„Kleinod“ erstrahlt in neuem Glanz

Lesedauer: 4 Min

Zwei Jahre lang ist das Ochsenhauser Naherholungsgebiet entlang des Krummbachs immer wieder abschnittsweise saniert worden. Nun sind die Arbeiten an einem der „schönsten Spazierwege in Oberschwaben“, wie ihn die Stadt Ochsenhausen auf ihrer Homepage nennt, abgeschlossen. Auch der Wasserspielplatz wurde ertüchtigt. 20 000 Euro werden jährlich in die Unterhaltung des Landschaftsschutzgebiets am Krummbach investiert, in den vergangenen zwei Jahren kam noch ein Vielfaches dieses Betrags für die Sanierung hinzu.

„Mit den unternommenen Anstrengungen ist dieser Weg und das gesamte Erholungsgebiet auf Jahre hinaus gesichert“, sagte Hubert Moosmayer, der die Betriebsstelle des Kreisforstamtes in Ochsenhausen leitet, beim offiziellen Abschluss der Sanierung. Moosmayer betonte, dass in die Erhaltung dieses „historischen Ortes“ nicht nur finanziell, sondern auch zeitlich viel Aufwand gesteckt worden sei. Seiner Ansicht nach habe sich dies gelohnt.

Bei den Starkregenereignissen vor zwei Jahren war das Landschaftsschutzgebiet entlang des Krummbachs erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Weg war stellenweise weggespült, musste neu befestigt werden, auf der gesamten Länge wurde neu gekiest. Die sechs Holzbrücken über den Krummbach wurden alle neu gemacht, das sogenannte Hexenhäusle bekam ein stabileres Fundament und ein neues Dach. Unterstützung gab’s hier von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Den Quellbereich des Bachs zieren nun große Steine. Auch der Wasserspielplatz, erbaut bei der 72-Stunden-Aktion 2013 von der Pfarrjugend St. Georg, wurde in Zusammenarbeit mit dem städtischen Bauhof ertüchtigt.

Pflege der Kronen ist aufwendig

Hinzu kamen die laut Moosmayer jährlich „sehr hohen Aufwendungen für die Verkehrssicherheit“, sprich die Pflege der Bäume, bei der vor allem die Baumkronen saniert werden. „Wir versuchen, möglichst auf Fällungen zu verzichten, was aber sehr aufwendig und teuer ist.“ Aufgrund des Eschentriebsterbens hätten aber auch Bäume gefällt werden müssen, der Eschenanteil entlang des Krummbachs sei hoch. Der Leiter des Kreisforstamts, Georg Jehle, erklärte, er sei „begeistert, wie dunkel es hier heute ist“. Es sehe so aus, als wäre entlang des Weges „20 Jahre lang nichts gemacht worden“. Dabei sei in den vergangenen zwei Jahren viel passiert, leider hätten auch einige Bäume gefällt werden müssen. „Der Krummbach ist ein Kleinod, dass es Wert ist, sich so darum zu kümmern“, sagte Jehle.

Ochsenhausens Bürgermeister Andreas Denzel bedankte sich für die in seinen Augen „sehr gelungene“ Sanierung. „Ich bin begeistert, der Krummbach ist für die Stadt ein absolutes Highlight“, so Denzel. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald unterstütze nur sinnvolle Maßnahmen, erklärte Werner Gebele, Vorsitzender des Kreisverbands Biberach. 5000 Euro seien für das Hexenhäusle bereitgestellt worden.

Und abschließend lobte der katholische Gemeindereferent Robert Gerner, dass der Wasserspielplatz umfangreich saniert wurde. „Ich finde es super, dass so etwas weitergeführt wird.“ Gerner hatte die 72-Stunden-Aktion vor fünf Jahren betreut.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen