Kuhhausen feiert „Día de los muertos“ wie in Mexiko

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Ferdinand Leinecker

Die zweite Prunksitzung findet am Gompigen Donnerstag, 28. Februar, statt, die dritte am Samstag, 2. März. Beginn ist jeweils um 19.11 Uhr in der „Narrhalla“ Kapf. Dazwischen findet am Rußigen Freitag, 1. März, 19.31 Uhr, der traditionelle Nachtumzug statt.

Mit der Seniorenprunksitzung am Donnerstag und der ersten großen Prunksitzung am Samstag hat die Karnevalgesellschaft-Narrenzunft Ochsenhausen die närrischen Tage in der Rottumstadt eingeläutet. Unter dem Motto „Dìa de los muertos á la KGO – Wir feiern bunt und fröhlich wie in Mexiko“ zog Prinzessin Teresa I. (Teresa Müller) mit ihrem Prinzgemahl Daniel II. (Daniel Walker), gefolgt vom Elferrat, allen voraus der Präsident, Stefan (Müller) der Steuernde und der gut gelaunten Garde in die Kapfhalle Ochsenhausen ein.

Ab sofort wird aus Ochsenhausen über die gesamten Narrentage wieder Kuhhausen. Was hat es aber mit diesem Motto auf sich? Der Präsident klärte die Besucher auf. Am Dìa de los Muertos, also am Tag der Toten, einem der wichtigsten mexikanischen Feiertage, wird traditionell der Verstorbenen gedacht. Nach altmexikanischem Glauben kommen die Toten einmal im Jahr zum Ende der Erntezeit zu Besuch aus dem Jenseits und feiern gemeinsam mit den Lebenden ein fröhliches Wiedersehen mit Musik, Tanz und gutem Essen. Die KGO hat diesen Brauch zu ihrem diesjährigen Motto ernannt und viele Sketche drehten sich um dieses Motto. Die Toten nicht vergessen, mit ihnen feiern, so wie es in ganz Südamerika Tradition ist.

Den Anfang dieser Prunksitzung, nach dem Maskentreiben der Rankleweible, Roale und des Sternguckers, der Regierungserklärung und Ansprache des Prinzen mit Prinzessin, machte die kleine Maria Eger. Sie habe den Wunsch auch einmal Prinzessin zu werden. Ihr fehle aber noch der richtige Prinz und die Kerle vom Elferrat seien ihr doch zu alt.

Schneller als das Auge

Die „Becher-Verbrecher“ von der Jugendmusikschule durften nach ihrem Vortrag die Halle nicht ohne Zugabe verlassen. So schnell wie diese Jungs mit ihren Bechern umgingen, konnte das normale Auge gar nicht sehen. Der nächste Auftritt hinkte dem vorherigen jedoch in keinster Weise nach. Obwohl der Vortrag „Ohne Worte“ den Gästen tatsächlich ohne Worte von den Klebebandgesichtern vorgeführt wurde. Gekonnt ohne Worte bezogen die zwei Künstler das Publikum mit ein, dass es eine Freude war zuzuschauen. Auch ihr Lohn war ein langer Applaus der Zuschauer.

Nach der Pause ging dieses tolle Spektakel mit einer Narrenrakete in die zweite Runde. Das altbekannte Kuhhauser Narrenlied „Schlagt Sorgen beherzt in Stücke“, „Kuhhausen hat Karneval“, folgte danach, gesungen von allen Gästen in der Kapfhalle. Dabei findet die Kuhhauser Hofkapelle immer den richtigen Ton und das seit vielen Jahren. Die Tanzgruppe der KGO „Move it“ hatte danach ihren zweiten Auftritt mit ihrem „Pussycat Dolls Medley“ und begeisterte nicht nur die jungen Besucher. Das neu vom Amateurtheater Ochsenhausen installierte Radio Rottumwelle wusste anschließend viel von Kuhhausen und rund um Kuhhausen zu berichten. Ob Feuerwehrhaus, Kreisel, Umleitungen von oben bis unten in der Stadt, rechts oder links. Jedes Thema war an diesem Abend vertreten.

Nach dem mit einer Zugabe bedachtem Tanz „Nachts in Acapulco“, vorgetragen vom Hofballett, hatte der Elferrat seinen großen Auftritt mit „Teatro de la muerte“ . Gestorben ist dabei keiner, aber dieses Stück war so witzig, dass sogar die erfahrenen Elferräte manchmal ihren Text vergessen haben. Aber genau das machte das Stück aus. Es verinnerlichte das diesjährige Fasnetsmotto auf die beste und lustigste Weise, genauso wie es von der KGO gewünscht war. Mit dem Gardetanz, vorgeführt vom Hofballett, endeten wieder einmal schöne Stunden bei der diesjährigen Prunksitzung in Kuhhausen.

Die zweite Prunksitzung findet am Gompigen Donnerstag, 28. Februar, statt, die dritte am Samstag, 2. März. Beginn ist jeweils um 19.11 Uhr in der „Narrhalla“ Kapf. Dazwischen findet am Rußigen Freitag, 1. März, 19.31 Uhr, der traditionelle Nachtumzug statt.

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