Junge Deutsche Philharmonie tritt in Ochsenhausen auf

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Schwäbische Zeitung

Eine öffentliche Generalprobe der Jungen Deutschen Philharmonie findet am Donnerstag, 15. März, um 19 Uhr im Bräuhaussaal der Landesakademie statt. Zwischen Wahn und Wirklichkeit, Übernatürlichem und allzu Menschlichem bewegt sich das Programm des laut Ankündigung besten deutschen Nachwuchsorchesters.

Bevor das Nachwuchsorchester den Abend mit Werken der französischen Komponisten Olivier Messiaen, Henri Dutilleux und Hector Berlioz gestaltet, werden den Zuhörern Orchestermusiker in einer knappen Einführung die spannenden Hintergründe zu dem Thema erläutern.

Während Olivier Messiaen die Inspiration für viele seiner Kompositionen im christlichen Glauben fand, ließ sich Dutilleux oft durch Literatur animieren. Bei seinem Cellokonzerts „Tout un monde lointain“ waren es Gedichtsfetzen von Charles Boudelaire, die, den einzelnen Sätzen als Motto vorangestellt, eine übersinnliche Wirklichkeit verleihen. Der Symphonie „Fantastique“ von Berlioz liegt mit Episoden aus dem Leben eines Künstlers ein konkretes Programm zugrunde, das sich zwischen Liebeswahn- und Wirklichkeit bewegt.

Die Junge Deutsche Philharmonie versammelt die besten Studierenden deutschsprachiger Musikhochschulen und formt sie, nach bestandenem Probespiel, zu einem Klangkörper mit höchsten künstlerischen Ansprüchen. Die Orchestermitglieder kommen mehrmals jährlich zu konzentrierten Probenphasen mit anschließenden internationalen Konzerttourneen zusammen, im Frühjahr ist das Orchester regelmäßig an der Landesmusikakademie in Ochsenhausen zu Gast.

Der Solist Steven Isserlis zählt zu den bekanntesten Cellisten. Derzeit spielt er das als „Marquis de Corberon“ bekannte Stradivari-Cello aus dem Jahr 1726. Er ist weltweit als Solist, Kammermusiker und Pädagoge tätig, Kinder kennen ihn als Kinderbuchautor über klassische Komponisten. Die Philharmonie spielt unter der Leitung von David Afkham.

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