkt sei aber nach wie vor der Austausch junger Menschen. Zum Hakka-Festival ergeht alljährlich eine Einladung an die Landesakademie, ein Ensemble reist dann nach Asien. Dort geht es neben der Musik auch darum, die deutsche Kultur und Tradition vorzustellen. Nicht nur musikalisch, auch kulinarisch. Wichtig sei, dass junge Leute aus der Region diese „andere Welt“ entdecken, so Weigele, der selbst vergangene Woche beim Hakkafestival erstmals in Taipeh war und beeindruckende Erfahrungen machte. „Die Hakka haben einen sehr stolzen Zusammenhalt.“

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